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 Ansprache Sathya Sai Babas am 01.01.2008

 

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Ansprache Sathya Sai Babas,  Neujahr 1.1.2008    


Die Sonne scheint heiter und friedvoll,
die Tage sind kürzer geworden
und es weht ein kühler Wind.
Auf den Feldern ist die goldene Ernte herangereift.
Die Ringelblumen blühen, gleich Perlenketten,
an den Ufern der Flüsse.
Die Bauern freuen sich und singen.
Das liebliche Sankrantifest wird im Monat Pushya gefeiert
und füllt unsere Häuser mit dem frisch geernteten Getreide.

    Der Mensch benötigt in dieser Welt verschiedene Dinge, aber keines von ihnen ist permanent. Alle gleichen vorbeiziehenden Wolken. Was ihr in dieser Welt für dauerhaft haltet, ist in Wirklichkeit vergänglich. Man muss deshalb nach dem streben, was dauerhaft, wirklich und ewig ist. Die Bhagavadgita verkündet: Der ewige Atman in allen Wesen ist Teil meines Wesens. Ich bin in euch, bei euch, um euch herum, über euch und unter euch. In diesem Universum gibt es keinen Platz, wo Gott nicht ist. Auch gibt es keinen Namen und kein Ding, das nicht ihm gehört. Die Upanishaden verkünden dieselbe Wahrheit in ihren Aussagen: Gott wohnt allen Wesen inne, und: Das gesamte Universum ist von Gott durchdrungen. Der Mensch ist nicht in der Lage, diese Wahrheit zu erkennen und beklagt sich: „Wo immer ich hinschaue, begegne ich nur menschlichen Wesen. Ich bin nicht in der Lage, Gott zu finden.“ Wie man empfindet, so ist das Ergebnis. Wenn ihr ein bestimmtes Kleid anzieht und euch vor den Spiegel stellt, werdet ihr im Spiegel das entsprechende Spiegelbild finden. Genauso spiegeln sich eure Gedanken und Empfindungen in der äußeren Welt wider. Alles ist Reaktion, Widerspiegelung und Echo. Eure eigene Lebensweise wird in der äußeren Welt gespiegelt. Was immer ihr sagt, kommt als Antwort zu euch zurück. Dies ist die Wahrheit. Aber die Leute denken, jemand anderes spräche diese Worte. Gemäß dem Sprichwort: Es gibt nur eine Wahrheit, aber die Weisen geben ihr verschiedene Namen, erklären die Menschen diese Wahrheit auf unterschiedliche Weise. Jede Gestalt, die ihr in der äußeren Welt wahrnehmt, ist tatsächlich euer eigenes Spiegelbild.

    In dieser Halle sind mehrere Tausend Menschen versammelt. Aber sie alle haben nur ein Herz, nämlich das spirituelle. Ich spreche nicht vom physischen Herzen. Leider sind die Menschen, trotz bester Ausbildung, unfähig, ihr Vertrauen in dieses spirituelle Herz zu setzen. Ihr seid alle gebildet, gut gebildet.

Trotz all seiner Bildung und Intelligenz
kennt ein törichter Mensch sein wahres Selbst nicht
und ein niedrig gesinnter Mensch gibt seine schlechten Eigenschaften nicht auf.

