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 Ansprache Sathya Sai Babas am 09.10.2008

 

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Ansprache Sathya Sai Babas am 9.10.2008, Vijayadasami
(Abschlusstag des Dasara- oder Navarâtrifestes)


Karma ist verantwortlich für Geburt, Leben und Tod der Menschen.
Karma herrscht über alle Stadien ihres Lebens
als die Gottheit der menschlichen Existenz selbst.
Es ist verantwortlich für Freude und Leid.

Die Menschen erfahren in dieser Welt Freude und Schmerz, Leid und Schwierigkeiten. Aber wenn sie Freude erfahren, behaupten sie, es beruhe auf ihrem Verdienst (prapti); wenn sie hingegen Schwierigkeiten erleben, schreiben sie es ihrem Schicksal zu. In Wahrheit sind Freude und Schmerz das Ergebnis der eigenen Handlungen. Wie die Gefühle, so das Ergebnis (yad bhavan tad bhavati). Wie die Handlungen, so das Ergebnis. Man stößt nach dem auf, was man gegessen hat. Entsprechend basiert die gesamte Welt auf Karma. Deshalb sollen die Handlungen der Menschen heilig sein.

Wir feiern gerade das Dasarafest. Was ist Dasara? Die Feier von Dasara ist dazu gedacht, die Handlungen zu reinigen, die durch die zehn Sinne (dashendriya: die fünf Handlungs- und fünf Wahrnehmungssinne) begangen werden. Jeder Mensch in dieser Welt hat irgendeine Art von Karma zu verrichten.

Die über diese Handlungen herrschende Gottheit, oder die Antriebskraft dahinter, ist Devi, welche die Personifizierung von Energie (shakti) ist. Sie gewährt den Menschen jegliche Art von Energie, damit sie verschiedene Handlungen (Karma) verrichten können. Als Ergebnis gewährt Lakshmi den Menschen diverse Formen des Wohlstands wie Geld, Getreide, Gold, unterschiedliche Gegenstände und Fahrzeuge, so dass sie in dieser Welt ein glückliches Leben führen können. Der dritte Aspekt des weiblichen göttlichen Prinzips ist Saraswati, die Göttin der Bildung und des Intellekts.

So wird die Dreieinigkeit von Durga (Göttin der Energie), Lakshmi (Göttin aller Arten des Wohlstands) und Saraswati (Göttin der Bildung und des Intellekts) während dieses Dasarafestes angebetet. Das ist die zugrunde liegende Bedeutung der Verehrung dieser Dreieinigkeit Durga, Lakshmi und Saraswati während dieses Navaratrifestes. Es ist wichtig, dass der Mensch diese drei Facetten des göttlichen Prinzips verehrt.

Ein dreiblättriges Bilvablatt wird dem dreiäugigen Gott Shiva dargebracht,
der die Verkörperung der drei Grundeigenschaften ist,
der den Dreizack in seiner Hand hält
und die in drei Leben angehäuften Sünden zerstört.

Während des Navaratrifestes führt jeder die Devipuja durch, die dem einzelnen Energie verleiht. Die Verehrung Lakshmis schenkt alle Arten des Wohlstandes und die Verehrung Saraswatis gewährt Bildung und einen guten Intellekt. Deshalb ist die Verehrung aller drei Aspekte der Göttin während des Navaratrifestes sehr wichtig.

Bei dieser ganzen Verehrung ist Dharma von höchster Bedeutung. Man sollte sich selbst erforschen, welche Folge eine bestimmte Handlung nach sich zieht und dann erst handeln. Dieses Urteilsvermögen ist der Bereich des Intellekts, der den gesamten menschlichen Körper durchdringt. Ebenso wie der elektrische Strom durch das Kabel fließt, dringt der Intellekt in alle Sinne eines Menschen und beeinflusst sie. Deshalb sollte jeder Mensch seinen Intellekt richtig anwenden und stets nur rechtschaffene Handlungen durchführen.

Man ist zweifellos durch das Ergebnis der eigenen Handlungen, gute wie schlechte, gebunden. Und ohne Handlung ist kein Ergebnis möglich. Die Pandavas erfuhren die Folge ihrer Handlungen (Karma). Dasselbe galt für Sita im Ramayana. Wir sollten deshalb gute und heilige Handlungen ausführen, die nützlich für die Gesellschaft sind, und dadurch unser Leben heiligen.

