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Gott hat viele Namen
Fragen & Antworten

Festival der Religionen

29. Mai - 1. Juni 2009

Köln 

 

Die deutsche Sathya Sai Organisation plant zu Pfingsten 2009 ein nationales Sai Festival. Das Motto dieser Großveranstaltung ist „Gott hat viele Namen – Festival der Religionen“. Seit nunmehr anderthalb Jahren bereiten sich die Gruppen und Zentren in Deutschland auf dieses Festival vor. Einige der häufigsten Fragen rund um das Festival sollen im Folgenden beantwortet werden. (Redaktion: Norbert Nicolaus)

Frage:
Warum findet gerade jetzt ein solches Festival statt und warum mit diesem Thema?

Die Notwendigkeit, sich gerade in unserer Zeit mit den unterschiedlichen religiösen oder weltanschaulichen Systemen auseinander zu setzen, ist eigentlich unbestritten, denn tagtäglich beobachten wir, welches Konfliktpotential das oft unvermittelte Aufeinandertreffen fremder Kulturen mit sich bringt. Kulturen wiederum sind in starkem Maße von der jeweils vorherrschenden Religion geprägt. Also ist es heute von größter Dringlichkeit, sich einmal die universellen Werte und Prinzipien in den Religionen anzuschauen, um so einen echten „Dialog der Religionen“ und eine echte Verständigung zwischen den Religionen auf allen Ebenen zu ermöglichen.

Auch in unserem Land hat sich eine multikulturelle Gesellschaft entwickelt, in der man sich bemühen sollte, zu verstehen, auf welcher weltanschaulichen oder religiösen Grundlage die andersgläubigen Mitmenschen, mit denen wir z.B. unseren Arbeitsplatz, unser Mietshaus oder unsere Freizeit teilen, leben. Denn die allerorts propagierte äußere Globalisierung ist eigentlich nur tragfähig, wenn sie von einer inneren Globalisierung unterstützt wird, so dass die Menschheit durch vermehrtes Verständnis füreinander und Toleranz gegenüber anderen Kulturen auch innerlich zusammenwächst.

Frage:
Hat es nicht schon früher ähnliche Sai-Festivals in Deutschland gegeben?

Das letzte nationale Festival fand 2004 in Köln statt. Damals lautete das Thema „Das Göttliche in der Kunst“, ein Aspekt von Spiritualität, auf den Sai Baba anlässlich der Eröffnung der Musik-Akademie in Prashanti Nilayam hingewiesen hatte. Und auf der 7.Weltkonferenz rief Er dazu auf, „Sai Seva durch Kunst und Kultur“ zur „neuen Dimension in den Sai-Zentren“ zu machen.

   

 

Das SaiArt-Festival
2004 in Köln

 

 Kunstausstellung auf dem SaiArt-Festival

Davor dann, im Jahre 2000 in Potsdam, stand das Motto „Menschliche Werte in den Weltreligionen“ auf dem Programm. Schon damals wurden die Weltreligionen thematisiert, allerdings unter einem ganz anderen Gesichtspunkt und auch noch nicht im Hinblick auf eine breitere Öffentlichkeit. Unseren Festivals liegen also stets Sai Babas Worte und Lehren zugrunde. Eigentlich ist Er der Ideengeber, und eine solchen Idee beschäftigt uns dann oft mehrere Jahre, bis wir als Devotees das Thema genügend durchdrungen haben, um es einer breiteren Öffentlichkeit überzeugend zu präsentieren.

Das Planungsteam trifft sich zu
seiner ersten Sitzung in Paderborn

Frage:
Welchen Beitrag zum "Dialog der Religionen" kann die Sathya Sai Organisation Deutschland als Veranstalter eines solchen Festivals leisten?

Zunächst einmal ist die Einheit der Religionen einer der Kerngedanken in Sai Babas Lehre. Immer wieder „beschwört“ Sai Baba geradezu die grundlegende Einheit aller Religionen, wenn Er sagt: „Alle Religionen suchen den einen und selben Gott, obwohl sie Ihn mit verschiedenen Namen nennen mögen.“ Es ist also geradezu eine Verpflichtung, wollen wir uns Seines Namens bedienen, auch Seine Lehre in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Angesichts der verstärkten öffentlichen Präsenz der Sathya Sai Organisation in den beiden letzten Jahren – durch Public Meetings, mit der neuen deutschen Website, mit einer ausführlichen Organisations-Broschüre oder auch durch die Teilnahme an der internationalen Frankfurter Buchmesse – ist es durchaus angebracht, mit diesem gesellschaftlich zur Zeit sehr aktuellen Thema einen weiteren Schritt in die Öffentlichkeit zu tun.