    Diese Art Bildung solltet ihr nicht anstreben. Sie fällt in die Kategorie weltliche Bildung, die wir uns unter Anleitung eines Lehrers in einer Institution aneignen. Heutzutage sind unsere ganze Bildung, unsere Worte und unser Sprechen nur künstlich. Es gibt etwas Tiefgründigeres, was die Basis von allem bildet. Es ist die fundamentale Wahrheit. Sie fällt nicht in den Bereich von Bildung. Es ist Educare. Bildung ist weltlich, Educare hingegen überweltlich. Educare kann nicht mit dem bloßen Auge gesehen werden. Educare befindet sich in der Tiefe unseres Herzens. Educare muss durch bewusste Anstrengung hervorgebracht werden. Wo ist Frieden? Im Äußeren? Nein, außen ist nur Zerstückelung. Friede befindet sich in eurem Herzen. Dasselbe gilt für Liebe. Liebe befindet sich in eurem Herzen. Sie ist nicht sichtbar. Liebe ist Gott; lebt in Liebe. Dies ist auch ein Teil von Educare. Das Gleiche gilt für Gewaltlosigkeit. Sie ist nicht in der äußeren Welt. Die Welt wird heutzutage von Konflikten zerrissen. Nirgendwo in der Welt finden wir Frieden. Wahrheit, Rechtschaffenheit, Frieden, Liebe und Gewaltlosigkeit bilden die fünf Lebensenergien eines Menschen. Liebe ist die zugrunde liegende Strömung, die durch all diese menschlichen Werte fließt. Folgt der Wahrheit, bewahrt Liebe als die Grundlage in eurem Herzen. Wahrheit ist ewig. Wahrheit ist Gott. Sie unterliegt nicht dem Wandel der Zeit. Lasst Liebe im Spiegel der Wahrheit erscheinen. Wenn ihr jemandem begegnet, den ihr nicht mögt, haltet ihr ihn für euren Feind, denn ihr denkt an eure weltliche Beziehung zu ihm. Ihr fangt an, ihn zu hassen. Das ist nicht richtig. Tatsächlich ist er nicht von euch verschieden. Ihr und er seid eines allein. Es ist also so, als ob ihr euch selber hasst. Es gibt in dieser Welt nicht so etwas wie eine andere Person oder ein anderes Objekt. Eines allein existiert. Wir müssen als Erstes diese Wahrheit erkennen und ihr folgen. Leider ist es uns heutzutage nicht möglich, in dieser Welt überhaupt Wahrheit zu finden. Ob es sich um den Bereich der Bildung, der Politik oder das weltliche Leben handelt – wir finden überhaupt keine Wahrheit. Sogar am Gerichtshof, dem Sitz der Gerechtigkeit, schwören die Leute auf Gott und sprechen die Unwahrheit. So greifen Unwahrheit oder Falschheit um sich, wo immer man hingeht. Um Wahrheit zu etablieren, geben die Menschen viel Geld aus. Das ist nicht nötig. Wenn die Menschen Liebe zueinander kultivieren, genügt das. Wann immer ihr jemandem begegnet, den ihr für euren Feind haltet, dann sagt: „Mein Herr, ich grüße Sie.“ Dann wird er euch wiederum grüßen. So wie wir fühlen, so fühlt er. Unsere eigenen Gedanken und Gefühle spiegeln sich in der anderen Person wider.

    Heutzutage findet man in der Welt überhaupt keinen Frieden. Wo immer man hinschaut, man sieht nur Aufruhr und Verwirrung, ob auf dem Marktplatz, im Basar oder in einem Geschäft. Sogar wenn ihr in ein Restaurant geht, werdet ihr jemanden mit dem Kellner streiten sehen: „Diese Idlis sind nicht gut, der Vada schmeckt nicht, dieser Pfannkuchen ist nicht durchgebacken“, usw. Nirgendwo in dieser Welt findet man Ordnung. Überall herrschen Verwirrung und Konflikt. Tatsächlich ist das Wort Frieden nirgendwo in der Welt zu finden. Hier in Prasanthi Nilayam hingegen ist die Atmosphäre ganz anders. In dieser Halle ist absoluter Frieden. Diesen Frieden findet ihr nirgendwo sonst in der Welt. Das Gleiche gilt für das Gefühl der Liebe. Nirgendwo sonst findet ihr diese Liebe. Aus diesem Grund versammeln sich hier Hunderttausende Menschen aus der ganzen Welt.

