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 Sathya Sai Babas Ansprache am 23.2.2009

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Sathya Sai Babas Ansprache an Shivaratri, 23.02.2009

 

Verkörperungen der Liebe!

Seit wir geboren sind, haben wir erlebt, dass jeder Tag zur Nacht wurde. Aber nicht all diese Nächte können Shivarâtri genannt werden. Die Menschen meditieren über die Herrlichkeit des göttlichen Namens, besingen sie, lauschen dieser Herrlichkeit und erfahren die Göttlichkeit Shivas, des Herrn. Da die gesamte Nacht in Meditation und mit dem Singen zur Ehre von Shivas göttlichem Namen zugebracht wird, wird diese Nacht Shivaratri genannt. Nicht nur diese Nacht, wann immer ihr die ganze Nacht in Meditation über den göttlichen Namen verbringt, ist diese Nacht gleichfalls Shivaratri.

Gott Shiva ist kein gesonderter Avatar. Tatsächlich sind Hari und Hara (Vishnu und Shiva) jenseits (der Reichweite) der eigenen Kontemplation. Sie sind jenseits des physischen Körpers. Viele Menschen kontemplieren über sie als Avatare mit einem physischen Körper, verehren sie in einer bestimmten Gestalt und entwickeln einen tiefen Drang, sie in einer spezifischen Form zu visualisieren. Aber wer hat dem Göttlichen diese Formen zugeschrieben? Mit Sicherheit haben sie (Vishnu und Shiva) sich nicht in diesen Formen inkarniert. Künstler wie Ravi Varma haben sie, auf der Grundlage bestimmter Beschreibungen in den Schriften und Puranas, entsprechend ihrer Vorstellung gemalt. Das ist alles!

Tatsächlich sind Vishnu und Shiva nicht auf eine physische Struktur begrenzt. Sie sind jenseits der Beschreibung. Sie sind formlos und eigenschaftslos. Gott ist eigenschaftslos, makellos, der höchste Wohnsitz, ewig, rein, erleuchtet, frei und die Verkörperung der Heiligkeit. Auch die Devotees sind es seit Jahrtausenden gewohnt, über jene Formen zu kontemplieren und diese zu verehren. Sie wollen Gott in jenen Formen schauen. Gott ist jenseits der Beschreibung und nicht auf eine bestimmte Form begrenzt. Kein Künstler, wie herausragend er auch sein mag, kann jemals Gottes Bild malen. Wie kann ein Künstler die Gestalt Gottes malen, der formlos ist? Jedoch nimmt Gott entsprechend den Wünschen der Devotees verschiedene Gestalten an. Wer immer Gott in der Form, die ihm gefällt, schauen möchte, dem zeigt sich Gott in jener Form. Das ist nur für jenen bestimmten Moment. Es ist nicht dauerhaft. Alle Gott zugeschriebenen Formen existieren nur zeitweilig. Das Göttliche ist jenseits von Name und Form.

Einst kam die Göttin Lakshmi zu Parvati (Shivas Gemahlin, A. d. Ü.) und wunderte sich:

O Gauri (ein anderer Name Parvatis)! Du bist sehr jung und Sambashiva ist alt,
seine Locken sind verfilzt und er trägt ein Tigerfell;
Er reitet auf einem Stier und ist ständig unterwegs,
Er ist mit Schlangen geschmückt.
Wie konntest du um ihn freien?
Weißt du das alles nicht?
Er hat kein eigenes Haus und schläft auf dem Friedhof.

