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 Ansprache Sathya Sai Babas an 23.11.2008

 

Ansprache in PDF Format

Ansprache Sathya Sai Babas an Seinem 83. Geburtstag, 23.11.2008

 

Alle Namen und Formen sind nichts als die Manifestationen des Höchsten Wesens,
welches absolutes Sein, Wissen, Glückseligkeit und nichtdual ist.
Er ist die Verkörperung von Wahrheit, Güte, Schönheit – Satyam, Shivam, Sundaram.

Verkörperungen der Liebe!

Das Land Bharat ist höchst heilig. In diesem heiligen Land Bharat ist Toleranz die erhabene Eigenschaft, die wir kultivieren sollten. Die Bharatiyas sind heute wie ein Elefant, der unfähig ist, seine innewohnende Kraft zu erkennen. Der Elefant ergibt sich sanftmütig den Anweisungen eines Elefantenwärters, der unwissend und ungebildet ist. Trotz seiner großen Stärke kann der Elefant diese Kraft nicht demonstrieren. Entsprechend sind die Bharatiyas heute unfähig, ihre Stärke zu zeigen, obwohl sie eine reiche Kultur, Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit als Besitz auf ihrer Seite haben. Die Veden verkünden: Unsterblichkeit wird nicht durch Handlung, Nachkommenschaft oder Wohlstand, sondern allein durch Opfergeist erreicht. Der größte Nachteil in diesem Land ist die mangelnde Einheit der Menschen untereinander. Wir haben alles in diesem Land. Wir besitzen edle Eigenschaften. Wir sind rechtschaffen. Aber unter den Menschen herrscht keine Einheit – mit dem Ergebnis, dass alle anderen positiven Faktoren unwirksam werden. Wir müssen deshalb unter den Menschen Einheit kultivieren. Wir gehören alle einer Gattung an, der Gattung der Menschen. Leider zeigen wir als Menschen unmenschliche und tierische Eigenschaften. Deshalb müssen wir heutzutage als Erstes unsere innewohnende menschliche Natur anerkennen. Wir müssen das Leiden anderer als unser eigenes behandeln. Wir müssen die Schwierigkeiten anderer wie unsere eigenen behandeln. Wir müssen mit jedem freundschaftlich umgehen. Wir müssen Vertrauen in die Maxime Verkörperungen des einen göttlichen Selbst entwickeln. Wir müssen ein Unterscheidungsvermögen für Gut und Böse entwickeln und nur das Gute annehmen, und das Schlechte in allen Menschen beiseite lassen. Dasselbe Prinzip muss auch in der Gesellschaft befolgt werden. Wir müssen sogar jenen Gutes tun, die uns schaden.

Es ist nichts Großartiges, denen zu helfen, die euch geholfen haben.
Derjenige ist edel, der selbst jenen hilft, die ihm geschadet haben.

Wir müssen immer gute Gedanken über Menschen hegen. Sieh Gutes, tue Gutes und sei gut – das ist der Weg zu Gott. Wie das Empfinden, so das Ergebnis. Wenn unsere Gedanken gut sind, werden wir uns immer an guten Handlungen beteiligen. Wenn ihr eine Mango esst, könnt ihr dann so wie nach einer Gurke aufstoßen? Nein. Entsprechend werdet ihr, wenn ihr immer gute Gedanken hegt, überall nur Gutes sehen. Wenn ihr euch in schlechten Gedanken ergeht, werdet ihr überall nur Schlechtes wahrnehmen.