Die linke Seite der Brust von Gott Mahavishnu ist der Wohnsitz der Göttin Lakshmi. Von diesem heiligen Wohnsitz aus ergießt sie ihre Gnade über jeden. Gott Vishnu wird auch Narayana genannt. In diesem Zusammenhang ist mit Narayana nicht Lakshminarayana gemeint, sondern Sathyanarayana. Dieser Sathyanarayana mischt sich unter die Leute, scherzt, spricht mit ihnen und macht sie glücklich.

Lakshminarayana ruhte auf der Schlange Adishesha. Auch dieser Sathyanarayana[1] wurde als neugeborenes Baby von einer Schlange gewiegt, die sich unter dem Bett befand. Sathyanarayana sieht aus wie jeder andere gewöhnliche Mensch, aber er besitzt außergewöhnliche und übermenschliche Kräfte. Sie sind unbeschreiblich. Er sieht sehr unschuldig aus. Dennoch ist Satya, Wahrheit, die Hauptqualität, nach der er im Menschen Ausschau hält. Wo immer er hingeht, er lehrt allein Wahrheit, denn aus der Wahrheit geht Dharma hervor. Es gibt kein größeres Dharma, als an der Wahrheit festzuhalten. Tatsächlich ist Sathyanarayana die Verkörperung der Wahrheit und des Dharmas. Um diese beiden menschlichen Werte zu verbreiten, inkarnierte Sathyanarayana sich in menschlicher Form als Sathyanarayana Raju.

Sathyanarayana ist ein einzigartiger Avatar, obwohl er ein gewöhnlicher Mensch zu sein scheint. Die Leute begehen oftmals den Fehler, ihn für einen gewöhnlichen Menschen zu halten, weil er auf der menschlichen Ebene sehr engen Austausch mit ihnen pflegt. Was immer er sagt, ist die Wahrheit, die Wahrheit und nichts als die Wahrheit!

Wahrheit wird oft so gedeutet als ginge es darum, die eigenen Gedanken auszudrücken. Es ist nicht so einfach; es ist viel mehr, nämlich, sie in Handlung umzusetzen. Wahrheit ist vollkommene Übereinstimmung von Gedanken, Worten und Taten.

Die Leute befolgen meine Worte nicht richtig. Sie nehmen meine Worte auf die leichte Schulter und glauben, es handle sich um einen Scherz oder Spaß. Was immer ich sage, sogar wenn es ein Scherz oder aus Spaß ist, ist Wahrheit, Wahrheit und nichts als die Wahrheit! Leider erkennen die Leute diese Wahrheit nicht, nicht einmal jene, die sehr nahe mit Swami zusammen sind. Deshalb nehmen sie es auf die leichte Schulter. Sie hören einfach zu und vergessen es.

Aber die Folge ihrer Gleichgültigkeit wird sicherlich eher früher als später offenbar werden. Nur jene, die unfähig sind, sich die Zukunft vorzustellen, werden meine Worte auf die leichte Schulter nehmen. Obwohl Swami sich vor ihren Augen bewegt, ihnen Darshan gibt, hier und da mit ihnen spricht und unmittelbar vor ihren Augen etliche gigantische Aufgaben vollbringt, sind die Menschen unfähig, seine wahre Natur zu erkennen und sich von seinen Worten überzeugen zu lassen. Wie seltsam ist das!

83 Jahre sind vergangen, seit dieser Körper geboren wurde. Ich habe keinen einzigen Vorfall dieser Erdenreise vergessen. Aber die Leute behaupten: Swami vergisst Dinge. Nein, in dieser Behauptung liegt kein Körnchen Wahrheit. Vergesslichkeit gibt es in meinem Wörterbuch nicht.

Das Prinzip von Sathya Sai ist das Prinzip des Soham-Mantras.
Es gerät niemals, ob im Wachzustand, Traumzustand oder Tiefschlaf,
unter den Schleier der Vergesslichkeit.

Es liegt in der menschlichen Natur, die Wahrheit misszuverstehen, welche jenseits der drei Zeitperioden (Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) und jenseits der drei Seinszustände des menschlichen Lebens (Wachzustand, Traumzustand und Tiefschlaf) liegt. Ich enthülle jetzt diese Wahrheit. Ich habe bisher niemals versucht, dies zu offenbaren. Da die Zeit gekommen ist, sie zu offenbaren, tue ich es.

Die Leute müssen Folgendes verstehen: Wahrheit macht keinerlei Unterscheidung. Sie hat weder Freunde noch Feinde. Sie hegt niemandem gegenüber Hass oder Abneigung. Alle sind Kinder von satyam, der Wahrheit!

