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 Sathya Sai Babas Ansprache am 07.07. 2009

Ansprache in PDF Format

Sathya Sai Babas Ansprache am 7.7.2009, Gurupurnima

 

Verkörperungen des göttlichen Selbst!

Heute Morgen war keine Zeit, um über diese Menschen zu sprechen[1]. Seit unser Krankenhaus (das Super Speciality Hospital in Puttaparthi, A. d. Ü.) seine Tätigkeit aufnahm, hat Appa Rao dort ständig als Rechnungsprüfer gearbeitet. Vierzehn Jahre lang arbeitete er hart, Tag und Nacht. Ich bin mit seiner Arbeit zufrieden. Er kam mit der alleinigen Absicht hierher, selbstlosen Dienst zu leisten, und aus keinem anderen Motiv. Das Super Speciality Hospital befand sich in seinen Anfangsstadien, und deshalb gab es Tag und Nacht jede Menge Arbeit. Er musste sich allein um alles kümmern: die Pakete mit Medizin in Empfang nehmen, sie überprüfen und aufschreiben. Obwohl er nicht aus dem medizinischen Bereich kam, arbeitete er unermüdlich, und kümmerte sich zusätzlich noch um Patienten. Er ist äußerst gewissenhaft im Überprüfen aller Details. Er hat zur vollen Zufriedenheit gearbeitet. Diese ganzen vierzehn Jahre lang hat er nie nach etwas verlangt. Er hat nicht einmal einen Paisa angenommen. Heutzutage verdient jedermann im Krankenhaus zwanzig bis dreißigtausend Rupien, aber er hat kein Geld genommen. Er musste täglich viele Male die Treppen auf und absteigen, während er sich um Lager, Patienten, Krankenschwestern und außerdem um die Ärzte kümmerte. Er hat sich, ganz auf sich gestellt, um so viele Dinge gekümmert und sich niemals bei mir beklagt. Er hat sich angepasst. Seine Arbeit war niemals unzureichend. Ich selbst pflegte ihn hin und wieder zu sehen, um mich nach seiner Arbeit zu erkundigen. Wir sollten einem so ergebenen Mitarbeiter unseren Dank ausdrücken. Mit viel Mitgefühl sagte ich zu ihm: „Appa Rao, die Anzahl der Patienten, die zu unserem Krankenhaus kommen, ist jetzt um Tausende gestiegen. Geistig bist du natürlich sehr wach, aber körperlich bist du schwach. Ruhe dich deshalb zuhause aus. Du bist gekommen, um Swami zu dienen. In deinem Dienst lag keinerlei Mangel.“

Auch seine Frau stützte ihn und kümmerte sich zuhause gut um ihn; sie sorgte sehr gewissenhaft für sein Essen und andere Bedürfnisse. Er ist es nicht gewohnt, draußen zu essen. Deshalb schickte sie ihm, wenn nötig, sein Essen zum Krankenhaus. Appa Rao hat sich außerdem in vielerlei Hinsicht um Arme gekümmert. Bei vielen Herzoperationen hat er den Armen geholfen, und solchen Herzpatienten sogar nach ihrer Entlassung kostenlose Arzneien nach Hause geschickt. Er arbeitete sehr hart. Sein Einsatz rührte mein Herz. Wie können wir so eine Person, die so hart gearbeitet hat, entlassen? Jeder, auch die Studenten, suchte seine Hilfe. Ich sage oft zu unseren Studenten: „Hilf immer, verletze nie.“

Wir nehmen von niemandem auch nur einen Paisa für unsere medizinischen Dienstleistungen. Unser Krankenhaus gibt immer und nimmt nie. Er leistete Seva in dem Empfinden: „Dies ist mein Krankenhaus, es ist das Krankenhaus von meinem Swami.“ Er betrachtete das Krankenhaus als sein eigenes und diente ihm selbstlos. Auch wenn ich körperlich abwesend war, half ich ihm bei allem, was er tat. Da dies unser erstes Super Speciality Hospital war, musste er sehr hart für dessen Entwicklung arbeiten. Später wurde ein weiteres Super Speciality Hospital in Bangalore errichtet. Hier in unserem Krankenhaus gibt es auch eine orthopädische Abteilung. Appa Rao hat sich um all dies gekümmert. Mir gefiel seine Arbeit. Zuvor arbeitete er für die Regierung. Auch da leistete er gute Dienste. Weil er seine ganze Erfahrung zum Wohle unseres Krankenhauses einsetzte, sind wir heute hier zusammengekommen, um ihn zu ehren.

