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 Ansprache Sathya Sai Babas am 28.07.2007

Abschluss der Sri Sathya Sai Weltjugendkonferenz

 

Die Schöpfung geht aus der Wahrheit hervor
und mündet wieder in die Wahrheit ein.
Gibt es im Kosmos irgendeinen Ort, wo Wahrheit nicht existiert?
Schaut diese reine, makellose Wahrheit.

Jedes Lebewesen in dieser Welt, angefangen von der Ameise bis zu Insekt, Vogel, Raubtier und anderen Tieren, ist allein aus der Wahrheit hervorgegangen. Jene, die diese Wahrheit erkennen, sind wahre Yogis. Ohne Wahrheit bewegt sich in diesem Universum nichts. Diese höchste Wahrheit ist nur in einer Person verkörpert. Er ist Sathyam. (Swami materialisiert jetzt ein Lingam und zeigt es allen). Wer sonst kann dieses reine Bewusstsein manifestieren? Wahrheit ist allgegenwärtig. Wenn ihr an die Wahrheit denkt und euch auf sie besinnt, kann sie sich auch in euch manifestieren. Kontempliert deshalb ständig über die Wahrheit. Warum wurde dieser Körper Sathya Sai genannt? Aus diesem Sai manifestiert sich nichts als die Wahrheit. Wer immer die Wahrheit kontempliert, im Herzen einer solchen Person ist Sathyam gegenwärtig. Man sollte deshalb niemals die Wahrheit vergessen. Dharma ist die Reaktion, die Widerspiegelung und der Widerhall von Wahrheit. Tatsächlich gibt es kein größeres Dharma (Verhaltensrichtschnur), als an der Wahrheit festzuhalten.

Heute werden in der weltlichen Bildung verschiedene Wissenszweige gelehrt. Aber das ist nicht wahre Bildung. Wahre Bildung bezieht sich auf die Wahrheit, die aus dem eigenen Herzen hervorgeht. Sie hat weder Name noch Form. Welche Form könnte Wahrheit haben? Welche Gestalt hat Dharma? Welche Gestalt hat Friede? Wahrheit, Dharma, Frieden, Liebe und Gewaltlosigkeit sind alle formlos. Man muss diese menschlichen Werte aus dem eigenen Herzen manifestieren. Die Art von göttlicher Energie, die nicht im Menschen zu finden ist, ist auch in keinem anderen Lebewesen. Deshalb ist der Mensch wahrhaft Gott. Er ist Gott in menschlicher Form.

Ihr alle haltet einen Menschen für nicht mehr als einen Menschen. Aus diesem Grund begeht ihr so viele Fehler. Ihr seid nicht bloß ein Mensch, ihr seid wahrhaft Gott. Denkt, dass ihr Gott seid, und ihr werdet Gott werden. Wie man empfindet, so geschieht es. Wenn ihr an Schlechtes denkt, werden nur schlechte Gedanken zu euch kommen.

Alle Menschen in dieser Welt lieben irgendjemanden. In dieser Liebe gibt es jedoch Unterschiede. Schüler lieben ihre Mitschüler. Frauen lieben andere Frauen. Gott ist sowohl in dieser wie auch der anderen Frau gegenwärtig. Beide sind Verkörperungen des Göttlichen. Der eine Gott ist in allen Körpern anwesend. Wir müssen jeden Menschen lieben. Liebt alle, dient allen, denn Gott ist in allen Menschen gegenwärtig. Es gibt in diesem Universum keinen Ort, wo Gott nicht anwesend ist. Gott ist im Himmelsgewölbe, im Wasser, im Klang und im Licht gegenwärtig. So ist alles in diesem Universum die Verkörperung des Göttlichen.

