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 Ansprache Sathya Sai Babas am 26.12.2007

 

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Ansprache Sathya Sai Babas an Weihnachten, 26.12.2007    


Ein zorniger Mensch kann nichts erreichen
Er macht Fehler und hat Freude an sündhaften Taten.
Er wird von allen verachtet.
Liebe ist Gott und Gott ist Liebe
Ohne Liebe können die Menschen nicht existieren.

    Mangel an Liebe ist die Ursache für alle Differenzen, Auseinandersetzungen und Konflikte in der Welt, vor allem in der gegenwärtigen Zeit. Viele Leute behaupten, die Welt werde heutzutage von Leid, Verlusten und Schwierigkeiten heimgesucht. Ich stimme dieser Sichtweise nicht zu. Ich sage euch, alles ist nur unsere Einbildung. In Wirklichkeit gibt es in dieser Welt weder Friedlosigkeit noch Leid. Ich sehe überall nichts als Frieden, Frieden, Frieden. Wenn unser Herz friedvoll ist, können wir um uns herum Frieden wahrnehmen. Friedlosigkeit, Leid, Zorn usw. sind die Reaktion, die Widerspiegelung und der Widerhall unseres inneren Zustands. Leiden und Schwierigkeiten, Zorn und Friedlosigkeit werden durch uns erzeugt, sie sind unsere eigene Schöpfung. Sie sind keine natürlichen Erscheinungen dieser Welt.

    Wenn euch jemand nach eurem Namen fragt, dann nennt ihr ihn (Swami fragt einen vor ihm sitzenden Schüler nach seinem Namen. Der Junge antwortet: „Vikas“). Tatsächlich ist das nicht sein wirklicher Name. Wenn ihr die anderen ebenso fragt, sagt jeder euch einen anderen Namen. Aber wenn Gott seinen Namen nennen wollte, würde er sagen: „Aham Brahmâsmi“ – „Ich bin Brahman.“ Tatsächlich sollten wir alle diesen einen Namen wiederholen, denn wir sind alle Verkörperungen des göttlichen Selbst. All unsere Namen wurden uns von unseren Eltern gegeben. Wir werden nicht mit einem bestimmten Namen geboren. Jene, die diese Wahrheit nicht erkennen, können kein glückliches Leben führen.

Verkörperungen der Liebe!

    Tatsächlich ist Liebe eine andere Bezeichnung für Brahman. In Wirklichkeit haben die Bezeichnungen Liebe, Atman, Prema, Aham oder Brahman alle dieselbe Bedeutung. In dieser Welt gibt es nichts anderes als Liebe. Aber leider sind wir nicht fähig, zu verstehen, was Liebe ist. Wir bringen Liebe mit der Welt in Verbindung und halten sie für etwas Körperliches. Tatsächlich hat Liebe überhaupt nichts mit dem physischen Bereich zu tun. Dies ist die Wahrheit.

    Du bist nicht eine Person, sondern drei – die, für die du dich hältst, die, für die andere dich halten und die, die du wirklich bist. Was andere glauben, ist alles Einbildung. Das Selbst in dir ist die einzige Wahrheit. Wer ist dieses Selbst? Es ist „Ich“. Dieses „Ich“ ist in allen dasselbe. Die Christen verehren das Kreuz. Das Kreuz ist ein Symbol, welches die Menschen dazu aufruft, sich vom Ego zu befreien. Keiner von euch ist vom anderen verschieden. Ihr müsst deshalb immer der Wahrheit eingedenk sein, dass alle eins sind. Jene, die aus Karma geboren werden, wachsen und schließlich vergehen (nämlich die physischen Körper), sind alle unwirklich. Ihr seid, in Übereinstimmung mit der vedischen Aussage „aham brahmâsmi“, immer Brahman. Nur wenn ihr glaubt, Brahman zu sein, könnt ihr diese Wahrheit erkennen. Bis dahin werdet ihr auf die verschiedenen Namen wie Ramanna, Krishnanna usw. beschränkt sein, die euch von euren Eltern zum Zweck der Identifizierung gegeben wurden. Ihr seid gewiss mit keinem Namen auf die Welt gekommen. Wenn jemand die Eltern nach dem Namen ihres neu geborenen Kindes fragt, antworten sie möglicherweise, dem Kind sei noch kein Name gegeben worden. Das verdeutlicht, dass alle Namen uns von jemandem gegeben wurden, wir sind nicht mit ihnen geboren worden. Sie dienen dem Zweck, das betreffende Individuum zu identifizieren. Millionen und Abermillionen Menschen bewohnen diese Welt, aber keiner scheint die Wahrheit erkannt zu haben, dass er Gott ist. Leider leben wir heutzutage mit Namen, die uns jemand anders gegeben hat.