Parvati, durch diese Bemerkungen zutiefst verstört, ging zu Shiva und fragte: „Du hast kein eigenes Haus. Du gehörst keiner bestimmten Kaste oder Sippe an. Außerdem bist du androgyn (ardhanarîshvara). Wie kannst du dich dann Gott nennen?“ Shiva antwortete, dass Gott jenseits von Name, Kaste und Abstammung ist. Dann wandte er sich Lakshmi zu und fragte: „O Mutter Lakshmi! Kennst du das Vorleben deines eigenen Ehemannes? Er ist ständig unterwegs, um seine Devotees zu schützen und hat keine Zeit für Essen und Schlaf. Falls er sich jemals hinsetzt, um etwas zu essen, betet irgendein Devotee wie Draupadi unterdessen: „O Gott Krishna! Ich bin in großen Schwierigkeiten. Bitte rette mich.“ Sofort lässt er sein Essen stehen und eilt los, um sie zu retten. Auf diese Weise ist er ständig unterwegs, um seine Devotees wie Narada oder Prahlada zu schützen. Wie konntest du um einen solchen Herrn freien, der nicht einmal Zeit zum Essen und Ausruhen hat?“ Dann stellte Shiva klar, dass Gott weder Name noch Form hat, er ist unwandelbar, er wird weder geboren noch stirbt er, er hat weder Anfang noch Ende, er ist ewig und die Verkörperung des Atman. Er betonte auch, dass es des Menschen Illusion ist, Gott einen Namen und eine Form zuzuschreiben. Der formlose Gott manifestiert sich mit einer bestimmten Form und einem bestimmten Namen, entsprechend den Wünschen der Devotees, um ihre Sehnsucht zu erfüllen.

Gott ist formlos und eigenschaftslos. Es sind die Devotees, die Gott Namen, Formen und Eigenschaften zuschreiben und dann zufrieden sind. Alle Namen und Formen sind flüchtig (anitya) und unwahr (asatya). Die einzige ewige und wahre Form Gottes ist der Atman. Alles in der Welt mag sich verändern, aber der Atman wird niemals eine Veränderung erfahren. Das gesamte Universum ist im Atman enthalten. Dies wird auch göttliches Bewusstsein oder Aham oder Brahman genannt. Die Menschen missverstehen diese ewige Wahrheit und schreiben ihr verschiedene Namen und Formen zu.

Wenn der formlose Gott eine Form annimmt, ist es für die Menschen natürlich, über diese Form zu meditieren und sie anzubeten. Wenn sie das tun, gibt es den Menschen große Zufriedenheit und sie erfahren Glückseligkeit dabei. Es ist in Ordnung, solange diese Form verbleibt. Wenn diese göttliche Form erst einmal zu existieren aufhört, was werdet ihr tun? Das Glück und die Glückseligkeit, die aus der Verehrung einer bestimmten Form Gottes entstehen, sind nur aus eurer Illusion geboren. Die physischen Hüllen dauern eine bestimmte Zeitspanne an und hören dann auf zu existieren. Später nimmt das Göttliche andere Formen an. Ihr seid zum Beispiel jetzt an diesen physischen Körper gebunden. Ihr verehrt diesen Körper und bezieht große Zufriedenheit und Glückseligkeit daraus. Aber nach einiger Zeit könnte dieser Körper verschwinden, wie die früheren Avatare. Ihr solltet dann nicht traurig sein. Wenn der göttliche Atman, der in diesem physischen Körper inkarniert ist, seinen ewigen Wohnsitz erreicht, ist das eine freudige Angelegenheit, keine traurige. Im Tretayuga kam der Rama-Avatar. Er ging ins Exil in den Wald und vernichtete etliche Dämonen, einschließlich des großen Dämonenkönigs Ravana. Schließlich ging er, als er seine avatarische Mission erfüllt hatte, in den Fluss Sarayu und verschwand. Das gleiche geschah mit Gott Krishna im Dvaparayuga, der seine sterbliche Hülle verließ, nachdem er vom Pfeil eines Jägers im Wald getroffen worden war. So sind die körperlichen Hüllen immer vergänglich und unwahr.

Dieser Körper besteht aus den fünf Elementen und wird früher oder später vergehen,
aber sein Bewohner kennt weder Geburt noch Tod.
Der Bewohner hat überhaupt keine Bindung und ist der ewige Zeuge.
Tatsächlich ist der Bewohner, der die Form des Atman hat,
wahrhaftig Gott .