Deshalb sind für mich alle gleich. Ich mache keinerlei Unterscheidung zwischen Menschen. Ihr denkt vielleicht, ich zeige manchen Menschen mehr Aufmerksamkeit oder begünstige manche. Ihr denkt vielleicht auch, ich würde manche Menschen ignorieren. Nein! Es ist nicht wahr! Ihr wisst es alle und müsst es auch bei mir gesehen haben. Ich werde auf niemanden wütend, selbst wenn manche schlecht über mich sprechen. Ich werde immer lächeln. Sogar der offensichtliche Ärger, den ich manchmal an den Tag lege, dient nur dazu, einen Einzelnen zu korrigieren.

Die Studenten können für diese meine Einstellung Zeugnis ablegen. Sie wundern sich, wie Swami in der Mitte großer Kritik so eine lächelnde Haltung einnehmen kann und wie Swami so große Geduld an den Tag legen konnte! Für mich sind alle eins. Auch wenn die Einzelnen, was Gestalt und Eigenschaften angeht, verschieden zu sein scheinen, gibt es nur eine göttliche Kraft, die durch sie wirkt. Das ist Atmashakti, die Kraft des Atman. Es gibt nur einen Atmanarayana, der allen Menschen, sogar allen Lebewesen innewohnt. Jeder Mensch muss versuchen, dieses Atmanprinzip zu verwirklichen.

Viele Glühbirnen erleuchten diese Halle. Der in allen Glühbirnen fließende Strom ist jedoch einer allein. Die Glühbirnen mögen verschieden aussehen, aber der Strom ist derselbe. Obwohl die Namen und Gestalten der Lebewesen in Gottes Schöpfung verschieden zu sein scheinen, ist dem entsprechend das sie alle erfüllende atmische Bewusstsein eines allein. Wenn der Hauptschalter ausgeschaltet ist, gehen all diese Lichter aus, und es herrscht Dunkelheit. So erleuchtet Gott das gesamte Universum als das allen Lebewesen und Gegenständen innewohnende atmische Prinzip (Atmatattva).

Selbst wenn Gott in so viele Handlungen in dieser Welt involviert zu sein scheint, geschieht das nur zur Freude seiner Devotees. Gott hat keine eigenen Wünsche. Er hat nur einen Wunsch: samastah lokah sukhino bhavantu – mögen alle Lebewesen in allen Welten glücklich sein!

Menschen jedoch werden die Folgen ihrer eigenen Handlungen erfahren. Es ist nicht möglich, dass in dieser vergänglichen Welt alle zu allen Zeiten glücklich sind. Der eine mag Glück erfahren, während ein anderer zur selben Zeit leidet. Das ist das Wesen der Welt. Aber obwohl die Leiden und Schwierigkeiten, Freude und Schmerz verschiedenen Menschen verschiedene Erfahrungen einbringen, ist das in allen Menschen gegenwärtige Atmatattva eines allein.

Elektrische Glühbirnen haben vielleicht verschiedene Farben und Größen, aber der durch sie fließende elektrische Strom ist derselbe. Nur die Wattzahl der Glühbirnen ist verschieden. Je nach Wattzahl mögen einige Glühbirnen hell sein, andere hingegen matt. Die Helligkeit oder Dunkelheit beruht nur auf der Wattzahl der Birnen und hat nichts mit dem Strom zu tun. Dem entsprechend sind die Leiden und Schwierigkeiten, Freude und Schmerz, die die verschiedenen Individuen erfahren, nur ihre eigene Schöpfung, und Gott hat nichts damit zu tun.

Gott Sathyanarayana wird auch Vishnu genannt. Er ist wahrhaft Gott Vishnu! Vishnu hat sich in dieser Welt als Sathyanarayana verkörpert. Demzufolge ist Sathyanarayana wahrhaft Gott Vishnu. Dies wurde im Vishnupurana erklärt. Ihr müsst Seine Natur gut verstehen.

Ich habe in den letzten zehn Tagen keine Ansprache gehalten. Wieso? Die Leute haben dem, ihrer Vorstellung gemäß, verschiedene Gründe zugeschrieben. Aber eine Sache ist wahr. Ich sitze heute vor dem Mikrophon, um die Wahrheit zu offenbaren. Meine Liebe ist das Höchste und rein. Ich liebe jene, die mich lieben. Ich liebe sogar jene, die mir gegenüber Hass entwickeln. Ich erweise meine Liebe auch jenen, die dämonisch sind und versuchen, mir große Schwierigkeiten zu bereiten. Es gibt in dieser Welt niemanden, den ich nicht liebe.

