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 Ansprache Sathya Sai Babas am 20.03.2007

Ugadi (Telugu-Neujahrsfest)


Verkörperungen der Liebe!

Der Telugu-Almanach spricht von einem Zyklus von 60 Jahren, mit den Namen Prabhava, Vibhava, Shukla, Pramodhutha, Prajotpatthi, Angirasa, Srimukha, Bhava, Yuva, Dhathu, Ishvara, Bahudanya, Pramadhi, Vikrama etc. Dieser Zyklus kulminiert im 60. Jahr, das Akshaya heißt. Dieser Körper hat bisher zwei Akshayajahre erlebt.

Dieses Jahr, Sarvajit, ist sehr wichtig, um die im Menschen verborgene Göttlichkeit zu erkennen und zu verwirklichen. Ein Mensch hat verschiedene Wünsche und Sehnsüchte. Dieses Jahr Sarvajit erfüllt solche Wünsche, die wahrhaftig sind. Das Jahr wird im moralischen, physischen, rechtsmäßigen, spirituellen, und wissenschaftlichen Bereich bedeutende Fortschritte mit sich bringen. Ein aufrichtiger Wunsch wird immer in Erfüllung gehen. Man muss jedoch mit stetigem Glauben an der Wahrheit festhalten. Das Jahr Sarvajit wird auf jede mögliche Weise Erfolg bringen. Es ist das wichtigste von all diesen sechzig Jahren. Jit heißt Sieg. Sarvajit bedeutet Sieg in allen Bereichen menschlichen Bemühens. Um im Leben weiterzukommen, muss man in diesem Sarvajitjahr aufrichtige Wünsche kultivieren. Ich habe keinen einzigen Menschen gesehen, der aufrichtige Wünsche hegte und im Leben versagt hat. Ich rufe euch deshalb alle dazu auf, wahrhafte, aufrichtige Wünsche und Sehnsüchte zu kultivieren und in diesem Jahr Sarvajit ein Leben voller Glück und Glückseligkeit zu führen.

Die Göttin Pârvatî ist die Ursache dafür, dass dieses Jahr Sarvajit genannt wird. Etliche Jahre lang übte sie strenge Askese in dem Bestreben, Shiva zu heiraten, und verzichtete auf Essen und Schlaf. Shiva war über ihre Askese erfreut und erschien vor ihr. Er fragte: „Für wen führst du diese Askese durch?“ Sie erwiderte: „O Herr, ich verrichte diese Askese, um deine Gnade zu gewinnen.“ Daraufhin teilte Shiva ihr mit: „Dein Wunsch wird heute erfüllt. Du kannst dich mir jetzt anschließen.“ Ehe Pârvatî sich mit Shiva vereinen konnte, versuchten einige göttliche Frauen sie mit folgenden Worten davon abzuhalten, den Herrn zu heiraten:

O Gaurî! Du bist sehr jung und Sambashiva ist alt.

Seine Locken sind verfilzt und er trägt ein Tigerfell;

Er reitet einen Stier und zieht ständig umher.

Er ist mit Schlangen geschmückt.

Wie konntest du nur um ihn werben?

Weißt du nicht um all dieses?

Er besitzt kein eigenes Haus und schläft auf dem Einäscherungsplatz.

Sie erkundigten sich: „Warum willst du so einen alten Mann heiraten, der bettelnd durch die Straßen zieht?“ Pârvatî antwortete: „Ihr seid unwissend und seht nur seine äußere Gestalt. Ihr bemüht euch nicht, das Atmanprinzip in ihm zu erkennen. Tatsächlich strebe ich nach dem Göttlichen in ihm. Das Göttliche ist unwandelbar und ewig.“ Shiva akzeptierte Parvati als seine Gemahlin. Sie war in jeder Hinsicht glücklich. Der Tag, an dem die Göttin Parvati alle Schwierigkeiten überwand und ihren Wunsch erfüllen konnte, wird als der Neujahrstag des Jahres Sarvajit gefeiert. Tatsächlich gab die Göttin Parvati selbst dem neuen Jahr diesen Namen! Die Namen der Jahre, die auf Sarvajit folgen, lauten: Sarvadhari, Virodhi, Vikruthi…, Nala, Pingala, Kalayukti, Siddharthi, Roudri, Durmathi, Dundubhi, Rudhirodgari, Raktakshi, Krodhana und Akshaya. Nur wenn ihr all diese Jahre durchlebt, könnt ihr Akshaya erreichen. Die Göttin Parvati vereinte sich nur durch große Askese und nachdem sie viel Mühe und Schmerz durchlebt hatte, wieder mit dem Göttlichen, das akshaya, unzerstörbar, ist. Das Göttliche inkarniert sich immer nur im Jahr Akshaya. Dieser Körper wurde im Jahr Akshaya während Brahmamuhurta um 6 Uhr morgens geboren. Nur wenn wir uns auf die innere Bedeutung einlassen, werden wir fähig sein, das Gute und Schlechte eines jeden Aspekts zu erkennen.