Ihr solltet deshalb niemals den physischen Körper für dauerhaft halten. Die Körper erscheinen entsprechend der Zeit und den Umständen. Wenn die vorgeschriebene Zeit abgelaufen ist, verschwinden sie einfach. Sogar die durch den physischen Körper gemachten Erfahrungen verschwinden. Angenommen, ihr haltet die physischen Körper für wahr; wenn ihr jetzt den Darshan Gott Krishnas vom Dvaparayuga haben wollt, wie soll das geschehen? So lange er in jenem Körper lebte, erschien er in Mathura, Brindavan, Gokul, Dwaraka etc. und machte die Menschen mit seinem Darshan, Sparshan und Sambhasan (Anblick, Berührung, Gespräch) glücklich. Nehmt das Beispiel einer elektrischen Glühbirne. Jede Birne hat eine besondere Wattzahl, die eine begrenzte Zeitspanne funktioniert. Die Avatare gleichen diesen Glühbirnen. Gott hat sich über eine Zeitspanne hinweg in der Form verschiedener Avatare inkarniert. Ihr solltet nicht an die physische Gestalt eines bestimmten Avatars gebunden sein, sondern eher an das formlose, eigenschaftslose Höchste Göttliche (parabrahman), das sich in verschiedenen Zeitaltern als verschiedene Avatare inkarnierte.

Ihr wurdet als Säugling geboren und seid zum Kind, Jugendlichen und älteren Menschen herangewachsen. All diese verschiedenen Lebensstadien gelten nur für eine begrenzte Zeitspanne. Aber ihr, als Individuum, existiertet in all den verschiedenen Stadien. Die Avatare kommen, erfüllen ihre Mission und verschwinden. Ihr müsst deshalb über das Göttliche meditieren, das wahr und ewig ist.

Die spirituelle Disziplin umfasst drei Aspekte: Konzentration, Kontemplation und Meditation. Momentan ist euer Blick auf diese Form fixiert, das ist Konzentration. Wenn diese Form sich nach einiger Zeit wegbewegt, schaut ihr weiterhin mit eurem geistigen Auge auf diese Form, das ist Kontemplation. Als Ergebnis dieser Übung prägt sich diese Form eurem Herzen dauerhaft ein. Das ist Meditation. Wenn ihr weiterhin so meditiert, bleibt die Form permanent in eurem Herzen. Ihr beschränkt gegenwärtig euer Sadhana nur auf Konzentration und Kontemplation. Diese zwei Stadien sind bloß vorübergehend. Es ist wahr, der erste Schritt in eurer spirituellen Disziplin ist Konzentration. Die Konzentration muss in Kontemplation und später in Meditation übergehen. In diesem Endstadium der Meditation werdet ihr weiterhin die Form Gottes visualisieren, sogar wenn ihr eure Augen schließt. Die alten Rischis wendeten diese Form der Meditation an. Das ist der Grund, warum Gott sich vor ihnen manifestierte, wann immer sie es wünschten, mit ihnen sprach und ihre Wünsche erfüllte.

Das formlose, eigenschaftslose Parabrahman ist unwandelbar und ewig. Es repräsentiert die höchste Wirklichkeit. Es ist unter verschiedenen Namen wie Rama, Krishna, Sai usw. bekannt. Macht keinerlei Unterscheidung zwischen den Namen, denn Parabrahman ist jenseits von Namen und Formen. Verankert diese höchste, endgültige Wirklichkeit auf dem Altar eures heiligen Herzens und meditiert über sie.

Manche Menschen neigen dazu, die Schriften und Puranas falsch zu interpretieren, so wie es ihnen passt und ihren selbstsüchtigen Zielen genehm ist. Eine kleine Geschichte hierzu: Einst gab ein Hochstapler sich als entsagender Wandermönch aus, stand vor einem Haus und bettelte mit den Worten: Bbhavati bhiksham dehi – ich bin hungrig, bitte gib mir zu essen“, um Nahrung. Die Hausfrau hörte seine Bitte, kam nach draußen und sagte zu ihm: „Bitte geh zum Fluss, nimm ein Bad und komm zurück. In der Zwischenzeit werde ich das Essen für dich bereitstellen.“ Da zitierte der „Mönch“ eine Zeile aus den Puranas: „Das beständige Rezitieren des Namens Govinda zählt so viel, wie ein Bad zu nehmen.“ Sofort erkannte die Hausfrau, dass die vor ihrer Tür stehende, um Essen bettelnde Person kein wahrer Entsagender war und erwiderte: „Lieber Sohn! Das unaufhörliche Rezitieren des Namens Govinda kommt einer Mahlzeit gleich. Du kannst gehen.“

Es heißt, das Gesicht sei ein Hinweis auf die geistige Verfassung (mind). Das Gesicht spiegelt unsere inneren Gedanken und Gefühle wider. Wenn der sogenannte Mönch in dieser Geschichte wirklich an die Herrlichkeit des göttlichen Namens geglaubt hätte, hätte er ein Bad nehmen sollen, bevor er um Essen bat. Er war ein Faulpelz. Er wollte essen, um seinen Hunger zu stillen, war aber nicht geneigt, sich vor dem Essen zu waschen. Ihr solltet solchen Betrügern niemals Glauben schenken.