 

Die Sathya Sai Vereinigung ist auf der Welt größten
Buchmesse in Frankfurt auch 2008 präsent.

Auf dem Hintergrund einer gewissermaßen gesellschaftlichen Notwendigkeit ist ja auch ein öffentlicher Diskurs über die Religionen entstanden, der von Kirchen, Parteien und Verbänden unterstützt wird und einen entsprechenden Widerhall in den Medien findet. Die großen Weltreligionen werden zur besten Sendezeit in Fernsehserien vorgestellt, der „Spiegel“ widmet ein Sonderheft dem Thema „Weltmacht Religion“, ein Geo-Sonderheft titelt „Glaube und Religion“ und selbst ein so großer Kaffeeimporteur wie „Tchibo“ vertreibt in großer Auflage ein 140-seitiges Buch über die „Weltreligionen“. Dies sind nur einige Beispiele, die das gewachsene Interesse an Religion und Spiritualität belegen.

Aber auch in Ausstellungen wie dem „Projekt Weltethos“, initiiert von Prof. Dr. Hans Küng oder der Wanderausstellung „Phänomen Weltreligion“ der evangelischen Freikirchen in Deutschland versucht man, sich mit den Religionen auseinander zu setzen. Allerdings erschöpft sich die Darstellung der großen Weltreligionen nur allzu oft in deren äußerer Erscheinungsform und bemüht sich lediglich, den Toleranz-Gedanken hervorzuheben. Hier könnte Sai Babas Lehre von der grundlegenden Einheit der Religionen ein umfassenderes Verständnis vermitteln und somit aufklärend wirken.

Frage:
Was ist mit „aufklärend in Sai Babas Sinne“ gemeint?

Das Motto des Festivals „Gott hat viele Namen“ bewegt sich vielleicht auf den ersten Blick auf derselben Ebene der bloßen Präsentation der unterschiedlichen Religionen, es weist aber darüber hinaus eindringlich auf die Einheit der Religionen hin. Es geht nämlich weniger um die Verschiedenheit der Weltreligionen und damit „nur“ um den Toleranz-Gedanken, als vielmehr um die Einheit im Wesenskern aller Religionen. Dieser Einheitsgedanke kommt ja besonders zum Ausdruck, wenn man einzelne Aspekte in den Religionen vergleichend betrachtet. So werden auf dem Festival beispielsweise Themen wie „Beten“, „Mystik“, „Sakralbauten“, „Tod und Jenseitsvorstellungen“ oder „Ernährung“, wie sie sich in den einzelnen Religionen darstellen, in einer großen Ausstellung präsentiert. Sie soll zeigen, dass es selbst auf der pragmatischen Ebene des alltäglichen religiösen Lebens viele Ähnlichkeiten gibt, die schließlich in ihrer Summe den Einheitsgedanken untermauern.

Frage:
Reicht das Verstehen und Akzeptieren der Vielfalt der Religionen denn nicht aus?

Allerdings nicht! Die Wahrheit hinter dem Phänomen der Vielfalt der Religionen ist tiefgründiger und nicht mit oberflächlicher Reflexion zu erfassen. Der Toleranzgedanke, der ja auch schon seine Geschichte hat, hat das Konfliktpotential zwischen unterschiedlichen Gesellschaften leider nicht wirksam genug zu vermindern vermocht. Die Geschichte zeigt vielmehr, dass der Toleranzgedanke nur eine erste Annäherung an das ist, worum es wirklich geht: um die aller Verschiedenheit zugrundeliegende Einheit. Viele große Persönlichkeiten aus allen Kulturen und Zeitaltern haben das erkannt und versucht, ihrer Zeit zu vermitteln. Erinnert sei nur an die Felsenedikte von König Ashoka oder an Mahatma Gandhi in Indien oder an Nikolaus von Kues aus unserem Kulturkreis.

Frage:
Und was ist mit den Mystikern?