Wir vergessen dieses allgegenwärtige Göttliche und beten Gott in Gestalt eines Abbilds im Tempel an. Ihr könnt diese Idole zweifellos anbeten. Das ist nicht falsch. Aber ihr müsst die Wahrheit erkennen, dass der Gott in diesem Idol in jedem Menschen, ja sogar in jedem Lebewesen, existiert. Ich sage nicht, es sei falsch, diese Idole zu verehren. Aber ihr seid selber Gott. Seht zuerst euch selbst als Gott und beginnt dann, denselben Gott in jedem Lebewesen zu sehen. Euer Körper ist ein Tempel. In diesem Körper befindet sich göttliche Energie. Man muss in diesem Zusammenhang jedoch etwas Unterscheidungsvermögen walten lassen. Ihr müsst hinterfragen, ob diese Energie Gott ist. Tatsächlich ist auch der Körper Gott. Gott befindet sich in jedem Atom und jeder Zelle des menschlichen Körpers. Es gibt in diesem Universum keinen Ort, wo Gott nicht anwesend ist. Hegt deshalb keinen Zweifel bezüglich der Existenz Gottes. Vergesst Gott nicht. Wenn ihr euch selber vergesst, ist das tatsächlich so, als würdet ihr Gott vergessen. Vergesst deshalb nicht euch selbst. Aus diesem Grund wird geraten: Seid immer achtsam. Ihr müsst euch ständig fragen: „Vergesse ich Gott?“ Seid euch immer eurer wahren Natur bewusst und denkt daran: „Ich bin Ich.“ Wenn ihr unerschütterlich in dieser Wahrheit verankert seid, bleibt überhaupt kein Raum mehr für schlechte Gedanken über andere. Ohne ihr eigenes wahres Wesen zu erkennen, denken Narren und Unwissende anders. Gott ist in allen Menschen gegenwärtig. Die Köpfe aller Menschen in dieser Welt sind in Wahrheit Gottes eigene Köpfe. Deshalb wird Gott Virâtsvarûpa, die Verkörperung der kosmischen Göttlichkeit, genannt. Er ist die kosmische Form. Innerhalb dieser kosmischen Form besitzt jeder eine eigene Gestalt, aber Gott ist in jeder Gestalt gegenwärtig. Krishna erklärte in der Bhagavadgita: Der ewige Atman in allen Wesen ist Teil meines Wesens. Ich allein bin in jedem von euch anwesend. Ihr seid nicht verschieden von mir. Habt keinen Zweifel daran und fördert keine andere Sichtweise.

Stärkt eure Liebe; das ist die richtige spirituelle Disziplin. Wenn die Frucht der Liebe in eurem Herzen gereift ist, kann der Saft dieser Frucht mit allen geteilt werden. Lasst deshalb als Erstes diese Frucht der Liebe in eurem Herzen reifen. Wenn ihr euer Herz mit reiner Liebe füllt, kann diese Liebe mit allen geteilt werden. Dann werden alle Menschen zur Verkörperung der Liebe werden, und in der Welt wird kein Platz mehr für Hass und Gewalt sein.

Wo immer ihr heute hinschaut, stoßt ihr auf Hass und Meinungsverschiedenheiten der Menschen untereinander. Tatsächlich sind es nicht wirklich Unterschiede. Im weltlichen Leben mögen sie als Unterschiede erscheinen, aber aus spiritueller Sicht sind alle eins. Genau genommen sind alle Nullen und Gott allein ist der Held. Nur er ist die Eins. Alle anderen sind Nullen, die sich neben ihm aufreihen, und nur dadurch Wert erhalten. Entfernt diese Eins, und alle werden zu bloßen Nullen reduziert. Deshalb ist Gott der einzig wichtige Faktor in unserem Leben.

Allein unsere geistige Einstellung (mind) ist für alle Leiden und Schwierigkeiten wie auch das Glück der Menschen verantwortlich. Manche Leute halten den Geist für schlecht und nennen ihn „Affengeist“ (monkey mind). Aus meiner Sicht ist es kein „monkey mind“, sondern „mankind“ (das englische Wort für Menschheit). Er ist immer gütig (kind). Es ist der Geist, der euch Freude und Glück schenkt, und es ist wiederum der Geist, der euch Sorge und Leid bringt. Wenn es euch gelingt, den Geist in einem angemessen Zustand zu halten, kann nichts schlecht sein. Betrachtet auch den Geist als göttlich, und ihr werdet immer glücklich sein.

Der Atman ist ewige Glückseligkeit (nityânanda), schenkt die höchste Freude (paramasukhada), ist die Verkörperung absoluter Weisheit (kevalajnânamûrti), jenseits aller Gegensatzpaare (dvandvâtîta), ausgedehnt und alldurchdringend wie der Himmel (gagana sâdrishya), das im großen Lehrsatz „tat tvam asi – das bist du“ angezeigte Ziel (tat-tvam-asy-âdi-lakshya), das Eine ohne ein Zweites (ekam), ewig (nitya), rein (vimala), unwandelbar (acala), der Zeuge aller Funktionen des Intellekts (sarvadhî sâkshibûta), jenseits aller geistigen Befindlichkeiten (bhâvâtîta) und jenseits der drei Grundeigenschaften Tamas, Rajas und Sattva (trigunarahita).