In Muddenahalli, in der Nähe von Bangalore, ist ein Sathya Sai College. Etliche Jungen, die aus armen Familien in den Dörfern der Umgebung kommen, studieren in diesem College. Eine Reihe von Menschenfreunden half dem College auf verschiedene Weise. Einige errichteten Unterrichtsräume, andere eine Bhajanhalle, usw. Diese Institution ist jedoch keiner Universität angeschlossen. Wenn die Jungen ihre Ausbildung abgeschlossen haben, müssen sie in Orte wie Bangalore gehen, um einen Studienabschluss zu bekommen. Als ich an ihre Not dachte, kam mir eine gute Idee. Hier in Puttaparthi sind unser College und unsere Universität in weiträumigen und schönen Gebäuden untergebracht. Angenommen, wir etablieren in Muddenahalli einen Campus, dann werden die Jungen dort ebenfalls glücklich sein, nicht wahr? Deshalb habe ich beschlossen, auch in Muddenahalli einen Campus der Sri Sathya Sai Universität aufzubauen. Mein Wille ist göttlich und deshalb unwiderruflich und unveränderlich. Jetzt, da ich die Entscheidung getroffen habe, werde ich den Vorgang von morgen an in Gang setzen. Die Jungen, die in Muddenahalli im College studieren, kommen aus dem ländlichen Bereich und sind sehr arm; deshalb sind sie nicht in der Lage, zur höheren Bildung in die Städte zu gehen. Aus diesem Grund setzen sie ihre Studien nicht fort und sind in der Landwirtschaft tätig. Natürlich ist auch das notwendig. Weltliche Bildung trägt dazu bei, ein komfortables Leben zu führen. Deshalb ist Bildung von höchster Priorität. Wenn sie ihre Ausbildung abgeschlossen haben, können sie jeder Beschäftigung inklusive Landwirtschaft nachgehen. Deshalb habe ich beschlossen, den Jungen in Muddenahalli Universitätsbildung zu verschaffen. Ich bin der Ansicht, dass, gemeinsam mit den akademischen Fachgebieten, Vorsorge getroffen werden muss, Epen und heilige Texte wie Ramayana, Bhagavatam und Bhagavadgita zu lehren. Die Jungen müssen gut ausgebildet werden, und ihnen muss erlaubt werden, die Botschaft dieser Epen in den Dörfern der Umgebung zu verbreiten. Ohne eine spirituelle Grundlage ist jegliche weltliche Bildung nutzlos. Es gibt Millionen gebildeter Menschen in der Welt. Aber welchen Beitrag leisten sie für die Gesellschaft? Keinen. Ihnen ist die Gesellschaft sogar gleichgültig. Sie sind verrückt nach dem luxuriösen Leben in den Städten. Sie nehmen an schlechten Aktivitäten wie Glücksspiel und Clubleben teil. Auch die Kinder schlagen schlechte Wege ein, so wie sie es bei ihren Eltern gesehen haben. Ich bin deshalb der Ansicht, den Kindern sollte beigebracht werden, den rechten Pfad zu gehen. Die Älteren werden die Kinder beobachten und ihnen später nachfolgen. Dies bedenkend, habe ich beschlossen, in Muddenahalli einen Campus der Universität zu errichten. Die Kosten könnten ungefähr zwanzig bis dreißig Millionen Rupien betragen. Ich scheue diese Ausgaben nicht. Mein Beschluss lautet, dass dies notwendig ist.

Die Jungen in Prashanti Nilayam sind hervorragend. Sie sind reines Gold. Es ist möglich, dass ein oder zwei vom rechten Weg abkommen, aber sehr bald passen sie sich der akademischen Umgebung an und folgen der Hauptströmung. Gestern führten die Jungen ein Schauspiel auf. Es vermittelte eine große Botschaft. Das Thema des Stückes waren zwei Brüder, die in einem kleinen Dorf um ihren Anteil am Besitz stritten. Ihnen wird der Rat gegeben: „Liebe Brüder, wenn ihr auf diese Weise miteinander streitet, wie kann dann unser Dorf gedeihen? Ihr solltet vereint sein und ein freundschaftliches Leben führen.“ Sie werden schließlich auf den rechten Weg gebracht. Die Jungen sollten deshalb ermutigt werden, solche Dorfentwicklungsprogramme in Angriff zu nehmen. Die Studenten sind heutzutage zweifellos gut. Aber die Älteren verderben sie durch ihr schlechtes Verhalten. Es sind die Älteren, die sie auf schlechte Wege führen. Die Studenten erkennen jedoch schnell ihre Fehler und berichtigen ihre Schritte. Ich weiß um Jungen, die ihren Eltern, die dem Alkohol verfallen sind, den Rat geben, von solch schlechten Wegen abzulassen, indem sie sagen: „Lieber Vater, du solltest dich nicht in so schlechten Gewohnheiten ergehen. Wenn du das tust, wirst du uns nur ermutigen, ebenfalls zu trinken. Das ist nicht gut.“ Wenn die Älteren trinken, rauchen und Glücksspiele spielen, werden die Kinder dasselbe tun. Sie werden verdorben. Deshalb müssen zuerst die Älteren ein vorbildliches Leben führen, wenn die Kinder ein tugendhaftes Leben führen sollen. Ich habe daher beschlossen, in Muddenahalli einen Universitätscampus zu errichten, um den Jungen beizubringen, ein vorbildliches Leben mit reinen Gewohnheiten zu führen. Die Jungen dort können es sich nicht leisten, zur Universitätsbildung in eine Stadt zu gehen, noch können ihre Eltern sich die Ausgaben leisten. Deshalb habe ich beschlossen, einen Universitätscampus mit der erforderlichen Ausstattung und Einrichtungen wie Unterrichtsräumen für alle Studiengänge und ein gutes Studentenwohnheim zu errichten. Es wird in einem Jahr zur Eröffnung fertig sein. Dies ist mein göttlicher Wille.