Sein jüngerer Bruder Murthy ist Elektroingenieur. Er arbeitet ebenfalls bei uns. Wann immer ein Elektrizitätsproblem auftaucht, wird er angerufen, und er kümmert sich sofort darum. Selbst nachts ist er stets bereit, Dienst zu leisten. Der jüngste Bruder Lakshminarasimhan arbeitete in unserer Universität als Registrator. Auch er wird älter und braucht ein wenig Ruhe. Er hat nicht geheiratet und ist deshalb nicht gebunden. Er hat sich völlig unserer Universität gewidmet. Zuerst schloss er sich den Sevadals an und erarbeitete sich dann einen Doktor der Philosophie in der Absicht, an unserem College mitzuarbeiten. Diese drei Brüder haben guten Dienst geleistet. Sie waren für uns sehr hilfreich, trotz der vielen Schwierigkeiten, denen sie zu begegnen hatten.

Nanjundaiah ist Kontrolleur der Prüfungen gewesen. Er ist sehr freundlich zu allen Studenten gewesen. Er hat Tag und Nacht gearbeitet, um die Prüfungsergebnisse rechtzeitig zu veröffentlichen. Er ruhte niemals aus, nicht einmal für eine Weile. Sogar wenn er Fieber hatte, befasste er sich mit der Korrektur von Papieren. Alle verließen sich auf ihn. Er musste große Mühe auf sich nehmen, um die Ergebnisse an die Colleges in Anantapur und Bangalore zu schicken. Wir waren sehr besorgt über die Schwierigkeiten, die er zu überwinden hatte. Seine Frau hat sich zuhause ebenfalls gut um ihn gekümmert, ihm rechtzeitig Essen zubereitet und gewissenhaft für seine anderen Bedürfnisse gesorgt.

Die Universität ist jetzt sehr groß geworden. Wir erhalten mehr Bewerbungen als andere Einrichtungen. Vom großen Beamten bis zum kleinen Angestellten, hegen in Indien alle große Achtung für unsere Institutionen. Ob es sich um das Krankenhaus oder die Universität handelt, für die in unseren Institutionen geleisteten Dienste wird kein Geld genommen. Wir kennen nur Geben. In den Sai-Organisationen gibt es nur Geben und kein Nehmen. Wir ernannten kürzlich ein Komitee, um die Wirkungsweise des Krankenhauses zu überwachen und für die notwendige Hilfe und Führung zu sorgen. Wir haben auch neue Apparaturen angeschafft. Wir haben sogar notwendige Ausrüstungen aus dem Ausland importiert. Wir haben eine Vielfalt Bücher in unserem Bestand. Die Universität hat viele Doktoren der Philosophie hervorgebracht. Auch in diesem Jahr erhielten 14 Forscher Ph.D. (Doktor der Philosophie) Abschlüsse.

Die Studenten haben großes Vertrauen in diese zwei Personen. Beide sind uns in Bezug auf die Krankenhausdienstleistungen und Bildungsaktivitäten sehr hilfreich gewesen. Die gesamte Verantwortung lag auf ihren Schultern. Sie schickten mir regelmäßig Briefe, wenn ich nicht hier war. Ich pflegte jedes Detail mit ihnen zu besprechen. Ich erkundigte mich bei Nanjundaiah nach den Prüfungsergebnissen. Sie waren immer gut. Wir haben jetzt beschlossen, die beiden nicht länger mit diesen Aufgaben zu belasten. Heute danke ich ihnen und segne sie. Diese zwei stechen hervor unter jenen, die sich sehr um unsere Institutionen bemüht haben. Deshalb ist Swami, wo immer sie sind, stets bei ihnen und führt und beschützt sie. Sie kamen nur um Swamis willen hierher. Deshalb will ich ihnen Wohnungen geben und sie hier behalten. Genauso wie sie sich um die Patienten und Studenten kümmerten, will ich, dass sie beide auch in Zukunft die notwendige Führung geben und den Neuankömmlingen in den jeweiligen Bereichen helfen. Von diesen beiden ist viel zu lernen. Was leistet diese Organisation für die Gesellschaft? Wie läuft es? Welche Verantwortung tragen sie diesbezüglich? Diese Details sollten den Neuankömmlingen vermittelt und ihnen die nötige Begeisterung und Motivation eingeprägt werden.