    Warum reisen die Menschen zu heiligen Orten und beten dort? Wozu? Um Friede, Glück, Seligkeit und Liebe zu finden. Diese Jungen studierten in Brindavan und Puttaparthi. Sie reisten durch das ganze Land und sogar ins Ausland. Aber sie konnten nirgendwo inneren Frieden finden, nicht einmal zwei Minuten lang. Tatsächlich liegt Friede im eigenen Geist. Es bringt nichts, in der äußeren Welt nach Frieden zu suchen. Genauso sind auch Wahrheit und Liebe nur in einem selbst zu finden. Wenn ihr Liebe kultiviert, könnt ihr in dieser Welt alles erreichen. Swami ist eine Verkörperung der Liebe. Liebe ist sein größter Besitz! Es ist meine Pflicht, diese Liebe mit euch allen zu teilen. Wenn ihr fähig seid, Swamis Liebe im wahren Sinn zu begreifen und auf rechte Weise zu nutzen, werdet ihr erblühen. Außer Swamis Liebe kann nichts euch schützen. Ihr müsst dieses Liebesprinzip verstehen. Alle sind Brüder und Schwestern! Aber sogar unter Brüdern und Schwestern kommen Meinungsverschiedenheiten auf. Kultiviert deshalb Liebe zueinander. Bewahrt immer eine fröhliche Haltung, mit einem Lächeln auf den Lippen. Zieht nie ein Gesicht, als hättet ihr Rizinusöl getrunken. Nur dann wird euer Leben edel und vorbildlich. Seid immer glücklich und fröhlich. An was mangelt es euch? Durch Swamis Liebe und Gnade habt ihr alles.

    Manche Menschen sind nicht in der Lage, Schwierigkeiten auszuhalten. Wenn es ihnen jedoch gelingt, ein wenig Geduld zu haben, werden sogar dieser Schmerz und dieses Leid sich in einen Anlass zur Freude wandeln. Freude ist ein Abschnitt zwischen zwei Schmerzen. Ihr seid nicht eine Person, sondern drei: Die, für die ihr euch haltet; die, für die andere euch halten, und die, die ihr wirklich seid. Die Person, die ihr wirklich seid, ist die Wahrheit. Ihr lest viele Bücher, aber wenn ihr euren Kopf nicht in rechter Verfassung halten könnt, wird alles Lesen nutzlos werden. Der Kopf ist demzufolge sehr wichtig. Das ist Educare.

    Ihr habt sicherlich jede Menge Bücher gesehen, die von großen Persönlichkeiten geschrieben wurden. Jeder Autor muss einen bestimmten Aspekt des Göttlichen hervorgehoben haben. Aber die Gesamtsumme all dieser Beschreibungen repräsentiert das Göttliche, das eines ist. Manchmal richtet sich euer eigener Geist (mind) gegen euch. Es ist das Ergebnis eurer Gedanken. Alles ist Reaktion, Widerspiegelung und Widerhall. Beides, Gutes wie Böses, befinden sich nur in euch, nicht aber in der äußeren Welt. Wenn eure Sichtweise schlecht ist, werdet ihr Schlechtes sehen. Wenn eure Sichtweise jedoch gut ist, werdet ihr Gott überall sehen. Wenn ihr Wahrheit und Liebe aufgebt und anfangt, die Welt von diesem Standpunkt aus zu sehen, werdet ihr überall Konflikte wahrnehmen.

Verkörperungen der Liebe! Liebe Studenten!

    Ihr arbeitet alle in fernen Ländern. Dennoch denkt ihr an Swami und versucht, jedes Jahr wenigstens ein paar Tage in seiner göttlichen Gegenwart zu sein. Das ist euer gutes Schicksal (lauter Beifall). Dafür kann es nur einen Grund geben, und zwar eure Liebe zu Swami. Würde zwischen euch und Swami kein Band der Liebe bestehen, würdet ihr nicht, unter hohen Kosten und großer körperlicher Anstrengung, mit euren Familien hierher kommen. Diese Wahrheit müsst ihr erkennen. Ihr habt in Brindavan oder Prasanthi Nilayam studiert und arbeitet jetzt in verschiedenen Ländern. Wo immer ihr seid, denkt immer daran, dass Swami bei euch und in euch ist. Wenn jemand euch fragt, woher ihr kommt, antwortet ihr, von Brindavan oder Prasanthi Nilayam. Ihr sagt das zu eurer Zufriedenheit. Aber die Wahrheit lautet, dass Swami, Brindavan und Prasanthi Nilayam in euch sind.