Mehrere Menschen wie Anil Kumar, Ajit Popat usw. haben lange gesprochen und mich gepriesen. Mich erfreuen solche Lobpreisungen nicht. Ich habe nicht den Wunsch, dass die Menschen mich rühmen. Ich werde durch solche Maßnahmen weder stolz noch niedergeschlagen. Ich bin jenseits von Lob oder Spott, Achtung oder Missachtung, Ärger oder Glück. Ich habe nur eine einzige Eigenschaft: meine Liebe. Ich liebe sogar jene, die mich hassen. Ich liebe sogar jene, die sich in schlimmer Propaganda gegen mich ergehen. Ich betrachte niemanden als Feind. Alle sind mein. Ich kümmere mich wie eine Mutter um euch alle. Meine Liebe ist nicht die einer einzelnen Mutter. Es ist die Liebe von tausend Müttern. Sais Liebe ist die Liebe von tausend Müttern. Nur durch diese Liebe ignoriere ich all eure Fehler und gehe weiter vorwärts. Wenn jemand einen Fehler begeht, rufe ich ihn und berichtige ihn mit erhobener Stimme. Aber ich zeige ihm gegenüber keinen Zorn. Ich empfinde niemandem gegenüber Zorn. Tatsächlich kenne ich keinerlei Zorn. Menschen, die nicht in der Lage sind, meine wahre Natur zu verstehen, denken anders. Was immer die Leute denken und sagen mögen, ich habe nur eine Eigenschaft, und das ist Liebe. Meine Straße ist eine königliche Straße, ohne Abkürzungen. Die Leute verstehen mich nicht richtig. Wenn sie erst einmal meine wahre Natur erkennen, werden sie von selbst bereuen. Diese Reue ist die Wiedergutmachung für ihr falsches Verständnis. Dennoch gibt es keinen Wandel in meiner Einstellung ihnen gegenüber. Was ich wünsche, ist samastah loka sukhino bhavantu – mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein. Alle sollten gesund und munter sein und glückliche, blühende Leben führen, in gegenseitiger Liebe und Verständnis. Ihr könnt Wohlstand erwerben, aber ihr solltet ihn nicht missbrauchen. Nur dann werde ich glücklich sein. Solchen Menschen werde ich jegliche Hilfe erweisen. Bis heute habe ich meine Hand vor niemandem um irgendwelche Hilfe ausgestreckt. Sollte in dieser großen Versammlung von Devotees in dieser Halle irgendjemand sein, den ich um Geld gebeten habe, dann möge er oder sie aufstehen und auf mich zeigen. Es gibt mit Sicherheit niemanden. Was immer ich in meiner avatarischen Mission benötige, kommt nur von innen. Geld kommt und geht, Moral kommt und wächst. Es ist mein Bemühen, dass Moral entwickelt wird. Alle Dörfer müssen entwickelt werden. Für diesen Zweck ist Bildung in ländlichen Bereichen ein wichtiges Instrument. Gleichzeitig muss auch Glaube an Gott entwickelt werden. Leute mit Selbstvertrauen können alles erreichen.

Bhakta Ramdas wollte in Bhadrachalam einen herrlichen Tempel für Rama errichten. Deshalb benutzte er alle Steuergelder, die er vom Volk eingesammelt hatte, für diesen Zweck. Als Folge davon wurde er von Kaiser Tanisha eingesperrt und angeklagt, staatliche Gelder missbraucht zu haben; er wurde großer Qual ausgesetzt. Unfähig, die physische Folter zu ertragen, betete er zu seinem geliebten Herrn Rama und benutzte sogar barsche Worte:

Das Kronjuwel, welches dich schmückt, kostete mich 10 000 Goldmünzen.
Meiner Qualen nicht eingedenk, stellst du den Schmuck zur Schau,
als wäre er dein angestammtes Eigentum!