Den Mystikern aller Religionen kommt eigentlich ein noch stärkeres Gewicht zu, auch wenn sie oft in Zurückgezogenheit gelebt haben. Was immer sie (durchaus im religiösen Umfeld ihrer Zeit) erfahren haben – sie künden von der einen, alle weltliche Erkenntnis übersteigenden Erfahrung der Einheit, der „Unio Mystica“, die alle religiösen Unterschiede und theologischen Unterscheidungen als reine Illusionen erscheinen lässt.

Frage:
Welchen Stellenwert hat ein so komplex strukturiertes Festival nun für die Deutsche Sai Organisation selbst?

Festivals waren immer schon besondere Fixpunkte in der Sathya Sai Organisation. Im Falle des kommenden Festivals der Religionen ist das Motto „Gott hat viele Namen“ auch das Jahresthema 2008, so dass es in allen Gruppen und Zentren und auch auf regionalen oder nationalen Veranstaltungen bearbeitet wird. Diese ausführliche Beschäftigung mit einem wesentlichen Aspekt aus Sai Babas Lehre führt dazu, dass viele Devotees gewissermaßen zu Fachleuten in einzelnen Teilbereichen des Themas werden. Das kommt nicht nur kurzfristig dem Festival und seinen Beiträgen zugute, sondern stärkt ebenso die Qualität und das Wissen in der Organisation.

 

Öffentliche Informationsveranstaltung 
über das Festival in Wiesbaden
im März 2008

 

Vorbereitung des Festivals mit Devotees aus Hamburg im August 2008

Auf dem Hintergrund allgemeinen Bemühens um Qualität ist es auch verständlich, dass die Organisation mit dem Festival verstärkt in die Öffentlichkeit geht, um dem gesellschaftlichen Diskurs eine mehr spirituelle Ausrichtung zu geben. Spirituell meint hier: über die Formen der Religionen hinausgehend. Damit wurde schon früh begonnen. Nehmen wir als Beispiel unser Festivalplakat, das die Idee des Festivals sehr überzeugend vermittelt:

Das Festivalplakat

Es stellt stilisiert einen Sakralbau dar, auf dessen Spitze eine Weltkugel ruht. Von der Spitze und gewissermaßen aus der Weltkugel heraus, also aus unserer Erde, auf der die zahlreichen Religionen beheimatet sind, schlängelt sich ein rotes, breiter werdendes Band mit den Emblemen der großen Weltreligionen in ihrer historischen Abfolge. Der Sakralbau selbst ruht auf Sai Babas Worten „Alle Religionen suchen den einen und selben Gott, obwohl sie ihn mit verschiedenen Namen nennen mögen.“

In einer früheren Version war dieses Plakat für die Frankfurter Buchmesse 2007, auf der die Sathya Sai Vereinigung mit einem eigenen Stand vertreten war, entworfen worden. Damals standen thematisch die Heiligen Schriften der Weltreligionen im Vordergrund und den Sockel der Kuppel bildete ein stilisiertes Buch mit den Titeln ebendieser Schriften der Weltreligionen. Auf der folgenden Buchmesse 2008 dann wurde mit dem weiterentwickelten Plakat erstmals das geplante Festival der Öffentlichkeit vorgestellt.

Natürlich werden auch die organisationseigenen Kanäle wie Homepage, die „Sathya Sai Briefe“ oder Plakate und Flyer genutzt, die schon früh das Festival in den Gruppen und Zentren bekannt gemacht und sowohl Devotees wie auch Gäste angesprochen haben.

Frage:
Wie sieht nun der konkrete organisatorische Rahmen aus, in dem das Festival im nächsten Jahr in Köln stattfinden soll? Welche Informationen gibt es schon über das Programm?

Zunächst einmal haben wir uns wieder für Köln als Veranstaltungsort entschieden. Köln ist mit seinem weltberühmten Dom seit Jahrhunderten ein religiöses Zentrum in Deutschland und somit ein idealer Ort für ein "Festival der Religionen". Natürlich gehört auch eine Domführung in unser Programm.

Das Jugendgästehaus in Köln-Riehl gehört zu den größten Jugendherbergen Deutschlands und ist verkehrstechnisch auf allen Wegen gut zu erreichen. So haben wir wie schon 2004 hier wieder alle 400 Betten und 14 Tagungsräume für 4 Tage gemietet, und zwar am Pfingstwochen-ende 2009. 

Wir erwarten etwa 550 Teilnehmer und noch einmal ebenso viele Gäste, die sich in Workshops, Vorträgen und bei künstlerischen Darbietungen mit unserem Festivalthema intensiv auseinandersetzen können.