Wenn man Selbstzufriedenheit erlangen will, muss man erkennen, dass alle eins sind.

Es gibt viele Religionen, aber nur ein Ziel.
Es gibt viele Kleider, aber nur ein Garn.
Es gibt viele Schmuckstücke, aber nur ein Gold.
Es gibt viele Kühe, aber nur eine Milch.
Es gibt viele Lebewesen, aber nur einen Atem.
Es gibt viele Kasten, aber nur eine Menschheit.

    Auch wenn die Menschen verschiedene Hautfarben haben, die Glückseligkeit, die sie in ihrem Herzen erfahren, ist eine allein. Ohne auf individuelle Unterschiede zu achten, müssen wir nach dieser Glückseligkeit streben. Meinungsverschiedenheiten sind vergänglich. Das Göttliche ist eines allein; es nimmt in verschiedenen Zeitaltern verschiedene Formen an. Vishnu erschien im Kritayuga in verschiedenen Avatarformen. Derselbe Herr kam im Tretayuga als Rama und im Dvaparazeitalter als Krishna. Dasselbe göttliche Prinzip wird, als Schöpfer, Brahma genannt, als Erhalter und „Organisator“ Vishnu, und als Zerstörer Maheshvara (oder Shiva). Die verschiedenen Namen werden zum Zwecke der Identifizierung benutzt.

    Wenn jemand euch nach eurem Namen fragt, nennt ihr ihn. Tatsächlich gaben eure Eltern euch diesen Namen; ihr wurdet nicht mit diesem Namen geboren. Zum Zeitpunkt der Geburt wart ihr nur ein Baby. Die Namen wurden danach gegeben. Leider lassen wir uns heutzutage wegen verschiedener Namen und Formen in Kontroversen ein, sogar in Bezug auf Gott. Wem immer ihr begegnet, er oder sie ist wahrhaftig eine Verkörperung des Göttlichen. Ihr begegnet zum Beispiel einem Bettler. Auch er ist Gott. Gott befindet sich in dieser Form. Grüßt ihn deshalb. Nichts ist daran falsch. Alle sind eins; verhaltet euch jedem gegenüber gleich. Liebt alle und dient allen, ob es sich um einen Bettler oder Millionär handelt.

    In diesem Jahr mögen auf der physischen Ebene Veränderungen geschehen. Aber im spirituellen Bereich wird überhaupt kein Wandel stattfinden. Möglicherweise gibt es in der Welt hier und da Konflikte. Im politischen Bereich könnte es einige Wechsel und Zusammenschlüsse geben. Einige neue Parteien und Vereinigungen könnten sich bilden. Parteien, Parteien, Parteien…wozu sind sie schließlich da? Nur zum Teetrinken (Swami macht im Englischen ein Wortspiel mit den Begriffen parties und tea). Wir müssen alle Menschen gleich behandeln. Wenn wir das tun, werden alle Menschen glücklich sein. Gutes wie Schlechtes, Freude wie Leid - man muss allem mit Gleichmut begegnen. Das ist des Menschen wichtigste Aufgabe. Der menschliche Geist ist, aufgrund der Nahrung, die man zu sich nimmt, und der Gesellschaft, in der man sich aufhält, empfänglich für Veränderungen. Der Geist (mind) gleicht einem verrückten Affen, keinem normalen Affen, sondern einem verrückten. Genau genommen ist der Geist ein Bestandteil der Menschheit (mankind). Deshalb sollte er freundlich (kind) gesinnt sein. Leider machen wir ihn heutzutage zu einem Affen. Ein Mensch sollte immer ein Mensch sein! Lasst andere uns antun, was immer sie, unwissentlich, wollen. Aber wir sollten nicht bewusst daran denken, anderen zu schaden. Das ist mein Rat.