Schon im nächsten Augenblick erkannte er seine Torheit, bereute und bat Rama um Verzeihung. So ähnlich mögen etliche Leute sich alle möglichen Gedanken über Swami machen und über ihn reden. Aber sehr bald werden sie erkennen und ihre unüberlegten Handlungen bereuen. Verschiedene Menschen haben verschiedene Ansichten. Aus ihrer Verblendung heraus ergehen sich die Menschen in losem Geschwätz. Ich aber unterliege keinen Täuschungen. Was immer die Menschen reden mögen, ich spreche mit ihnen und grüße sie liebevoll. Ich bestrafe sie nicht für ihr taktloses Gerede oder Verhalten. Sie selbst müssen ihren Fehler einsehen und bereuen. Wenn sie mich jetzt verunglimpfen, werden sie selbst später Schwierigkeiten begegnen. Deshalb sollten die Menschen zweimal nachdenken, ehe sie sich in lockerem Gerede ergehen. Leider ist niemand in der Lage gewesen, meine wahre Natur zu verstehen. Sie geben vor, meine Geisteshaltung (mind) verstanden zu haben, aber niemand konnte diese im Mindesten erfassen. Sie schauen nur auf die äußeren Manifestationen. Sie sprechen nur über meine Programme und Aktivitäten in der äußeren Welt. Sie sind unfähig, meine göttliche Liebe überhaupt zu erkennen, die aus der Tiefe meines Herzens strömt. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass die Menschen es eines Tages erkennen werden. Ich wünsche immer das Wohlergehen der gesamten Welt und bin dafür tätig. Alle sollten in Frieden leben. Auch wenn wir keinen anderen Besitz haben, können wir ein glückliches Leben führen, wenn nur Liebe unser Eigentum ist. Und diese Liebe sollte durch Selbstvertrauen gestützt werden.

Gott ist die einzige Quelle und der einzige Versorger des gesamten Universums. Alles sonst ist eine Illusion. Leiden und Schwierigkeiten, Verlust und Gewinn, Krankheiten und Beschwerden – betrachtet sie alle als den göttlichen Willen. Dann wird sich für euch alles als gut erweisen. Ihr behauptet: „Dies ist mein Körper.“ Aber wer bist du? Ihr sagt „mein Körper“, aber du bist nicht „ich bin der Körper“. Entsprechend sagt ihr „meine Gedanken und Gefühle“, aber du bist nicht „ich bin meine Gedanken und Gefühle“. Also bist „du“ etwas anderes als dein Körper, deine Gefühle usw. Wenn jemand euch nach eurem Namen fragt, dann antwortet nicht „ich bin Rama“ oder „ich bin Krishna“. Sagt: „Ich bin Ich.“ Welchen Namen ihr auch nennt, es ist nur der Name, den eure Eltern euch gegeben haben. Es ist nicht euer wirklicher Name. Tatsächlich gehört euch nichts in dieser Welt. „Ich“ ist euer einziger Besitz. Aus diesem Grund benutzen wir für alles das Wort „ich, ich, ich.“

Ihr seid wahrhaft Gott, wenn ihr euch nur freimacht von dem „Ego-Ich“ und dem „Mein“, der Bindung. Dann seid ihr wirklich ihr selbst (euer wirkliches Selbst). Wenn ihr sagt „mein Haus“, „meine Leute“ usw., wächst die Bindung. Diese Körperbindung erzeugt Ego. Deshalb werdet ihr, wenn ihr euch erst einmal über „ich und mein“ erhebt und ein zufriedenes Leben führt, große Freude daraus beziehen. Möget ihr alle ein glückliches, liebevolles und langes Leben führen! Möget ihr alle vereint sein!

Lasst uns alle zusammen sein,
lasst uns alle gemeinsam wachsen,
lasst uns alle vereint bleiben
und gemeinsam in Intelligenz wachsen.
Lasst uns in Freundschaft und Harmonie zusammenleben.

Mit einem Finger allein können wir keine Arbeit ausführen. Wenn alle fünf Finger der Hand zusammenkommen, können wir jegliche Arbeit tun. Entsprechend kann, wenn die Menschen uneins sind, keine Arbeit ausgeführt werden.