    Was ist Brahman? „Ich“. Brahman wird weder geboren noch stirbt es. Das ist die alleinige Wahrheit; andere Ereignisse kommen und gehen. Zum Beispiel habe ich beschlossen, diese Kette zu erschaffen (Swami erschafft mit seiner göttlichen Hand eine Goldkette). Sie wurde durch meinen göttlichen Willen erschaffen. Zuvor existierte sie nicht. So sind alle Dinge und Wesen in dieser Welt aus Sankalpa (Wille, Gedanke, Plan, Beschluss) heraus geboren. Demzufolge ist der göttliche Wille die Ursache der ganzen Schöpfung. Darüber hinaus spielt auch Maya, die kosmische Täuschung, eine Rolle. Wenn Maya und Wahrheit zusammenkommen, findet Schöpfung statt. Ohne Maya kann es keine Schöpfung geben. Maya ist für den Menschen wie ein Schatten. Aber dieser Schatten täuscht uns. Bei Sonnenaufgang ist unser Schatten lang. Mit dem allmählichen Höhersteigen der Sonne fällt unser Schatten schließlich zur Mittagszeit unter unsere Füße. So wächst der Schatten und schrumpft. Wir sollten deshalb den Schatten nicht irrtümlich für unsere Grundlage halten.

Verkörperungen der Liebe!

    Liebe ist die wichtigste Eigenschaft des Menschen. Und Glaube und Vertrauen[1] sind die Grundlage dieser Liebe. Das Wort „love“ wird l, o, v, e buchstabiert. L steht für Lord (der Herr, Gott). Also wird Liebe aus dem Herrn, Gott, geboren. Die gesamte Schöpfung, ob es sich um eine winzige Ameise oder einen mächtigen Elefanten handelt, ist eine Manifestation von Gottes Liebe. Alles ist Gottes Schöpfung.

Nicht einmal ein Grashalm wird sich ohne den göttlichen Willen bewegen.
Menschen, die diese Wahrheit nicht begreifen,
werden von ihrem Stolz auf ihre Intelligenz und ihr Unterscheidungsvermögen überwältigt.
Aber niemand, wie herausragend er auch sein mag,
weiß, was die Zukunft für ihn bereithält.

    Wie entstand dieser Grashalm? Nur durch den göttlichen Willen. Entsprechend wird jeder Mensch allein aus dem göttlichen Willen heraus geboren. Ohne Gott kann es keine Schöpfung geben. Wenn ihr die Erde im Sommer anschaut, sieht sie vertrocknet aus. Aber wenn die Regenzeit kommt, ist sie grün, mit einer Vielfalt an Pflanzen. Woher kamen sie? Vom Regen. Der Regen kam aus den Wolken. Die Wolken wurden durch die Sonne verursacht. Und die Sonne selbst ist aus Gott entstanden. So hat die gesamte Schöpfung ihren Ursprung in Gott. Ohne Gott kann es keine Luft, keine Sonne, keinen Regen und keine Pflanzen geben. Obwohl uns diese Wahrheit bekannt ist, neigen wir dennoch dazu, Gott zu vergessen, erinnern uns aber an alles andere. Das ist nicht richtig. Ihr solltet Gott niemals vergessen. Wenn ihr Gott vergesst, ist das so, als ob ihr alles vergesst. Denn Gott ist die Quelle und Ursache von allem. Leider vergessen wir heutzutage die Grundlage oder den Ursprung des gesamten Universums. Ohne Fundament kann es keine Mauern geben. Ohne Mauern gibt es kein Dach, und in einem Haus ohne Dach kann man nicht leben. Deshalb ist vor allem anderen das Fundament sehr wichtig. Auf dem Fundament werden die Säulen errichtet und schließlich das Dach darüber gebaut. Entsprechend dieser Analogie ist Selbstvertrauen die Grundlage, Selbstzufriedenheit die Mauer, Selbstaufopferung das Dach und Selbstverwirklichung ist schließlich das Leben. So sollte alles eine Grundlage haben. Das ist die grundlegende Wahrheit, aber wir vergessen diese.