Parvati ist die Göttin, die die gesamte Welt mit Wasser versorgt. Der Gott Ishvara gewährte ihr diese Gunst. Gangâ ist eine andere Form der Göttin Parvati. Deshalb wird der Fluss Ganges als Gangadevî verehrt.

Vor einigen Jahren besuchte ich den Ostgodavari-Distrikt in Andhra Pradesh. Ich musste mit dem Wagen nach Chennai (Madras) fahren. In der Nähe von Chennai gibt es einen Ort namens Red Hills, wo ein riesiges Wasserreservoir errichtet wurde. Mir wurde erzählt, dass aus diesem Reservoir die gesamte Stadt Chennai mit Trinkwasser versorgt würde. Aber damals befand sich kein Wasser im Reservoir. Wie kann dann die Stadt mit Wasser versorgt werden? Natürlich gab es im Reservoir ein paar Stellen, wo sich Regenwasser in kleinen Senken sammelte. Ich sah ein paar Kinder verschmutztes Wasser aus diesen Wasserlöchern trinken. Mir wurde berichtet, dass das gleiche Wasser auch zum Trinken und Kochen verwendet würde. Ein paar Devotees reisten mit mir im Auto. Sie fragten: „Swami, wann wird dieses Reservoir gefüllt werden?“ Für alles gibt es eine Zeit, eine richtige Handlung, eine Ursache und Notwendigkeit, die zusammenkommen müssen. Dieser Aspekte eingedenk, sagte ich zu ihnen: „Ich werde die nächsten zehn Jahre die Stadt Madras nicht betreten. Erst wenn ich Trinkwasser und Wasser zur Bewässerung verschafft habe und die Menschen von Chennai reines Wasser trinken, werde ich Chennai wieder besuchen.“ Zehn Jahre verstrichen. Ich erfüllte mein Versprechen, die gesamte Stadt Chennai mit Trinkwasser zu versorgen. Außerdem wird das Wasser zur Bewässerung genutzt. Also besuchte ich Chennai im Januar dieses Jahres.

Die Briten, die vor der Unabhängigkeit dieses Land regierten, lebten 200 Jahre lang in der Stadt Chennai. In jenen Tagen gab es keine guten Straßen oder Autos. Sie mussten auf dem Pferderücken zu weit entfernten Plätzen und Berghöhen reiten und dort nach Wasserquellen suchen. Dennoch konnten sie, bis sie dieses Land verließen, das Trinkwasserproblem nicht lösen. Bei akutem Wassermangel konnten die Reichen von privaten Brunnenbesitzern Wasser kaufen. Aber was ist mit den armen Leuten? Sie haben kein Geld, um Wasser zu kaufen. Eines Tages war ich in Teynampet in Chennai City. Viele Leute versammelten sich dort und traten an mich heran: „Swami! Wir haben kein Trinkwasser.“ In dieser Versammlung befanden sich viele kleine Kinder. Die Grundschulkinder hatten an dem Tag Ferien. Sie umringten mich alle und baten: „Swami! Wir brauchen Trinkwasser!“ Ich sagte zu ihnen: „Meine lieben Jungen, ihr werdet sicherlich Trinkwasser bekommen. Ich werde Vorkehrungen für die Versorgung mit reinem Trinkwasser aus dem Fluss Krishna treffen.“ Ich erfüllte mein Versprechen. Die Briten versprachen, die drei Flüsse Ganges, Godavari und Krishna miteinander zu verbinden. Aber sie taten nichts dergleichen. Das Wasser vom Godavari wird verschwendet, indem es sich in das Meer ergießt. Natürlich verläuft der Fluss Krishna anders. Sogar jetzt gibt es im Fluss Krishna reichlich Wasser. Etliche Dämme und Reservoirs werden um den Krishna gebaut. Wir mussten die riesige Summe von 200 Crores (ein Crore sind zehn Millionen) dafür aufbringen, Chennai mit Trinkwasser und Wasser für Bewässerungszwecke zu versorgen. Die Leute von Chennai sind sehr froh darüber, dass sie jetzt reines Wasser trinken können. Während meines kürzlichen Chennai-Besuches fuhr ich noch einmal nach Teynampet. Die Leute dort drückten ihren Gefühlen folgendermaßen aus: „Swami! Wir können jetzt reines, schmackhaftes und erfrischendes Wasser trinken. Wie können wir dir danken? Worte versagen, wenn es darum geht, Swami unsere Dankbarkeit zu zeigen.“