    Dieser Körper erlebt das 83. Lebensjahr. In all diesen Jahren habe ich niemals jemandem geschadet oder irgendeinen Schmerz zugefügt. Ich habe niemals die Unwahrheit gesprochen. Ich spreche immer die Wahrheit, und nichts als die Wahrheit. Es bereitet mir großen Schmerz, wenn ich Unwahrhaftigkeit sehe. Lasst uns deshalb nur die Wahrheit sprechen, nichts als die Wahrheit. Der Sieg wird sicherlich unser sein. Geht immer den Weg der Wahrheit. Liebt alle! Es ist leicht, jemanden zu lieben, und schwer, jemanden zu hassen. Wenn ihr andere liebt, wird zwischen euch Einheit herrschen. Alle werden eins sein. Wo Einheit ist, wird Reinheit sein, und wo Reinheit ist, wird das Göttliche sein. Wenn ihr deshalb Göttlichkeit erreichen wollt, müsst ihr Einheit entwickeln. Und um Einheit zu erreichen, sollten die Menschen ihre Engstirnigkeit aufgeben. Dies ist ein Taschentuch. Es besteht aus vielen Fäden. Wenn ihr die Fäden einen nach dem anderen beseitigt, wird es schließlich kein Taschentuch mehr geben! Der Stoff besteht aus Fäden, und diese werden wiederum aus Baumwolle hergestellt. Entsprechend kann es ohne Menschen keine Menschlichkeit geben. Die Menschlichkeit muss allmählich in Göttlichkeit transformiert werden. Eine göttliche Person hat göttliche Kraft. Tatsächlich besitzt ihr alle göttliche Kraft. Es gibt keinen einzigen Menschen ohne göttliche Kraft. Aber niemand ist sich seiner innewohnenden göttlichen Kraft bewusst. Die Menschen stellen mir oft die Frage: „Swami! Wie können wir Einheit erreichen?“ Tatsächlich ist Einheit das Wesen der Menschheit. Die Menschen vergessen diese Einheit und argumentieren: „Er ist von mir verschieden, ich bin von ihm verschieden“, usw. Durch solche Argumente kann das Göttliche niemals erreicht werden. Denkt immer, dass ihr und andere eines allein seid. Ihr behauptet: „Soundso ist mein Vater, Soundso meine Mutter, Soundso meine Schwester.“ Dies sind keine wirklichen Beziehungen. Vater, Mutter, Schwester usw. sind nur Verbindungen auf der körperlichen Ebene. Die Beziehung zwischen Ehemann und Ehefrau ist nur durch Heirat entstanden. Wer ist ansonsten Ehemann, wer Ehefrau? Dies sind alles vom Menschen geschaffene Beziehungen. Man sollte jedoch, solange die Beziehung existiert, diese respektieren und ihr folgen. Ehemann und Ehefrau sollten einander niemals verletzen. Wenn einer von ihnen einen Fehler begeht, sollte er sanft darauf aufmerksam gemacht werden, damit er ihn korrigieren kann. Schikanieren, Beschuldigen und körperliche Gewalt sind üble Praktiken. Man sollte sie nie anwenden. Wenn ihr alle in Einheit lebt und euch ständig auf Gott besinnt, werdet ihr Reinheit erreichen. Dann wird Swami euch sicherlich dort, wo ihr euch befindet, Darshan geben. Ich gehöre euch allen. Ihr alle gehört mir. Ich unterscheide nicht zwischen den Einzelnen. Alle sind mein und ich gehöre allen. Aus weltlicher Sicht mag es in bestimmten Aspekten zwischen den Menschen Unterschiede geben. Aber auf der spirituellen Ebene sollte kein Unterschied sein.