    Jesus war der Sohn von Josef und Maria. Als Maria ihn in ihrem Leib trug, mussten sie nach Bethlehem reisen, um an der vom römischen Kaiser angeordneten Volkszählung teilzunehmen. Sie mussten den ganzen Weg auf einem Esel zurücklegen. Es war eine beschwerliche Reise. Als sie schließlich in Bethlehem ankamen, war es Nacht. Sie hatten keinen Platz zum Ausruhen und waren müde. Joseph suchte und suchte nach einem Ruheplatz, konnte aber keinen finden. Schließlich ging er zu einem Viehstall und klopfte an die Tür. Er erklärte dem Besitzer des Gasthauses, dass Maria kurz davor war, ein Kind zur Welt zu bringen. Widerstrebend wies der Wirt ihnen einen Platz in einer Ecke zu, wo sie die Nacht verbringen konnten. In derselben Nacht gebar Maria einen Sohn. Mit ein paar alten Kleidern und trockenen Blättern wurde dem neugeborenen Kind ein provisorisches Bett bereitet.

    Der Junge wurde Jesus genannt. Fröhlich wuchs er unter Marias liebevoller Obhut auf. Als er zum Jungen herangewachsen war, mussten Joseph und Maria nach Jerusalem reisen, um an einem Fest teilzunehmen. Jesus verlor sich in der Menge und konnte trotz intensiver Suche nicht gefunden werden. Die Eltern waren sehr besorgt. Schließlich kehrte Jesus zu seinen Eltern zurück. Auf die Frage, wo er gewesen sei, antwortete er, er sei gegangen, um die Ansprache des Priesters im nahe gelegenen Tempel zu hören. Der Priester hatte ihm beigebracht: „Du alleine bist die Wahrheit; denke immer daran.“

    Danach wanderte Jesus lange Zeit, immer über diese Lehre kontemplierend, allein umher und kam schließlich zu einem Fluss, an dem ein paar Bootsleute saßen. Der erste, den Jesus erblickte, war Petrus. Jesus fragte ihn: „Wie heißt du?“ Er antwortete: „Mein Name ist Petrus, und (auf einen in der Nähe sitzenden alten Mann zeigend) dies ist mein Vater.“ Der alte Mann fertigte Fischernetze an. Jesus schloss Freundschaft mit Petrus. Petrus beklagte sich bei Jesus: „Gestern suchten wir den ganzen Tag nach Fischen, konnten aber keine finden.“ Daraufhin sagte Jesus ihm: „Geh zu der und der Stelle, und du wirst jede Menge Fische finden.“ Jesus begleitete die Bootsleute bei diesem Versuch. Wie von Jesus vorhergesagt, konnten sie viele Fische fangen. Die Bootsleute wunderten sich: „Wie erhaben Jesus ist! Er weiß alles.“