Die Universität wurde zuerst nur mit unteren Studienabschlüssen begonnen. Jetzt sind Studien bis zur Ebene des Doktors der Philosophie möglich. Unsere Universität und Krankenhäuser werden jetzt als die besten in Indien angesehen. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ihr viel zu diesem Ruf und Ruhm beigetragen habt. Ihr gehört immer zu mir. Ihr habt nie gemeint, ihr würdet für das Krankenhaus oder die Universität arbeiten. Ihr habt mit dem Empfinden gearbeitet: „Es ist unseres, es ist von unserem Swami.“ Aus diesem Grund erhielten wir alle ersten Preise für die Colleges und einen herausragenden Ruf für unsere Krankenhäuser. Sogar diese Information wurde nur durch Zeitungen bekannt; wir haben es niemals auf irgendeine Weise öffentlich verkündet. Unsere Krankenhäuser und Universität sind in der Tat sehr berühmt geworden. Die Studenten haben von solchen Menschen viel gelernt und sind zu großen Höhen aufgestiegen. Viele von ihnen, die Doktoren der Philosophie sind, sind hier angestellt worden, um diese Institutionen zu führen. Jetzt sind zusätzlich zu den herkömmlichen Fakultäten wie B. Com., B. Sc., M. Com., M. Sc. , Ph. D., zahlreiche neue Fachrichtungen eingeführt worden. Es gibt viele würdige Studenten, die an anderen Schulen und Universitäten keine Zulassung finden können, und die mit großer Hoffnung nach uns um Hilfe Ausschau halten. Ich wies unsere Behörden an, auch solche Studenten aufzunehmen. Wir haben keinerlei selbstsüchtiges Motiv. Es ist nur in Rücksicht auf die Not der Eltern. Sie haben uns die Verantwortung übergeben, uns um das Wohlergehen und den Fortschritt ihrer Kinder zu kümmern.

Beiden, Appa Rao und Nanjundaiah, muss die Aufgabe übertragen werden, mit wachsamen Augen über die Angelegenheiten dieser Institutionen zu wachen. In anderen Institutionen müssen Neuzugänge Geld zahlen und Bescheinigungen in Empfang nehmen. Aber unsere Krankenhäuser und Universität haben solche Dinge niemals zugelassen. Hier ist alles kostenlos, kostenlos, kostenlos. Die Leute fragen sich, wie wir, mit so vielen Neuzulassungen, diese Institutionen managen können, ohne auch nur einen Paisa zu nehmen? Sie kommen, wenn wir sie aufnehmen, nur in ihrer Kleidung. Wir geben allen Zutritt, eingeschlossen jenen, die nur mittelmäßige Noten haben, und entwickeln sie zu erstklassigen Studenten.

In anderen Krankenhäusern müssen Patienten Tausende (genau genommen Hunderttausende, A. d. Ü.) Rupien für Herzoperationen ausgeben. Aber wir berechnen ihnen nicht einmal einen Paisa. Für uns sind Liebe und Hingabe wichtig, und nichts anderes. Von Liebe zu Liebe, von Herz zu Herz. Nur das suchen wir. Es gibt ihnen allen große Freude. Viele Patienten kommen aus Nepal und Bhutan zur kostenlosen Behandlung. Bei diesem Unterfangen müssen auch die Studenten den Ärzten und anderen Angestellten die nötige Hilfe erweisen. Unser Krankenhaus und die Institute sind seit zwanzig Jahren auf diese Weise gefördert worden. Diese Richtung muss auch in Zukunft beibehalten werden. Ohne von irgendjemandem etwas zu erbitten, haben wir für jedes Institut Festanlagen in der Größenordnung von 200 bis 300 Millionen Rupien gemacht (20 bis 30 crore; ein crore sind zehn Millionen, A. d. Ü.), und die Institutionen werden von den Zinsen aus diesen Festanlagen getragen. Ich habe diesbezüglich die notwendigen Vorkehrungen getroffen. Wir zahlen die gleichen Gehälter wie die Regierung. Die Studenten in unseren Instituten oder die Patienten in unseren Krankenhäusern brauchen sich um nichts zu sorgen. Wir kümmern uns um alles.