Über die verschiedenen Unterkunfts-möglichkeiten im Hause informiert die Unterseite "Anmeldung".

 
 

Die Jugendherberge in Köln-Riehl

 

Im Foyer des Hauses ist eine große Ausstellung zu sehen, die die Gemeinsamkeiten in den religiösen Grundannahmen aller Religionen thematisiert. Die 6 Weltreligionen selbst werden in Andachtsräumen präsentiert und mit ausführlichen Informationstafeln vorgestellt. Wir haben Vertreter und Kenner der großen Religionen zu Vorträgen eingeladen bzw. sie schon in die Vorbereitung mit einbezogen, um in diesem Punkt ein hohes Maß an Kompetenz und Qualität zu gewährleisten.

Das großzügige, neu gestaltete
Foyer der Jugendherberge

Unsere Öffnung hin zu mehr Öffentlichkeit geschieht aber ebenso organisationsintern. Wir laden diesmal auch die Devotees aus den Nachbarländern ein, vor allem aus Österreich, der Schweiz und den Niederlanden, mit denen wir ja schon international zusammen arbeiten.

Frage:
Gibt es schon erste Ergebnisse? Was geschieht hinter den Kulissen der Vorbereitung?

Die Sathya Sai Gruppe in Paderborn beispielsweise hat die Aufgabe übernommen, den Andachtsraum für den Hinduismus zu gestalten. Die sechs Andachtsräume der Weltreligionen sollen ja möglichst authentisch die Atmosphäre der jeweiligen Religion widerspiegeln, und so haben sich die Devotees in Paderborn mit der Leitung des größten Hindutempels in Europa, der in Hamm steht, in Verbindung gesetzt. Die dortigen Priester haben sich bereit erklärt, bei der Ausstattung des Andachtsraumes zu helfen und dann während des Festivals darin eine Puja durchzuführen.

Ein weiterer Schwerpunkt unseres Festivals sind die Vorträge von Vertretern der Weltreligionen, die darüber sprechen werden, inwieweit in ihrer Religion der Gedanke der Einheit hinter all den äußeren religiösen Formen vorhanden ist. Für den Islam beispielsweise konnten wir Sheikh Hassan von der „Osmanischen Herberge“ in der Eifel gewinnen. Er leitet dort das deutsche Zentrum des "Naqschbandi-Sufi-Ordens" und ist mit seinen spirituellen Beiträgen ein gefragter Gast in Funk und Fernsehen oder auch auf öffentlichen Veranstaltungen, auf denen spirituelle Fragen aus der Sicht unterschiedlicher Religionen thematisiert werden.

Zu erwähnen ist aber auch die vorbereitende Arbeit in den Gruppen und Zentren des Landes. Hier hören wir immer wieder, wie intensiv sich die Auseinandersetzung mit dem Thema „Gott hat viele Namen“ gestaltet. Viele Devotees schreiben uns, wie bereichernd für sie die Beschäftigung mit ihrem jeweiligen Arbeitsauftrag sei und dass sie Sai Babas Lehre immer tiefgründiger verstehen lernen. Es ist wirklich ein Segen für alle, sich über diesen langen Zeitraum mit einem Aspekt aus Seiner Lehre zu beschäftigen.

Planung des Eingangsbereichs zum Festival in Bonn

Aber auch die Kinder werden in die Vorbereitung mit einbezogen. So haben wir bereits während des letzten Sommerkurses im August 2008 mit einer Jugendgruppe „Stäbe der Weltreligionen“ hergestellt, die zum Festival vor dem Eingang zum Jugendgästehaus in Köln aufgestellt werden sollen. Eine andere Kindergruppe wird Tischkarten mit Tischgebeten aus den verschiedenen Religionen herstellen und dekorieren. Ich glaube, dass sich jeder deutsche Devotee in der einen oder anderen Weise in das Festival mit einbringt und es zu einem großen Sai-Familien-Fest machen wird.

  Sommerkurs 2008: Kinder und Jugendliche haben „Stäbe der Weltreligionen“ erarbeitet und vor der Jugendherberge in Linsengericht aufgestellt.

Stäbe der Weltreligionen

   

Frage:
Es sieht ganz so aus, als ob das Projekt Sai Babas Segen genießt. Gibt es da irgendwelche „Rückmeldungen“?