    Von da an behandelten sie Jesus als ihren Lehrer. Obwohl von Alter und Gestalt her jung, war er alt genug an Weisheit. Deshalb folgten sie alle seinen Anweisungen aufs Wort. Die gesamte Fischergemeinschaft dort behandelte Jesus mit großer Ehrfurcht als ihren Meister. Sogar große Meister scheinen auf den ersten Blick gewöhnliche Menschen zu sein. Wenn sie sich nach und nach zu erkennen geben, entdecken die Menschen ihre wahre Natur und scharen sich in großer Zahl um sie. Dasselbe galt für Jesus. Mit Jesus’ Hilfe und Anleitung konnten die Fischer durch eine Fülle von Fischen reich werden. Als sie wohlhabend wurden, keimte in den anderen Eifersucht auf. Sie wetteiferten miteinander um seine Hilfe und Führung. Manche Leute jedoch neideten Jesus seine Beliebtheit und betrachteten ihn als ihren Feind. Sie berichteten dem Oberpriester, Jesus besäße keine Wunderkräfte und er würde die Leute hinters Licht führen. Jesus wurde vorgeladen und gefragt: „Woher hast du diese Kräfte?“ Jesus antwortete: „All dies ist göttlicher Wille.“ Jesus wanderte mit seinen Jüngern umher und lehrte seine Doktrin der Liebe und moralischen Prinzipien. Jesus wurde gefragt: „Wer bist du?“ Er erwiderte: „Ich bin Jesus“.

    Aufgebracht über Jesus’ Einstellung und Lehre, wurde ein Todesurteil gegen ihn gefällt. Er sollte gekreuzigt werden. Der Gouverneur, ein gütiger Mensch, wollte jedoch nicht, dass Jesus zum Tode verurteilt werde. Er klagte, Jesus sei ein großer, edler Mensch und würde gekreuzigt, ohne schuldig zu sein. Er sagte zu Jesus: „Du bist ein großer Mensch. Diese hartherzigen Menschen versuchen, dich grundlos zu töten.“ Jesus antwortete: „Ich bin froh, dass wenigstens du erkannt hast, dass ich ein guter Mensch bin.“

    Schließlich, zum Zeitpunkt seiner Kreuzigung, kam seine Mutter Maria nahe zu ihm heran und begann, zu weinen. Jesus tröstete sie mit den Worten: „Warum weinst du, Mutter? Der Körper gleicht einer Schaumblase auf dem Wasser. Lass sie mit diesem Körper tun, was immer sie wollen. Du denkst, diese Leute versuchen, mich zu töten. Ich kenne keinen Tod. Niemand kann mich töten.“ Da fragte Maria ihn: „Bist du nicht der Sohn dieses Körpers?“ Jesus antwortete. „Natürlich! Auf der physischen Ebene bin ich als Sohn mit dir verwandt. Aber ich bin ich allein. Ihr seid alle wie Kinder für mich. Ihr seid alle Verkörperungen des Göttlichen.“

    So erreichte Jesus die höchste Ebene der Spiritualität, nachdem er alle Prüfungen durchlaufen hatte. Jesus war nicht nur eine menschliche Gestalt. Er ist wahrhaftig die Verkörperung des göttlichen Selbst. Aber manche Menschen konnten, wie jetzt auch, seine Göttlichkeit nicht erkennen. Sogar jetzt glauben manche Menschen an das Göttliche, andere hingegen nicht. Manche rühmen das Göttliche, andere hingegen kritisieren es. Alles hängt von ihrem Glauben ab. Wenn ihr einen Stein als Gott betrachtet, wird er automatisch Gott. Jesus erlebte während seiner Lebenszeit verschiedene Härten und Prüfungen. Er wurde der Retter und Messias der Armen und Verlassenen, und er half ihnen auf mancherlei Weise. Einst, als er durch die Wüste wanderte, kam eine arme Frau zu ihm und bat um Nahrung. Er reichte ihr Brot mit den Worten: „Nimm dies“. Als jemand fragte, woher das Brot käme, antwortete er, es sei der göttliche Wille.

    Es gibt nichts Größeres als den göttlichen Willen. Alles ist Gottes Wille. Die vorrangige Aufgabe eines Menschen besteht darin, Gottes Willen zu erkennen und sich diesem göttlichen Willen zu ergeben. Jene, die Glauben an Gottes Willen entwickelten, wurden geschützt, andere hingegen nicht. Deshalb ist Glaube und Vertrauen die Grundlage von allem. Die Leute sind heutzutage blind und haben die beiden Augen des Glaubens und Vertrauens verloren. Glaube ist die Basis der gesamten Schöpfung. Einer Person, die Glaube und Liebe hat, wird alles andere hinzu gegeben werden. Deshalb muss man als Erstes Glaube entwickeln. Etliche Leute haben Glauben, aber es fehlt ihnen an Liebe. Glaube ohne Liebe ist nutzlos. Liebe und Glauben müssen vereint sein, gleich magnetischen Polen, die sich gegenseitig anziehen.