Leider erfassen die Menschen diese Wahrheit nicht. Die Leute glauben: „Swami spricht nicht mit uns; vielleicht ist Swami ärgerlich mit uns.“ Lasst mich euch versichern, dass ich überhaupt keinen Zorn (anger) habe! Ich habe nur eines: Hunger, Hunger nach Devotees! Nur aufgrund dieses Hungers ziehe ich Devotees in großer Zahl an mich.

Seid versichert, dass Gott die Verkörperung der Liebe ist. Er hasst niemanden. Um dieses Prinzip der Liebe zu lehren, wurden die Navaratri-Feierlichkeiten eingeführt. Verschiedene Menschen beten Gott an und besingen seine Herrlichkeit auf verschiedene Weisen. Ich bin nicht daran interessiert. Ich mache überhaupt keine Unterscheidungen! Ich wünsche, dass alle wie Verkörperungen der Liebe und wie Brüder und Schwestern leben sollten. Menschen sind wichtiger als aller Reichtum der Welt.

Alle sind Gottes Kinder. Gott ist ihr einziger Vater. Deshalb müssen wir alle lieben. Andere mögen uns nicht lieben, aber wir müssen alle lieben und allen dienen. Die Leute halten sich fern von uns, solange sie die Kraft der Liebe nicht verstehen. Wenn sie Liebe erst einmal verstehen und erfahren, werden sie eins mit uns. Ich werde auf eine solche Transformation in den Herzen der Menschen warten.

Tausende Menschen haben eine Zeitlang meine Ansprachen gehört. Tausende und Hunderttausende Menschen haben meine göttlichen Kräfte bei verschiedenen Anlässen erlebt. Trotz alledem sind die Menschen unfähig, die wahre Natur meiner Göttlichkeit zu verstehen.

Die Menschen reden, je nach ihrer Wahrnehmung und ihrem Verständnis, über so viele Dinge. Es ist nicht ihr Fehler. Sehr wenige Menschen können die Wahrheit erkennen und sich entsprechend verhalten. Nur jene, die den Pfad der Wahrheit erkennen, werden fähig sein, ihm zu folgen. Wenn Menschen Zorn oder Hass auf die Wahrheit entwickeln, halten sie sich von ihr fern. Egal, ob sie uns lieben oder hassen, wir sollten sie immer lieben.

Die Menschen halten sich aufgrund von Meinungsverschiedenheiten voneinander fern. Tatsächlich seid ihr nicht von anderen verschieden. Heute scheinen sie anders zu sein, aber morgen könnten sie euch nahe kommen. Alle sind Brüder und Schwestern! Deshalb sollten alle wie Brüder und Schwestern in Liebe und Einheit leben. Alle sind eins, seid zu jedem gleich. Das ist meine spezielle Botschaft an diesem heiligen Anlass von Navaratri.

Ihr werdet alle fähig sein, die Wahrheit früher oder später zu erkennen. Wenn ein Baum Frucht trägt, werden nicht alle Früchte in einem Büschel zur selben Zeit reif sein. Ebenso werden, wenn eine Pflanze Blüten trägt, nicht alle Blumen zur selben Zeit aufblühen. Manche sind im Vorgang des Blühens, manche sind voll erblüht, andere wiederum werden nur im Knospenzustand sein.

Nur die voll erblühte Blume verströmt ihren Duft. Ebenso befinden sich auch die Menschen in verschiedenen Entwicklungsstadien: Manche sind wie die Knospe, manche sind im Stadium des Blühens und manch andere gleichen der voll erblühten Blume, die ihren Duft verströmt. Wir müssen geduldig auf das Stadium des Duftes warten. Dies ist meine wichtige Botschaft.

Heute ist der Purnahutitag des Veda Purusha Saptaha Jnana Yajna (der Abschlusstag des siebentägigen Feueropfers). Was ist unter Purnahuti zu verstehen? Es bedeutet völliges Opfer. Mein Leben ist immer eines des Opferns gewesen!

Jenes ist Fülle, dieses ist Fülle.
Wenn Fülle aus der Fülle genommen wird,
was bleibt, ist wieder Fülle.

Jene, die die Wahrheit erfassen, werden fähig sein, zu erkennen. Die Studenten sind noch im Knospenstadium. Sie werden etwas Zeit brauchen, bis sie den wahren Geist von Swamis Worten verstehen. Bewahrt deshalb bis dahin Geduld.