Gott kann alles tun und jede unüberwindliche Aufgabe vollbringen. Aber törichte Menschen erkennen diese Wahrheit nicht. Ihr solltet solchen Narren eine rechte Lektion erteilen. Sie haben enormen Reichtum angesammelt, rücken aber nicht einmal eine Münze als mildtätige Gabe an die Bettler heraus. Ich versicherte jenen Leuten: „Ihr braucht euch nicht von der Barmherzigkeit anderer abhängig zu machen. Gott selbst, der Schöpfer, kann euch alles gewähren. Betet deshalb zu ihm, um alles was ihr braucht.“ Sie versammelten sich dort, um mich unterwegs willkommen zu heißen und Swami für diese Gabe schmackhaften Trinkwassers zu danken. Ich sagte zu ihnen: „Trinkt dieses reine, süße Wasser und seid glücklich. Das genügt, ich brauche nichts anderes.“ Jetzt wird das gleiche Wasser durch das Verlegen von Rohrleitungen in jedes Haus und sogar kleine Hütten gebracht. Alle Leute trinken süßes, reines Wasser. Ich muss euch mitteilen, dass mein ganzes Herz mit süßem Wasser gefüllt ist! Das Glück eines jeden ist mein Glück. Das ist die innere Bedeutung des Gebets: Mögen alle Menschen in der Welt glücklich sein! Betet auch ihr auf diese Weise.

Unser nächstes Projekt bestand darin, die Menschen, die in den höher gelegenen Gebieten der Ost- und Westgodavari-Distrikte von Andhra Pradesh leben, mit Trinkwasser zu versorgen. Der Bezirkspräsident des Westgodavari-Distrikts, Dr. Bhaskara Rao, ist gerade hier. Sie haben alle sehr hart für die Fertigstellung dieses Projekts gearbeitet. Das Wasser von den tiefer liegenden Gebieten in die höheren zu bringen, ist sehr schwierig. Es ist eine mühsame und kostspielige Arbeit. Ich versicherte ihnen: „Tut ihr eure Arbeit; ich werde mich um alles Übrige kümmern.“ Ich schickte den ehemaligen Vizepräsidenten von Larsen & Toubro, Herrn Ramakrishna, und den früheren Chefingenieur der Regierung von Andhra Pradesh, Kondal Rao, los, um den Fortschritt der Arbeit zu prüfen. Sie waren erstaunt, festzustellen, dass die Arbeit im Eiltempo vonstatten ging, und riefen aus: „Oh! In welch große Höhen das Wasser gebracht wurde! Es ist ein Wunder. Man kann es nicht mit Worten ausdrücken. Man muss es gesehen haben, um es zu glauben.“ Die Menschen, die auf diesen Bergen und Hügeln leben, leben nicht wie andere Menschen. Sie gehen nicht die Hügel hinunter und treten mit den Menschen in den Tälern in Kontakt, weil sie Angst vor ihnen haben! Sie fassten ihre Ehrfurcht für dieses riesige Wasserprojekt in folgende Worte: „Swami! Wir leben in den Bergen, unmittelbar über dem Godavari, der in den Tälern fließt. Aber bis auf den heutigen Tag schmeckten wir nicht einmal einen einzigen Tropfen des Godavariwassers. Solche Leute trinken jetzt, unmittelbar in ihren Häusern, freudig das süße, reine Wasser, das durch die Leitungen fließt, die bis an ihre Türschwelle gelegt wurden! Viele dieser Menschen, insbesondere Frauen, kamen den ganzen Weg nach Prasanthi Nilayam zu Fuß, um diesen Platz zu sehen und meinen Darshan zu haben. Sie sprachen mit den Devotees hier und gaben ihren Gefühlen Ausdruck: „Wie gesegnet ihr seid! Selbstverständlich sind auch wir gesegnet! Eines Tages werden auch wir uns zu Swamis Lotosfüßen niederlassen.“ So haben wir zur vollen Zufriedenheit aller viele Dörfer mit reinem Trinkwasser versorgt. Sie verfassten in ihrem örtlichen Dialekt Lieder und drückten ihre Dankbarkeit Swami gegenüber aus, indem sie diese Lieder sangen. Das Leitthema ihrer Lieder war: „Das Wasser, welches wir trinken, kommt von Shrî Sathya Sai. Wir sollten keinen einzigen Tropfen dieses Wassers verschwenden. Kommt, lasst uns dieses Wasser trinken und dadurch unser Leben erhalten.“ Sie komponierten eine schöne Melodie zu diesem Lied und sangen es zusammen, während sie die ganze Zeit tanzten. So sind diese Dorfbewohner überaus glücklich, dass ihr Trinkwasserproblem durch Swami dauerhaft gelöst wurde. Sie füllen das süße Wasser in große Gefäße und tragen es mittels eines Jochs in ihre Häuser. Es ist ein bezaubernder Anblick. Tatsächlich können die Menschen der Städte viel von diesen unschuldigen und fröhlichen Dörflern lernen. Sie erfahren in ihrem Leben unbeschreibliche Seligkeit und Zufriedenheit.