Verkörperungen der Liebe!

    Entwickelt als Erstes Glaube und Vertrauen. Ohne Glaube und Vertrauen kann es kein Leben geben. Manchmal wird Glaube auch „Selbst“ genannt. Ohne Selbst kann man anderen nicht helfen. Nur wenn ihr Glaube habt, könnt ihr im Leben alles erreichen. Auch heute gibt es viele Menschen, die im Leben durch ihren festen Glauben an Jesus vorangekommen sind. Manche Menschen entwickeln Glauben, wenn ihre Wünsche erfüllt werden. Wenn ihre Wünsche nicht erfüllt werden, verlieren sie ihren Glauben. Diese Einstellung ist nicht gut. Bewahrt euren unerschütterlichen Glauben, unabhängig davon, ob eure Wünsche erfüllt werden oder nicht. Bewahrt euren Glauben sorgsam. Glaube kann Wunder wirken. Er kann einen Blinden sehend machen und einen Tauben zum Sprechen bringen. Zweifelt keinesfalls an der Kraft des Glaubens. Manche Ereignisse in dieser Welt mögen euren Glauben an Gott erschüttern. Aber wenn ihr unerschütterlich an eurem Glauben festhaltet, könnt ihr euch kühn jeder Situation stellen. Sogar jetzt halten manche Menschen diesen Körper (Swami zeigt auf sich selbst) für einen gewöhnlichen Menschen. Wenn das der Fall wäre, wie konnten dann all diese übermenschlichen Aufgaben ausgeführt werden? Nein, nein: Es ist ein Fehler, so zu denken. Ihr habt vielleicht das Gefühl, dieser Körper sei eine rein physische Wesenheit. Der Fehler liegt in eurer eigenen Sichtweise, nicht bei mir. An eurer Wahrnehmung ist etwas falsch. Der Fehler liegt in eurer Sichtweise, und nicht an mir. Korrigiert deshalb eure Sichtweise und entwickelt die richtige Wahrnehmung. Wenn ihr in Ordnung seid, werde ich in Ordnung sein (lauter Beifall). Ihr seid alle in mir. Das ist die grundlegende Wahrheit.

    Ich erreiche, dass manche Dinge getan werden, indem ich euch zu meinen Instrumenten mache. Denn ich benötige Instrumente, um meine Mission auszuführen. Deshalb forme ich euch zu solchen Instrumenten (lauter Beifall). Indem ich euch Bildung, Wissen und Weisheit gebe, entwickle ich euch zu meinen Instrumenten. Mögt ihr deshalb alle ein sinnvolles Leben mit unerschütterlichem Gottvertrauen führen!

    Ihr glaubt, Bildung und akademische Abschlüsse hätten euch geholfen, im Leben voranzukommen. Diese Sichtweise ist nicht im mindesten korrekt. Wie viele gebildete Menschen gibt es nicht in dieser Welt? Welchen Nutzen bringen sie der Welt? Tatsächlich hat die Welt keinen Nutzen von der Schicht der Gebildeten. Diese Leute schaden der Welt mehr, als dass sie ihr nutzen. Mehr als Bildung schützt das spirituelle Leben einen Menschen in jeder Hinsicht. Ohne spirituelle Sichtweise sind eure ganze Bildung und akademischen Abschlüsse bloße Verschwendung. Ihr Wert ist null. Füllt deshalb euer Leben mit Hingabe zu Gott und entwickelt die Haltung: „Ich bin nicht dieser Körper. Er ist ein Gewand, welches ich angezogen habe. Innen befindet sich Gott, der mein Leben führt.“ Gott ist in euch, bei euch, um euch herum, über euch und unter euch (lauter Beifall). Entwickelt vollkommenen Glauben an das Göttliche. Dann könnt ihr alles im Leben erreichen.