Eine kleine Geschichte hierzu: Einst stritten die fünf Finger einer Hand untereinander, welcher Finger wichtig sei. Der Mittelfinger argumentierte voller Ego: „Ich bin größer als ihr alle. An meinen beiden Seiten befinden sich zwei Leibwächter. Deshalb bin ich groß.“ Der Zeigefinger stellte fest: „

Ihr könnt jegliche Arbeit nur dann verrichten, wenn ich euch diese Arbeit zeige. Ansonsten seid ihr dazu nicht in der Lage. Demzufolge bin ich allein groß.“ Jetzt mischte sich der kleine Finger ein und sagte: „Obwohl ich klein bin, stehe ich vorne als der Befehlshaber, um jemanden zu bestrafen oder ihm eine Lektion zu erteilen. Deshalb bin ich wichtig.“ Daraufhin lachte der Ringfinger und sagte: „Die Menschen tragen nur am Ringfinger mit Diamanten und Edelsteinen versehene Ringe. Deshalb bin ich der Herrscher über alle.“ Schließlich, nachdem er sich all dies angehört hatte, brach der Daumen in lautes Gelächter aus und beendete die gesamte Diskussion mit dem Vorschlag: „Ohne mich kann keiner von euch irgendeine Arbeit tun. Lasst uns deshalb alle zusammenkommen, um zu arbeiten.“

Lasst all die Gläubigen, Ungläubigen, Gläubig-Ungläubigen und Ungläubig-Gläubigen zusammenkommen. Das ist es, was wir heute brauchen. Was Bharat heute braucht, ist Einheit. Wir haben alles – Liebe, Wahrheit, Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit, aber keine Einheit. Nur durch den Mangel an Einheit führen wir ein Leben der Verschiedenheit und der abweichenden Ideen. Alle sollten vereint sein und ein glückliches Leben mit einem Gefühl der Kameradschaft und Brüderlichkeit führen. Leider gibt es heutzutage sogar zwischen Vater und Sohn Meinungsverschiedenheit im Haus. Ehefrau und Ehemann, Brüder und Schwestern, alle streiten miteinander. Wie können da Frieden und Glück in der Familie herrschen? Es mag Meinungsverschiedenheiten geben, aber sie sollten nicht lange andauern. Sie kommen und gehen einfach gleich vorbeiziehenden Wolken. Warum sollten die Menschen dann miteinander streiten? Schenkt diesen Unterschieden keine Beachtung.

Obwohl ich riesige soziale Sevaprojekte durchführe, habe ich niemanden um irgendetwas gebeten. Ich hatte ein Projekt durchgeführt, um 10 Millionen Menschen, die in Chennai leben, mit Trinkwasser zu versorgen. Jedes Haus wurde mit Trinkwasser versorgt. Darüber hinaus wurde auch Wasser für Bewässerungszwecke bereitgestellt. Die Menschen, die in den höher gelegenen Gebieten der Ost- und Westgodavaridistrikte in Andrah Pradesh leben, hatten zu leiden, weil es kein sauberes Trinkwasser gab. Ich traf deshalb Vorkehrungen für die Ausführung eines Trinkwasserversorgungsprojektes zum Wohle all jener Menschen. Zusammen mit der Trinkwasserversorgung wurden auch Vorkehrungen getroffen, um unterwegs Wasserreinigungssysteme zur Verfügung zu stellen. Auf diese Weise habe ich immer den Wunsch, jedem Einzelnen etwas Gutes zu tun. Jetzt schlage ich vor, in Muddenahalli zum Wohle der Studenten, die dort im Sathya Sai College studieren, ein Universitätsgelände zu errichten. Ich habe mit meinen eigenen Augen die Schwierigkeiten mit angesehen, welche die Studenten dort aufgrund der mangelnden Einrichtungen für höhere Bildung durchmachten, und es bewegte mich. Deshalb versicherte ich ihnen, ich würde die notwendigen Einrichtungen zur Verfügung stellen. Ist hier jemand von Muddenahalli? (Swami lud Sri Narayana Rao ein, zur Veranda zu kommen, und stellte ihn dem Publikum vor). Dieser Mann ist der Rektor der Sri Sathya Sai Higher Secondary School, Muddenahalli. Er ist hochgebildet und führt die Schule gut. Wann immer ich Muddenahalli besuche, betet er: „Swami, wann wirst du deine Gnade über uns ausschütten?“ (Mit Swamis freundlicher Genehmigung sprach Sri Narayana Rao ein paar Minuten lang und bedankte sich bei Swami. Dann beendete Swami seine göttliche Ansprache mit den Worten:)

Die Freude, die ich euch heute geschenkt habe – teilt sie mit allen! Seid glücklich!

Rama, Rama, Rama, Sita…

Übersetzung der vom Sri Sathya Sai Books & Publications Trust herausgegebenen, gedruckten englischen Fassung der Ansprache. Susan Boenke, Prashanti Nilayam.

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