Wie man es nimmt. Wenn Ideen ohne langwierige intellektuelle Überlegungen einfach da und in einem Augenblick fast bis in alle Einzelheiten ausgearbeitet sind – dann ist man schon geneigt, von göttlicher Führung zu sprechen. Das war im Juni 2007 der Fall. Nur eine Woche später dann verabschiedete der Zentrale Kreis der deutschen Sai Organisation das Vorhaben, und noch während seiner Sitzung konnten wir telephonisch den Termin in Köln buchen! Alles Andere lief danach fast automatisch ab, so dass wir jetzt an die Ausarbeitung der Details gehen können. Bemerkenswert ist ferner, dass dieses Projekt von gut 500 Devotees deutschlandweit unterstützt und getragen wird.

Als wir dann im Juli 2008 mit einer größeren Gruppe Devotees zur Welterziehungskonferenz nach Prashanti Nilayam gereist waren, konnten wir am 25. Juli erleben, wie unser Zonenvorsitzender Thorbjörn Meyer Sai Baba den Festivalflyer überreichte. Er sah ihn sich an, ließ sich das Vorhaben erklären und segnete es schließlich mit einem von den Devotees immer sehr ersehnten leichten „Klaps“ auf den Flyer.

Phyllis Krystal wird zum Festival eingeladen

Frage:
Bei so viel Vorbereitungsarbeit wird es sicher auch Material geben, das noch über das Festival hinaus von Interesse sein kann?

Auch darüber haben wir uns schon früh Gedanken gemacht. Wir werden etwa 45 große Ausstellungstafeln (im Format DIN A-1) herstellen, die alle ein einheitliches Design erhalten und später als Wanderausstellung zur Verfügung gestellt werden. Ferner bringen wir eine Musik-CD mit Liedern aus den sechs Weltreligionen heraus. Es wird eine Film-DVD über das Festival entstehen und das nächste Sonderheft der Sathya Sai Briefe, das mit dem 111. Heft zu Weihnachten dieses Jahres erscheint, wird ganz dem Festival und seinem Motto gewidmet sein. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt von Nachhaltigkeit ist natürlich auch das Zusammenspiel innerhalb unserer deutschen Organisation, für die sich die gemeinsamen Anstrengungen für das Festival verbindend auswirken werden.

Frage:
Welches Ziel verfolgt die deutsche Sathya Sai Organisation letztendlich mit diesem Festival?

Wie wir gesehen haben, ist der Dialog der Religionen und Kulturen ein Konzept, das in heutiger Zeit mehr denn je vonnöten ist. Wie aber sollte es umgesetzt werden? Welcher Ansatz ist in der Lage, das festgefahrene Denken in den unterschiedlichen kulturellen Traditionen zum Dialog hin aufzubrechen? Ein Schlüsselbegriff könnte die „Einheit in der Vielfalt“ sein, von dem Sai Baba immer wieder spricht. Zwar wird diese Einheit von zahlreichen Menschen mit bester Absicht immer wieder beschworen, doch haben viele davon nur eine unklare Vorstellung. „Einheit“ bedeutet eben nicht den „einen Topf“, in den man all das Vielfältige hineinwirft, also was man gemeinhin als „Synkretismus“ bezeichnet, sondern vielmehr ein höheres gemeinsames Prinzip, das es im Zuge des Dialogs aufzudecken gilt. Die „Einheit in der Vielfalt“ ist ein philosophisches Konzept, das weit über den Toleranz-Gedanken hinausgeht.

Dieses Konzept beinhaltet einen Wechsel der Sichtweise. Wenn wir nur die Vielfalt religiöser Praktiken betrachten, die Buntheit religiöser Feste erleben oder die unterschiedlichen dogmatischen Anschauungen studieren usw., dann bleiben wir dem Dualismus verhaftet, der keine Einheit kennt; eine Lösung von Problemen ist hier nur scheinbar möglich. Erst wenn wir die Ebene wechseln und diese Phänomene ganzheitlich betrachten, kommen wir zu Erkenntnissen, die es uns ermöglichen, „Probleme“ im wahrsten Sinne des Wortes „aufzulösen“.

 Das Sarvasharmasymbol des deutschen Künstlers Peter Gielow

Und genau diese Sichtweise will das „Festival der Religionen“ in diesem Jahr mit seinen Beiträgen entfalten: Sai Babas Kerngedanken von der „Einheit der Religionen“, der sich so überzeugend im Sarvadharma-Symbol, der Lotossäule mit den Weltreligionen, darstellt.

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