Manche Menschen sitzen still, schließen die Augen und behaupten, sie würden meditieren. Das ist keine Meditation. Sie mögen still sitzen, aber ihr Geist wandert vielleicht umher und denkt an alles Mögliche. Nur wenn der Geist fest ist und unerschütterlich auf die höhere Wirklichkeit fixiert ist, kann man von Meditation sprechen. Meditation ist das Stadium, welches auf Kontemplation folgt. Ein kleines Beispiel: Ihr habt euch bei den halbjährlichen Prüfungen vielleicht die besten Noten gesichert, aber das berechtigt euch noch nicht zu einem Diplom. Erst nachdem ihr die Abschlussprüfungen bestanden habt, seid ihr berechtigt, ein Diplom zu erhalten. Kontemplation und Meditation sind den halbjährlichen und den Abschlussprüfungen vergleichbar. So repräsentiert Spiritualität ein höheres Stadium im Leben. Heutzutage sind die Menschen damit beschäftigt, physischen und weltlichen Dingen hinterherzurennen und vergessen moralische und spirituelle Ziele. Wie können sie dann spirituellen Fortschritt erlangen? Wenn man eine spirituelle Erfahrung haben will, muss man die nötige Kraft erlangen, um die Abschlussprüfungen abzulegen. Zu sagen: „Dies ist mein Körper, mein Haus, mein Eigentum“ usw., repräsentiert den physischen Aspekt. Wenn ihr sagt: „Dies ist mein Körper“, bedeutet es, dass „mein“ gesondert ist. Das heißt, ihr seid von eurem Körper verschieden. Dasselbe gilt, wenn ihr „meine Gedanken“ (mind), „mein Intellekt“ (buddhi), „meine Psyche“ (citta) usw. sagt. Es bedeutet, sie sind alle von euch verschieden. Demzufolge ist eure wahre Natur das Ich, welches von allem, was ihr „mein Körper, mein Geist, mein Intellekt“ nennt, verschieden ist. Ihr müsst all euere Handlungen (karman) opfern. Das bedeutet, ihr solltet eure Handlungen mit der Einstellung durchführen: Verrichtet alle Handlungen im Geist der Hingabe an Gott. Nur dann werdet ihr unsterblich werden.

Wenn ihr den wahren, ewigen Zustand erreichen wollt, müsst ihr das Atmanprinzip verwirklichen. Allein die Upanischaden beschäftigen sich ausführlich mit Atmatattva, nicht die Epen wie Bhagavatam und Ramayana. Dasselbe Atmatattva, das ist dieselbe höchste Realität, inkarniert sich von Zeitalter zu Zeitalter, um Dharma wiederherzustellen, wann immer es einen Niedergang erfährt, so wie es in der Bhagavadgita verkündet wird:

Oh Arjuna: Wann immer Dharma verfällt und Adharma (Rechtlosigkeit) sein Haupt erhebt, inkarniere ich mich von Zeitalter zu Zeitalter, um Dharma wieder einzusetzen.