Ob ihr Atman, Geist oder Bewusstsein sagt, sie sind alle eins. Wir geben, je nach Belieben und entsprechend dem Zusammenhang, demselben Prinzip verschiedene Namen. Zum Beispiel wurde diesem Körper der Name Sathya gegeben. Dieser Name wurde dem Körper gegeben, und nicht mir. Ich bin nicht der Körper, ich bin nicht der Verstand, ich bin nicht der Intellekt, ich bin nicht Geist und Gemüt (citta), ich bin nicht Einbildung. Bhagavan ist Bhagavan. Diesen festen Glauben müsst ihr entwickeln. Es kann geschehen, dass Geist und Gemüt mancher Menschen durch Änderungen der Essgewohnheiten und der Freizeitgestaltung Störungen ausgesetzt sind. Es ist ebenso möglich, dass sie durch manche Freunde beeinflusst werden. Ich wiederhole häufig das Sprichwort: Sage mir, mit wem du umgehst, und ich sage dir, wie du bist. Ich rate euch deshalb, euch der Gesellschaft edler Seelen anzuschließen.

Gute Gesellschaft führt zu Gleichmut,
Gleichmut befreit einen von Täuschung.
Freiheit von Täuschung führt zu einem beständigen Geist,
und ein beständiger Geist verleiht Befreiung.

Jeder kann Befreiung erlangen. Es ist möglich. Aber wann? Sobald ihr euch in der Wahrheit „Ich bin Atman“ verankert, werdet ihr Befreiung erhalten. Denkt ständig: „Swami ist in mir, ich bin in Swami.“ Wenn euer Geist unbeständig ist, nützt es jedoch nichts, nur die Worte „Ich bin Swami, ich bin Swami“, zu wiederholen. Entwickelt den festen Glauben: „Ich bin Swami“, „ich bin Gott, ich bin Gott.“ Nur wenn ihr diese feste Überzeugung entwickelt, werdet ihr das Göttliche erreichen, das eigenschaftslos (nirguna), makellos (niranjana), die ewige Wohnstatt (sanâtana niketana), ewig (nitya), rein (shuddha), erleuchtet (buddha), frei (mukta) und die Verkörperung der Reinheit und Heiligkeit (nirmala svarûpina) ist. Wenn euer Geist hingegen durch schlechte Gedanken verunreinigt ist, wird sich für euch alles als schlecht erweisen.

Heutzutage ist sogar das Wasser verschmutzt. Aufgrund dieser Wasserverschmutzung wird der menschliche Körper von verschiedenen Krankheiten heimgesucht. Es ist deshalb notwendig, auch den physischen Körper bis zu einem gewissen Grad zu schützen. Was glaubt ihr, zu welchem Zweck Gott euch diesen Körper gegeben hat? Nur, damit ihr euer eigenes Selbst erkennt. Aber ihr vergesst diesen Zweck und euer Geist ist auf den physischen Körper ausgerichtet. Aus was besteht letztlich dieser menschliche Körper? Der Körper gleicht einer Schaumblase auf dem Wasser, und der Geist einem verrückten Affen. Folgt nicht dem Körper, folgt nicht euren Stimmungen (mind). Folgt dem Gewissen. Wenn ihr nur dieses einfache Prinzip lernt, wird euer Leben geheiligt sein. Ihr braucht dem, was andere Leute sagen, keine Beachtung schenken. Reinheit des Bewusstseins ist das Ergebnis von Wissen. Nur wenn euer Bewusstsein rein ist, werdet ihr Weisheit erhalten. Geistige Reinheit ist von größter Bedeutung. Haltet euren Geist rein, frei von allen Arten der Verschmutzung. Wann immer schlechte Gedanken in euren Geist dringen, denkt daran: „Das ist nicht gut; es gehört nicht zu mir“, und vertreibt diese schlechten Gedanken. Sagt euch selbst: „Diese schlechten Gedanken gehören nicht zu mir. Nur gute Gedanken und gute Ideen sind mein Eigentum.“ Erinnert euch ständig an die Wahrheit, dass Liebe Gott ist. Lebt in Liebe. Wenn ihr solche positiven, edlen Gedanken kultivieren könnt, wird sich für euch alles zum Guten wenden. Hier sind etliche Menschen, die sich durch vergängliche Dinge täuschen lassen. Euer Herz ist zweifellos rein, und ihr habt nur reine Gedanken. Aber gelegentlich tritt ein gewisser Grad an Verschmutzung ein. Ihr müsst sicherstellen, dass das nicht geschieht. Das ist eure spirituelle Disziplin.