Liebe Studenten!

    Ihr gleicht voll gereiften Früchten. Aber die Früchte müssen süßen Saft enthalten. Ohne diesen süßen Saft gibt es keine Frucht. Ihr müsst alle den süßen Saft der Liebe haben. Wenn der Saft nicht süß ist, werden die Leute nur in die Frucht beißen und sie dann wegwerfen. Füllt deshalb euer Herz mit dem süßen Saft der Liebe. Entwickelt Gottvertrauen, gleichgültig, zu welchem Namen und welcher Form. Gott trägt verschiedene Namen, aber er ist Einer allein. Es gibt viele Schmuckstücke, aber nur ein Gold. Verliert nicht das Gold aus den Augen. Ohne Gold könnt ihr keine Schmuckstücke anfertigen.

    Entwickelt Glaube als eure vorrangige Eigenschaft, unabhängig davon, ob euch das die gewünschten Ergebnisse bringt oder nicht. Fügt diesem Glauben Liebe hinzu. „Ich bin du und du bist ich. Du und ich sind eins.“ Das Eine beschloss, viele zu werden. Wer diese Einheit erkennt, erlangt vollkommene Glückseligkeit. Jeder Student sollte Glauben an Gott entwickeln. Ich bin sicher, dass die Studenten sich diesem Institut nicht nur angeschlossen haben, um Bildung und akademische Abschlüsse zu bekommen. Sie sind hierher gekommen, um Swamis Lehren zu erlernen. Wenn ihr den Lehren mit unerschütterlichem Glauben an Swami folgt, werdet ihr in all euren Unternehmungen erfolgreich sein. Ihr solltet an Swamis Lehren glauben, sie lieben, sie verehren und ihnen folgen. (Bhagavan sang den Bhajan „Hari bhajana bina…“ und sprach weiter:)

    Wenn ihr Bhajans singt, werdet ihr Frieden und Glück erfahren. Wiederholt deshalb in eurem Herzen ständig Gottes Namen. Es ist euch vielleicht nicht möglich, den Rosenkranz zu beten (japa), Meditation oder Yoga durchzuführen; aber wiederholt Gottes Namen. Um mit Gott vereint zu sein, gibt es keinen leichteren Weg als die Wiederholung von Gottes Namen. Kinder, Erwachsene oder ältere Menschen – alle können Gottes Namen wiederholen. Wiederholt deshalb weiterhin, euer ganzes Leben lang, Gottes Namen.

    Ihr könnt studieren und Abschlüsse erwerben; aber singt auch Bhajans. Haltet Jesus nicht für einen gewöhnlichen Sterblichen. Seht Gott in ihm. Ihr sprecht oft über jemanden und sagt: „Er ist ein Mann“ oder „sie ist eine Frau“. Nein, nein. Das ist nicht die rechte Art der Identifizierung. Ob Männer oder Frauen – alle sind eins; verhaltet euch zu allen gleich. Krishna erklärte in der Bhagavadgita: Der ewige Atman in allen Wesen ist Teil meines Wesens. Ihr seid alle ein Teil von mir. Ihr und ich seid eins. Ihr seid nicht verschieden von mir. Ich bin in euch, bei euch, über euch, unter euch und um euch herum. Entwickelt diesen Geist der Einheit und führt euer Leben in diesem Geist. Ich hoffe, ich habe mich verständlich gemacht. Sobald ihr in eure Heimat zurückkehrt, denkt nicht, Swami ist dort (in Puttaparthi), ich hingegen bin hier. Habt immer das Gefühl: „Er ist bei mir, in mir, um mich herum, über mir und unter mir.“ Alle sind eins. (Lauter Beifall).

                              



[1] Der Telugubegriff visvasamu umfasst beide Aspekte, Glaube und Vertrauen. A. d. Ü,

Übersetzung der vom Aschram herausgegebenen gedruckten offiziellen Fassung der Ansprache. S. B., Prashanti Nilayam.


   
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