Ich will in diesem Zusammenhang noch eine weitere Sache erwähnen. Ich sehe etliche Jungen Mobiltelefone in ihren Taschen tragen. Sie glauben, sie hätten Mobiltelefone zu ihrer Bequemlichkeit und zur leichten Kommunikation. Sie erkennen die schlechten Auswirkungen dieser Geräte nicht. Mobiltelefone werden oftmals für unerwünschte Zwecke missbraucht, wie Kontakt zwischen Jungen und Mädchen herzustellen. Sie entwickeln schlechte Gedanken und schlechte Beziehungen untereinander. Vermeidet solche Beziehungen vollkommen, damit keine schlechten Gedanken in den Geist dringen.

Es heißt: Der Geist ist die Ursache für Bindung und Befreiung des Menschen.

Es ist üblich, eure Telefonnummern jedem Beliebigen zu geben. Was geschieht danach? Schlechte Kontakte entstehen. Unnötig Anrufe werden gemacht, um zu prüfen, ob wir darauf reagieren oder nicht. Auf diese Weise entwickeln die Jungen und Mädchen unnötige Kontakte und gehen unerwünschte Beziehungen miteinander ein. Deshalb gebe ich euch den dringenden Rat, Mobiltelefone nicht zu verwenden. Zu Anfang mag es bequem sein, aber es wird nach und nach auf schlechte Wege führen.

Ich werde in Kürze 83 Jahre alt. Bis jetzt habe ich kein Telefon benutzt. Etliche Menschen wollen mich anrufen, um ihr Leid auszudrücken und Trost zu finden. Komme was mag, ich benutze das Telefon nicht. Deshalb habe ich das Recht, euch anzuleiten und zu warnen. Ihr müsst sehr achtsam sein. Ihr befindet euch noch im Knospenstadium. Ihr müsst euch, euer Alter bedenkend, achtsam verhalten. Wenn ihr nicht richtig auf euch achtet, wird sogar die Welt euch verachten. Ihr werdet als leichtsinniger Jugendlicher gebrandmarkt werden. Achtung und Missachtung in der Welt werden von der Art und Weise eures Verhaltens abhängen.

Ihr glaubt vielleicht, euer Verhalten sei richtig, aber die Aufgabe, zu urteilen, liegt bei anderen. Benehmt euch immer auf eine solche Weise, dass ihr keinen Raum für Missverständnisse gebt.

Die Älteren bewahren vielleicht Umsicht und versuchen, euch im rechten Geist zu verstehen, doch Kinder eures Alters können das nicht. Wenn erst einmal Missverständnisse aufkommen, werdet ihr die edleren Dinge im Leben verpassen und verloren gehen. Deshalb wünsche ich, dass ihr alle in euren Kontakten und Beziehungen mit anderen sehr achtsam seid.

Falls möglich, werft eure Mobiltelefone weg! Es wird euch glücklich und friedvoll machen. Noch besser, ihr kauft erst gar keines! Wenn ihr doch eines erwerbt, geht nur mit solchen Menschen Kontakt und Verbindung ein, mit denen es wünschenswert ist. Entwickelt keine unnötigen und unerwünschten Kontakte mit anderen. Wenn ihr solche Kontakte entwickelt, sammelt ihr von jedem Beliebigen Neuigkeiten ein und gebt sie an andere weiter. Schließlich werdet ihr als Narada enden, der seine Nase in alle möglichen Angelegenheiten steckt. Ihr werdet nicht nur euren Geist mit unerwünschten Dingen verderben, sondern ebenso den Geist der anderen!

Warum all dies Unerfreuliche? Ist es nicht durch eure unerwünschten und unangebrachten telefonischen Kontakte? Seid deshalb achtsam und verdient euch einen guten Ruf für euch selbst, für eure Eltern und für die Einrichtung, in der ihr studiert.

Hari bhajana bina…

Übersetzung der auf der offiziellen Aschramwebsite veröffentlichten englischen Fassung der Ansprache. Susan Boenke, Prashanti Nilayam.

  © by Sathya Sai Vereinigung Deutschland, e.V.


[1] Swamis ursprünglicher Name lautete Sathyanarayana Raju. Er wurde so genannt, weil Easwaramma ihn gebar, nachdem sie Prasad von der Sathyanarayanapuja zu sich genommen hatte. Raju ist der Familienname.


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