    Liebe Jungen! Ihr seid mit großer Liebe zu Swami hierher gekommen. Möge euer Herz bis zum Überfließen von Liebe erfüllt sein! Sagt immer die Wahrheit. Dadurch, dass ihr die Wahrheit sagt, erlebt ihr vielleicht Schwierigkeiten. Das macht nichts; haltet an der Wahrheit fest. Dann werdet ihr sicherlich erfolgreich sein. Wir sollten nie Angst davor haben, die Wahrheit zu sagen. Wir sollten sogar bereit sein, für die Wahrheit zu kämpfen. Wahrheit allein siegt. Sagt deshalb immer die Wahrheit. Unwahrheit wird euch einen schlechten Ruf einbringen. Haltet unter allen Umständen an der Wahrheit fest. Kultiviert Liebe. Wahrheit ist Liebe und Liebe ist Wahrheit. Wenn ihr euch von diesen beiden, gleich den zwei Augen, schützen lasst, werdet ihr im Leben immer erfolgreich sein. Gott zu verehren, indem man das Wort Hingabe als leere Formel verwendet, bringt nichts.

    Ihr mögt sehr intelligent sein und habt euch vielleicht umfangreiches Wissen angeeignet. Aber wenn ihr kein Unterscheidungsvermögen entwickelt, werden eure ganze Intelligenz und all euer Wissen auf Null reduziert werden. Deshalb ist Unterscheidungsvermögen sehr wichtig. Analysiert, ob eure Sichtweise richtig oder falsch ist. Wenn ihr davon überzeugt seid, dass euer Standpunkt richtig ist, haltet bis zum Schluss daran fest. Die Welt befindet sich heutzutage in einem Zustand äußerster Verwirrung und höchstem Chaos. Wo immer ihr hinschaut, ist unaufhörlicher Kampf. Die Welt ist heutzutage voller Selbstsucht und Eigeninteresse. Solange diese zwei vorherrschen, wird das nur zur Niederlage führen. Ihr seid alle Studenten des Sri Sathya Sai Colleges. Deshalb solltet ihr den Idealen der Sathya Sai Bildungseinrichtungen gemäß leben. Wenn die Leute loben, Soundso ist ein guter Junge, er ist ein Student des Sri Sathya Sai Colleges, bin ich sehr glücklich. Verdient euch alle diesen guten Ruf. Das schenkt mir großes Glück. Ich kann mir nichts Größeres wünschen. Ich bitte nicht um meinetwillen darum. Erwerbt euch um eurer selbst willen einen guten Ruf! Bangaru! (Ihr Goldstücke!) Verhaltet euch dementsprechend. Wo immer ihr seid, vergesst nicht, über Gottes göttlichen Namen zu kontemplieren. Ihr könnt an irgendeinen Namen, wie Rama, Krishna, Govinda, Narayana, Madhusudana, Trivikrama usw. denken. Obwohl die Namen sich unterscheiden, ist Gott einer allein. Das höchste Wesen (purusha) hat Tausende von Köpfen, Augen und Füßen. Haltet immer an der Wahrheit und Liebe fest.

Bhagavan singt den Bhajan Hari bhajana bina… und fährt mit seiner Ansprache fort:

    Die Freude, die das Bhajansingen uns schenkt, kann durch kein anderes Mittel erreicht werden. Bhajans zu singen und Gottes Herrlichkeit zu preisen, gibt so viel Freude. Auch ich kann Bhajans melodiös singen; aber zurzeit habe ich sehr starke Halsschmerzen. Bhajans schenken große Freude. Auch wenn andere diese Freude nicht teilen, singt zur eigenen Freude Bhajans. Ich bin sehr glücklich. (Sich an die ehemaligen Studenten wendend): Wann habt ihr vor, in eure Heimat zurückzureisen? Wo immer ihr hingeht, Swamis Gnade ist in Fülle mit euch. Ich werde morgen an euch alle Prasad verteilen. Möget ihr alle mit freudiger Erinnerung an diese göttliche Versammlung nach Hause zurückkehren.

Übersetzung der vom Sri Sathya Sai Books & Publications Trust herausgegebenen, gedruckten englischen Fassung der Ansprache. S. B., Prashanti Nilayam

                                


   
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