Ihr müsst euch bemühen, jeden glücklich zu machen. Macht eure Eltern glücklich. Helft euren Eltern. Eltern werden, wenn sie nicht genug Geld haben, ins Altersheim gebracht. Das ist nicht richtig. Ihr müsst euren alten Eltern die notwendige Unterstützung verschaffen. Es ist eure eigene Verantwortung, euch um eure Eltern zu kümmern. Auch wenn Swami sich um eure Ausbildung und andere Bedürfnisse kümmert, ist der Aspekt der Fürsorge für eure Eltern eure eigene Verantwortung. Die Eltern sollten nicht in Altersheime geschickt werden. Ihr müsst sie bei euch behalten und ihnen dienen. Ihr müsst hart arbeiten und euch gut um sie kümmern. Ihr braucht für sie keine speziellen Speisen zubereiten. Es genügt, wenn ihr ihnen geben könnt, was ihr selber esst.

Sobald sie die Prüfungen bestehen und einen Abschluss erhalten, machen sie sich auf die Suche nach Anstellungen.

Wenn alle Frauen sich draußen Anstellungen suchen,

Wer wird sich dann um ihre Haushaltspflichten kümmern?

Wenn sie hinausgehen, um die Kinder anderer zu unterrichten,

Wer wird dann ihre eigenen Kinder lehren?

Wenn Ehemann und Ehefrau ins Büro gehen,

Wer kümmert sich dann um ihre Kinder?

Manche Menschen werden um das häusliche Essen gebracht, weil niemand zu Hause ist, um Essen zu kochen. Also essen sie, was immer sie erhalten, und verderben auf diese Weise ihre Gesundheit. Für eine Frau, die in einem Amt oder Büro angestellt ist, gibt es kein Glück. Diese Frauen verbringen ihre Zeit in irgendwelchen Klubs. Sie nehmen keinerlei Rücksicht auf ihre Kinder zu Hause und darauf, dass sie rechtzeitig Essen bekommen. Man sollte der Fürsorge für die Kinder Priorität einräumen.

Ein Beamter ruft zuhause an und sagt dem Koch: „Wir haben heute zu Hause eine Teeparty geplant. Triff alle Vorkehrungen für die Party.“ Aber im Haus sind weder Tee, noch Zucker, noch Zutaten, um Chapatis oder Pakodas zuzubereiten. Das sind die zu Hause vorherrschenden Zustände. Darüber hinaus wird die Gesundheit der Kinder durch unregelmäßige Essgewohnheiten und Mangel an elterlicher Fürsorge verdorben. Sie trinken verseuchtes Wasser und verderben ihre Gesundheit, weil niemand zu Hause ist, der sie anleitet. Warum sollte die Ehefrau draußen arbeiten gehen? Wenn sie zur Schule geht, um andere Kinder zu unterrichten, wer wird ihre eigenen Kinder lehren? Also ist es eure Pflicht, euch um eure Kinder zu kümmern. Wenn ihr eure eigenen Kinder unterrichten könnt und sie gut aufzieht, kommt das dem Verdienen eines guten Gehalts gleich. Es tut einem leid, den Zustand einer Frau zu sehen, der es nicht gelingt, sich um ihren Mann und ihre Kinder zu kümmern. Es genügt, wenn ihr in der Lage seid, euren Kindern rechtzeitig gutes Essen zu geben und euch um ihre Gesundheit zu kümmern. Wenn ihr Stellungen annehmt und eure Kinder zu Hause lasst, wird euer gesamtes Einkommen für Köche, Babysitter und Putzfrauen verbraucht. Der Haushalt wird schlecht geführt. Was ihr für den Koch, die Aufsicht und andere ausgebt, wird am Ende mehr sein als das, was ihr verdient. Ihr könnt so viel Geld sparen, wenn ihr eure Arbeit selber macht. Diese Lebensweise müssen alle Frauen annehmen.

Auch die Kinder sollten lernen, zu Hause die notwendige Hilfe zu leisten. Sobald ihr nach Hause kommt, findet heraus, was da ist und was nicht. Was wird sofort gebraucht? Wenn nicht genug Wasser da ist, sollte der Junge nicht still sein. Er sollte sofort mit einem Behälter loseilen und Wasser von der verfügbaren Quelle holen. Er sollte nicht das Gefühl haben: „Ich bin gebildet. Warum sollte ich Wasser tragen?“ Familienleben beinhaltet derlei häusliche Pflichten. Die Studenten müssen lernen, wie sie die Eltern glücklich machen können. Die Pflicht der Eltern liegt darin, sich um ihre Kinder zu kümmern. Das ist die Erziehung, die für jeden wesentlich ist. Nachdem man den Titel eines Doktors der Philosophie erhalten hat, muss man nicht weit weg gehen, um tausend Rupien extra zu verdienen. Wenn ihr euch um eure Kinder kümmert und euren Eltern dient, ist das bereits ein großer Reichtum. Heutzutage werden Eltern wie Dienstboten behandelt. Es genügt, wenn ihr euch um eure Eltern, eure Kinder und die Familie kümmert. Das ist wahre Bildung. Erstklassig abzuschneiden und um eine Anstellung zu ringen, ist kein weises Handeln. Welche Anstellung ihr auch annehmt, ihr müsst euren Eltern helfen. Das ist es, was ihr lernen müsst.