Gestern kamen Ramakrishna und Kondal Rao mit folgendem Vorschlag zu mir: „Swami, du musst diese Dorfbewohner besuchen. Sie beten alle und warten begierig auf Swamis Besuch.“ Ich versicherte ihnen, ich würde sie sicherlich besuchen. Ich werde Rajahmundry sehr bald besuchen. Aber es ist unmöglich, in jene Dörfer mit dem Auto von Rajahmundry zu gelangen. Sie sind nur zu Fuß zu erreichen. Die Dörfler baten schon früher eindringlich: „Wir werden Swamis Körper nicht überanstrengen. Wir werden versuchen, dich zu uns zu bringen, ohne dass du gehen musst. Falls nötig, werden wir Swami auf unseren Schultern tragen.“ So sind die Dörfler glücklich und begierig darauf, Swami in ihren Dörfern zu empfangen.

Bei diesem heiligen Anlass von Ugadi initiieren wir ein neues Projekt für die ländliche Entwicklung unter dem Namen „Village Works“. Es ist notwendig, dass jedes Haus in jedem Dorf sauber gehalten wird. Die Häuser müssen innen wie außen sauber und rein gehalten werden. Auch die in diesen Häusern lebenden Kinder müssen zu sauberen, gesunden Kindern erzogen werden. Wir schlagen vor, dass jedes Dorf von diesem Projekt erfasst wird. Selbstverständlich verursacht dieses Projekt ungeheure Kosten. Aber wir zögern nicht, die notwendigen Ausgaben auf uns zu nehmen. Geld kommt und geht. Aber unsere Hilfe und unser gutes Werk bleiben bestehen. Wir müssen deshalb dieses ländliche Entwicklungsprojekt sofort in Angriff nehmen. Wir starten dieses Projekt noch heute, anlässlich des heiligen Ugadifestes. Die Älteren wie die Kinder, arm und reich, sollten alle vereint für den Erfolg dieses Projektes arbeiten. Selbstloses Dienen vereint die Menschen. Dörfer und Städte sollten sich zusammentun und gemeinsam im Geist der Einheit arbeiten. Wir sind sicher, dass das sehr bald eine Realität werden wird. Wir beginnen dieses Projekt noch heute. Es ist unser Wunsch, dass bis nächstes Ugadi alle Dörfer zu Modelldörfern werden. Ihr alle, die Kinder eingeschlossen, sollt euch an diesem Dienst in den Dörfern beteiligen. Ihr müsst es als Dienst an Gott betrachten. Dienst am Menschen ist Dienst an Gott.

Gegenwärtig befinden wir uns auf der individuellen Ebene. Wir arbeiten mit Eigeninteresse. Diese Einstellung muss sich ändern. Wir müssen uns ändern. Wir müssen Einheit und Nationalinteresse entfalten. Das gesamte Land muss vereint stehen. Kürzlich nahmen an einem Treffen in Chennai etliche Ministerpräsidenten, Staatsgouverneure und viele Beamte des öffentlichen Dienstes teil. Viele Menschen nahmen an dem Treffen teil. All diese Menschen hatten ein gemeinsames Anliegen. Ebenso müsst ihr euch alle vereinen und euch an diesem Dorfhilfsprogramm beteiligen. Wenn alle Menschen zusammenarbeiten, kann die gesamte Welt in einen besseren Platz zum Leben verwandelt werden. Ich bin immer bei euch und behüte und führe euch in jedem Augenblick. Was immer ihr benötigt, fragt mich; ich werde es euch geben. Gleich den Flüssen, die schließlich ins Meer einfließen, so erreicht jeglicher Seva, den ihr jemandem erweist, mich allein. Fürchtet euch deshalb vor nichts. Warum sich fürchten, wenn ich doch hier bin? Zaudert nicht, mich um alles zu bitten, was ihr vielleicht benötigt. Ich werde euch mit allem versorgen. Bereitet euch deshalb alle, Männer wie Frauen, darauf vor, euch an diesem Dienst zu beteiligen.