Was ist spirituelle Disziplin, Sadhana? Bedeutet es, in Meditation zu sitzen und Gottes Namen mithilfe eines Rosenkranzes zu wiederholen? Nein. Das ist keine spirituelle Disziplin. Was glaubt ihr, ist die Bedeutung von Meditation? Ihr denkt, es bedeute, an einem einsamen Platz zu sitzen und sich auf Gottes Namen zu besinnen. Keinesfalls! Besinnt euch auf die reinen Gedanken in eurem Geist. Kontempliert über die Wahrheit in euch. Wenn ihr wirklich das Geheimnis von spiritueller Disziplin wissen wollt, kann es durch sehr einfache Methoden erklärt werden. Haltet zum Beispiel euren Geist für die kurze Zeitspanne von elf Sekunden stetig und still. Sogar in einer so kurzen Zeit könnt ihr Verwirklichung erlangen. Verwirklichung ist nicht zu erreichen, indem man rastlos wie eine Uhr wird. Elf Sekunden geistiger Stille reichen aus. Aber ihr tut nicht einmal das. Während dieser Zeitspanne könnt ihr viel erreichen. Strengt euch deshalb nicht unnötig an. Gegenwärtig bereitet ihr eurem Körper eine Menge Schwierigkeiten. Ihr verschwendet auch eine Menge Geld. Verschwendete Zeit ist verschwendetes Leben. Geldverschwendung ist ein Übel. Verschwendet deshalb weder Geld noch Zeit. Zeit ist Gott und Gott ist Zeit. Denkt deshalb, wann immer ihr Zeit findet, an Swami. Ich werde sicherlich vor euch erscheinen. Darüber hinaus werde ich sogar mit euch sprechen. Ich erhalte etliche Briefe, in denen Menschen berichten, Swami sei vor ihnen erschienen und habe zu ihnen gesprochen. Auch ihr könnt diese spirituelle Disziplin praktizieren. Entwickelt dieses unerschütterliche Vertrauen in Swami, und ihr werdet in eurer spirituellen Disziplin mit Sicherheit erfolgreich sein. Zahlreiche Leute sind als Devotees hierher gekommen. Sie empfinden zweifellos tiefe Hingabe zu Swami. Aber was ist Hingabe? Was ist das Kennzeichen eines Devotees? Das muss zuerst analysiert werden. Entwickelt als erstes Glauben und Vertrauen.

Wo Vertrauen ist, ist Liebe.
Wo Liebe ist, ist Wahrheit.
Wo Wahrheit ist, ist Gott.

Wahrheit ist Gott. Um die Wahrheit zu kennen, braucht ihr keine spezielle Anstrengung zu unternehmen. Tatsächlich genügen elf Sekunden, um die Wahrheit zu erkennen. Kontempliert in eurem Geist für eine Zeitspanne von elf Sekunden über die Wahrheit und ihr werdet in der Lage sein, Gottes Darshan zu erhalten. Ihr strengt euren Körper unnötig an, indem ihr stundenlang in Meditation sitzt. Als Folge davon leidet ihr an Schmerzen in den Beinen und Händen und an Rückenschmerzen. Gebt keinen Anlass für solche schmerzhaften Gelenke. Ihr werdet schließlich in der Praxis eines Arztes landen, der euer Problem als rheumatische Schmerzen diagnostiziert. Aber es sind keine rheumatischen Schmerzen. Die Schmerzen sind das Ergebnis fehlgeleiteter spiritueller Disziplin. Haltet euch an die Zeitspanne von elf Sekunden, und ihr werdet keine Schmerzen haben.