Die Studenten müssen Menschen wie Appa Rao nacheifern. Hilf immer, verletze nie. Dies sind die guten Eigenschaften, die ihr im Sri Sathya Sai College lernen solltet. Wann immer ein armer Mensch zu euch kommt, müsst ihr ihn zuerst speisen, und, falls notwendig, sogar eure eigene Mahlzeit opfern. Statt einen Klub aufzusuchen und dort Geld auszugeben, ist es besser, dieses Geld für die Armen zu verwenden. Es ist notwendig, dass ihr gute Eigenschaften und Gewohnheiten lernt, damit ihr die Gesellschaft verbessern könnt.

Als Erstes müsst ihr Liebe zu Gott, Furcht vor Sünde und Moral in der Gesellschaft entwickeln. Schlechte Eigenschaften müssen eingedämmt und Ethik muss in der Gesellschaft gefördert werden. Wenn die Moral verloren geht, was nützt dann jegliches Ausmaß an sozialem Dienst, den ihr leistet? Dies sind die Lektionen, die ihr lernen müsst. Wenn ihr dem Weg der Älteren wie diesen folgt, könnt ihr im Leben unglaubliche Freude und Gutes ernten. Dasselbe gilt auch für die Mädchen. Ihr müsst von den Eltern die Aspekte des Dienens lernen und sie in die Tat umsetzen. Wenn ihr eure Eltern glücklich macht, werden eure Kinder euch glücklich machen. Was ist unter Moral zu verstehen? Es bedeutet nicht nur, Geld zu verdienen und auf der Bank anzulegen. Ihr müsst es vermeiden, euren Eltern Umstände zu bereiten. Wenn ihr Liebe zu Gott habt, werdet ihr Furcht vor Sünde haben. Nachdem ihr Moral erlangt habt, könnt ihr dazu übergehen, der Gesellschaft im Allgemeinen zu dienen. Wenn ihr unfähig seid, Gottes Liebe zu erlangen, wie könnt ihr dann erwarten, die Liebe der Menschen zu gewinnen? Ihr müsst euch einen solchen Ruf in der Gesellschaft erwerben, dass die Menschen von euch als einer guten, hilfsbereiten Person sprechen. Ihr müsst von euren Eltern lernen, wie man hilft.

Als Erstes geht es darum, Liebe zu Gott, Furcht vor Sünde und Moral in der Gesellschaft zu entwickeln. Wie kann Moral erlangt werden, während man sich in sündhaften Handlungen ergeht? Wenn ihr Älteren begegnet, dann respektiert sie immer und dient ihnen. Heute ehre ich solch gute Menschen, damit ihr versuchen werdet, sie nachzuahmen. Das ist es, was mir Glück bereitet. Kümmert euch zuerst um eure Kinder zu Hause und macht eure Eltern glücklich. Wie könnt ihr glücklich sein, während eure Eltern unglücklich sind? Wenn ihr heute eure Eltern liebt, werdet ihr morgen von euren Kindern geliebt werden. Ihr könnt nur dann gebildet genannt werden, wenn ihr diese zwei Dinge lernt. Ihr mögt hohe Abschlüsse erlangen, aber wer wird euch lieben, wenn ihr eure Eltern nicht liebt? Die Gesellschaft wird euch lieben, wenn ihr euch gut um eure Eltern kümmert. Bringt erst euer Haus in Ordnung, und denkt dann über den Fortschritt der Gesellschaft nach. In dieser Absicht ehre ich heute diese erfahrenen Älteren. Ihr solltet eine Lektion daraus lernen und den Fußstapfen der Älteren folgen.



[1] An diesem Morgen wurden in einer feierlichen Veranstaltung in Sai Babas Anwesenheit langjährige Mitarbeiter in Swamis Institutionen, die jetzt aus ihrem Dienst ausscheiden, geehrt. A. d. Ü.

Übersetzung der vom Sri Sathya Sai Sadhana Trust herausgegebenen gedruckten englischen Fassung der Ansprache. Susan Boenke, Prashanti Nilayam.

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