Verankert Gott auf dem Altar eures heiligen Herzens und meditiert beständig über ihn. Haltet unerschütterlich an ihm fest, trotz allen Leids, aller Schwierigkeiten und Schicksalsschläge, die euch vielleicht widerfahren. Sie belästigen euren Körper, nicht aber euch. Denn ihr seid vom Körper getrennt. Der Körper ist wie eine Schachtel, in die Gedanken- und Gefühlswelt, Intellekt, Psyche, Sinne und innere Antriebskraft gepackt sind. Wir kultivieren, durch unseren Kontaktes mit der äußeren Welt, Eigenschaften wie Zorn, Eifersucht, Neid, Stolz usw. Erst wenn wir uns von diesen Eigenschaften befreien, erleben wir Frieden. Wir müssen deshalb unsere spirituelle Disziplin mit Wahrheit und Dharma beginnen. Wenn Wahrheit und Dharma sich vereinen, wird Friede, Shanti, herrschen. Friede erzeugt Liebe. Wo Friede ist, kann kein Hass sein. Wenn wir jemandem gegenüber Hass entwickeln, bedeutet das, dass die Quelle der Liebe in unserem Herzen vertrocknet ist. Wenn in unserem Herzen Liebe ist, werden wir nicht zornig, selbst wenn jemand uns beschuldigt. Normalerweise sind uns alle gleichgültig, wenn wir zornig sind. Viele Leute sprechen schlecht über mich, klagen mich an und plagen mich sogar. Aber es stört mich nicht. Ich bin immer glücklich und glückselig. Das ist wahre Liebe. Wo Zorn, Hass und Eifersucht sind, dort ist keine Liebe. Wir sollten deshalb immer dem Motto folgen: „Liebe alle, diene allen!“ Die Grundlage, auf der diesem Prinzip zu folgen ist, ist Wahrheit und Dharma. Sprecht immer die Wahrheit und folgt Dharma.

Entgegen diesem Prinzip halten die Leute heutzutage viele Vorlesungen über Dharma, ohne selber den Weg des Dharma zu gehen. Unter solchen Umständen kann Dharma nicht überleben. Es heißt: Es gibt kein größeres Dharma, als die Wahrheit zu sprechen. Wahrheit und Dharma sind wie die zwei Arme, zwei Beine und zwei Lippen im menschlichen Körper. Nur wenn die zwei Lippen zusammen arbeiten, kann ein Mensch sprechen. Entsprechend herrscht nur dann Friede, wenn Wahrheit und Dharma zusammenkommen. Wo kein Dharma ist, dort kann keine Liebe sein. So bilden Wahrheit und Dharma die Grundlage für alle anderen Werte wie Friede, Liebe und Gewaltlosigkeit.

(Bhagavan singt den Bhajan „Prema mudita“ und fährt mit seiner Ansprache fort:)

Verkörperungen der Liebe!

Meditiert immer über den göttlichen Namen, übt nicht nur Kontemplation, sondern Meditation. Diese Meditation sollte mit Liebe zu Gott geschehen. Ohne Liebe wird eure Meditation nicht das gewünschte Ergebnis erreichen. Eure Liebe zu Gott sollte Tag und Nacht kontinuierlich sein. Es kann geschehen, dass, wenn ihr zu Gott um die Erfüllung eines Wunsches betet und die Dinge entgegengesetzt verlaufen, ihr wütend werdet und Hass auf ihn entwickelt. Aber das hat nichts mit Spiritualität zu tun. Eure innewohnende Natur und Liebe zu Gott sollte niemals einen Wandel erfahren. Ihr solltet damit fortfahren, euch an den göttlichen Namen zu binden. Das ist wirkliche Meditation. Wenn ihr in tiefer Meditation seid, sollte nichts in der äußeren Welt für euch sichtbar sein, sogar wenn ihr eure Augen öffnet.

Ein anderer Aspekt, in dem ihr sehr achtsam sein müsst, ist euer Reden. Zu viel reden ist sehr schlecht. Ergeht euch nicht in übermäßigem Reden. Versucht, eure Natur zum Besseren zu verändern. Bewahrt so weit wie möglich Schweigen und seid still. Sprecht so viel wie nötig ist. Antwortet auf den Punkt. Wenn ihr mehr sprecht, werdet ihr als Quasselstrippe gebrandmarkt werden. Zu viel reden ist nicht gut, sogar vom gesundheitlichen Standpunkt aus. Das ist sehr wichtig, vor allem was Kinder betrifft. Ihr müsst von jungen Jahren an euren Geist beständig halten. Nicht das Studieren von Lehrbüchern ist wichtig, sondern euren Geist zu festigen. Lehrbücher könnt ihr immer lesen, im Klassenzimmer, im Wohnheim usw.

Seid ihr glücklich? (Alle Studenten antworten einstimmig, sie seien glücklich).

(Bhagavan beendet seinen Diskurs mit den Worten:)

Seid immer glücklich, glücklich, glücklich!

Übersetzung der vom Sri Sathya Sai Sadhana Trust, Publications Division, herausgegebenen, gedruckten englischen Fassung der Ansprache. S. B., Prashanti Nilayam.

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