Esst darüber hinaus auch rechtzeitig. Was Nahrung angeht, müsst ihr gewisse subtile Dinge wissen und einige Einschränkungen beachten. Ihr solltet keine nichtvegetarische Nahrung wie Fleisch und Fisch zu euch nehmen. Tatsächlich sind Ausländer nur an nichtvegetarisches Essen gewöhnt. Diese Art von Ernährung verursacht Krankheiten wie Krebs. Gebt deshalb solche Nahrung vollständig auf. Nicht nur das. Sie mögen auch Käse sehr. Je mehr Käse ihr verzehrt, desto schwächer werdet ihr. Ihr solltet auch nicht Milch im Übermaß trinken. Zu viel Milch ist sehr schlecht. Der Milchkonsum sollte sich in Grenzen halten. Die Milch sollte in gleicher Proportion mit Wasser verdünnt werden. Das gleiche gilt für Joghurt. Er sollte nicht dick, sondern halbflüssig sein. Auf diese Weise müsst ihr die Nahrung, die ihr täglich zu euch nehmt, kontrollieren. Um sich auf Gott zu besinnen, ist rechte Nahrung zur rechten Zeit sehr wichtig. Wenn ihr auf diese Weise richtig esst und Disziplin in euren Lebensgewohnheiten bewahrt, könnt ihr sicher sein, in demselben Moment Gottes Darshan zu erhalten. Ihr braucht nicht monate- und jahrelang rigorose spirituelle Disziplin zu praktizieren. Ihr könnt immer glückselig sein. Glückseligkeit ist Gottes Form.

Ihr wollt Glückseligkeit haben. Aber woher bekommt ihr sie? Aus einem Geschäft am Markt? Oder indem ihr in einem Restaurant ein ausgiebiges Mahl mit vielerlei Speisen zu euch nehmt? Nein, keinesfalls! Glückseligkeit muss aus dem Inneren kommen. Tatsächlich seid ihr die Verkörperung der Glückseligkeit. Zum Zeitpunkt eurer Geburt wart ihr glückselig. Aber als ihr anfingt, Bindung an die Welt zu entwickeln, habt ihr angefangen zu weinen. Deshalb müsst ihr eure weltlichen Bindungen reduzieren. Zurzeit seid ihr sehr an die Welt gebunden. Ihr schwächt dadurch euren Körper und endet schließlich in Leid. Sich zu sorgen, ist eine sehr schlechte Eigenschaft. Eile, Sorge und falsches Essen (hurry, worry, curry ) – diese drei zusammen schwächen das Herz sehr. Haltet euch deshalb von ihnen fern. Wann immer ihr euch in Schwierigkeiten befindet, versichert euch, dass dies vorübergehende Wolken sind, die weiterziehen werden, und so werdet ihr euch keine Sorgen machen. Was auch immer kommt, muss wieder vergehen. Diese Dinge sind vorübergehend. Dasselbe gilt für den menschlichen Körper. Ihr solltet deshalb dem Körper nur soweit wie nötig Bedeutung beimessen. Der Körper muss innerhalb angemessener Grenzen erhalten werden, ansonsten wird er krank. Ihr müsst sehr achtsam sein. Jene, die spirituelle Disziplin durchführen und Gottes Darshan, Sparshan und Sambhasan (Gott sehen, ihn berühren und mit ihm sprechen) haben wollen, müssen meinem Rat folgen. Ihr könnt sicher sein, seinen Darshan zu erhalten, und ihr könnt sogar mit Gott sprechen. Hingabe besteht nicht nur darin, bestimmte Formen des Gottesdienstes zu pflegen oder religiöse Gelübde einzuhalten oder den Rosenkranz zu beten. Wahre Hingabe setzt unerschütterliche Liebe zu Gott, frei von jeder Täuschung, voraus. Ihr müsst diese beständige Liebe zu Gott entwickeln. Dann werdet ihr das Göttliche sicher erreichen. Da die Menschen gegenwärtig an die Welt gebunden sind, wachsen in ihnen dämonische Eigenschaften. Begierde (kâma, auch: Wunsch, Lust, Verlangen) und Zorn (krodha) sind die schlimmsten Feinde des Menschen. Ihr müsst immer glücklich, freundlich und liebevoll sein. Wenn ihr lächelt, wird sich automatisch Liebe in euch entfalten. Natürlich wird es einige Menschen geben, die ein Gesicht ziehen, als hätten sie Rizinusöl getrunken. Aber ihr solltet immer lächeln und fröhlich sein.

Gott ist immer glückselig. Er sorgt sich um nichts. Leid und Sorge kommen Gott nicht nahe. Beobachtet mich; ich bin immer fröhlich und lächle. Ich habe keinen Schmerz und kein Leid. Ich enthülle die Wahrheit. Vor einiger Zeit wurde durch einen Fehlers der Studenten, mein Bein verletzt. Mein Hüftknochen erhielt vier Risse. Die Ärzte untersuchten mich und beschlossen, mein Bein einzugipsen. Ich weigerte mich. Ich lief zum Balkon und gab den Devotees Darshan. Sogar jetzt ist eines meiner Beine zwei Zoll (ca. 5 cm) kürzer als das andere. Einige Ärzte, unter anderem Dr. Pillay und sein Sohn aus Singapur, kamen und wollten mich untersuchen. Sie sind Spezialisten in Orthopädie. Auch aus Amerika und anderen Orten kamen viele Experten. Sie baten: „Swami! Bitte schenke uns nur fünf Minuten, um dein Bein zu untersuchen.“ Ich sagte zu ihnen: „Wenn ihr wollt, gebe ich euch fünf Stunden Zeit für spirituelle Zwecke. Aber ich werde euch nicht einmal fünf Minuten für diesen Körper und eine ärztliche Untersuchung geben.“ Sogar jetzt stützen die Studenten meinen Körper, während ich gehe. Ich weise sie zurecht und sage: „Ich werde nicht laufen, wenn ihr mir nachlauft.“ So gebe ich den Studenten, die mich begleiten, strikte Anweisungen. Ich komme selber zurecht. Ich empfinde nicht im mindesten Schmerz oder Leid. Ich kann normal gehen. Ich stolpere nicht beim Gehen und kann meine normale Schrittgeschwindigkeit einhalten. Ich halte seit vielen Jahren dasselbe Körpergewicht. Damals wog mein Körper 110 Pfund. Mein Körpergewicht nahm nicht einmal ein halbes Pfund zu oder ab. Ich bin immer gesund und munter. Niemand braucht sich um meine Gesundheit zu sorgen. Ich werde immer glücklich sein. Wenn ihr Swami von außen anschaut, denkt ihr, Swami leide möglicherweise starke Schmerzen. Keinesfalls! Ich habe keinerlei Schmerzen. Selbst wenn etwas Schmerz vorhanden sein sollte, wird eure Liebe zu Swami diesen Schmerz beseitigen. Es genügt, wenn ich euch anschaue, und mein ganzer Schmerz ist verschwunden! Ich bin glücklich und frohgemut. Mein Schmerz, falls überhaupt welcher da sein sollte, muss durch eure Liebe zu Swami, und nicht durch Ärzte, beseitigt werden. Was könnte der Grund dafür sein, dass heute so viele Menschen hier zusammengekommen sind? Was besagt das? Es macht mich außerordentlich glücklich, dass ich in der Lage bin, die Liebe so vieler Menschen zu gewinnen. Seid auch ihr glücklich, wo immer ihr seid. Ich bin immer glücklich, und es macht mich außerordentlich froh euch alle hier zu sehen. Es ist euer gutes Geschick. Diesmal sind alle mit intensiver Liebe und Hingabe hierher gekommen. Das macht mich sehr glücklich und froh. Mich verlangt es sehr danach, von morgen an zu Fuß zur Sai Kulwant Halle zu kommen, um euch Darshan zu geben. Es gibt keine wirksamere Medizin als Liebe. Eure Liebe ist meine Medizin. Es ist die machtvollste Medizin. Genauso ist meine Liebe eine machtvolle Medizin für euch alle. Seid immer glücklich und voll Frieden. Lebt wie die Mitglieder einer Familie in Liebe und Zuneigung zusammen. Lasst euch nicht durch unbedeutende Schwierigkeiten und Leid bedrücken. Gebt Sorgen keinen Raum. Auch wenn eure Frau oder eure Kinder an einer Krankheit leiden, lasst euch nicht verstören. Kehrt mit dem starken Glauben, dass sich alles zum Guten wenden wird, nach Hause zurück. Führt ein glückliches, friedvolles Leben.

(Swami zeigt jetzt den Anwesenden den Lingam, den er zuvor erschaffen hatte, und fragt: Habt ihr diesen Lingam gesehen? Er ist schwer. Ein viel größerer Lingam wird aus Swamis Mund hervorgehen. Das Shivarâtrifest naht heran.)

Übersetzung der vom Aschram herausgegebenen, gedruckten englischen Fassung der Ansprache: S. B., Prashanti Nilayam.

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