Gestern kam eine Gruppe Devotees aus Bombay nach Prasanthi Nilayam. Sie sind sehr reich. Sie machten mir den Vorschlag: „Swami! Wir schlagen vor, im Namen Swamis im Meer nahe bei Mumbai ein Dwaja Sthamba zu errichten. Sie wird einige hundert Fuß hoch sein. Wir schlagen vor, oben auf der Dwaja Sthamba ein Leuchtturmlicht anzubringen, so dass es aus weiter Entfernung für alle sichtbar ist. Es wird den göttlichen Namen Sairam tragen und Millionen (crores) Rupien kosten. Wir werden nach Vollendung des Projektes nach Prasanthi Nilayam kommen, und Swamis Darshan haben.“ Die Devotees aus Mumbai verrichten zweifellos eine Menge Seva. Alles ist gut, aber die Stadt Mumbai ist sehr schmutzig. Befreit zu allererst die Stadt von der Verschmutzung. Diesbezüglich wurden schon früher einige Anstrengungen unternommen, die jedoch nicht erfolgreich waren. Der Grund liegt darin, dass bei Flut das Meer höher steigt als das städtische Abwassersystem. Wie euch allen bekannt ist, fließt Wasser nur abwärts. Ehe nicht das Abwasser aus der Stadt gepumpt wird, kann die Stadt nicht sauber und schön gehalten werden. Ich bin sicher, dass ein Weg gefunden werden kann, um dieses Problem in Angriff zu nehmen. Ich bin ebenso sicher, dass die Leute aus Mumbai diese Aufgabe durchführen können. Ich sagte ihnen unmissverständlich: „Ihr beendet diese Arbeit, und ich werde sicherlich kommen.“ Ich wünsche, dass das ganze Land Bhârat verschönert wird und die Menschen ein glückliches, friedvolles Leben führen. Mögen alle Menschen auf der Welt glücklich sein! (Loka samasta…) Swamis Glück liegt im Glück aller. Ich brauche nichts Besonderes. Euer Glück ist mein Glück. Lasst deshalb jegliche Aufgabe, die ihr durchführt, für den Frieden, das Wohlergehen und Glück aller Menschen sein.

Wasser für alle ist heutzutage mehr als alles andere das dringlichste Erfordernis. Wasser erhält das Leben. Ihr könnt einige Tage ohne Nahrung leben, aber nicht ohne Wasser. In Zukunft wird es reichhaltige Regenfälle geben. Niemand braucht eine Dürre zu befürchten. Tatsächlich bin ich in diese Welt gekommen, um diese ganzen Missstände zu korrigieren. Ich werde euch glücklich machen, indem ich eure Fehler korrigiere und vergebe. Ihr müsst alle in Einheit und Liebe leben. Wir halten Prâna, Apâna, Vyâna, Udâna und Samâna für die fünf Lebensenergien. Nein. Unter den fünf Lebensenergien verstehe ich Wahrheit, Dharma, Frieden, Liebe und Gewaltlosigkeit. Wo Wahrheit ist, wird Dharma sein. Wo Dharma ist, wird Frieden sein. Wo Frieden ist, wird Liebe sein. Wo Wahrheit und Liebe zusammenkommen, wird alles andere einem solchen Menschen gegeben werden. Sehr bald wird die gesamte Welt zu einer einzigen Einheit vereint werden. Die Studenten sollten danach streben, dieses Ideal zu erreichen. Die Sinne sind in Kindern sehr stark. Sie besitzen ausgeprägte physische, geistige und spirituelle Kraft. Ihr müsst diese Kraft auf rechte Weise nutzen. Ich erwarte von euch, dass ihr eure Sinne nicht missbraucht. Nur dann könnt ihr der Welt großen Dienst erweisen. Es genügt nicht, wenn ihr bloß zu einem Tempel geht und die Wände neu streicht. Das ist kein Seva. Jedes Haus muss rein gehalten werden. Ihr könnt jedes Haus besuchen, das rein gehalten wird.

Früher lebten die Harijans (Unberührbare) in Puttaparthi in separat gebauten, weiter abgelegenen Häusern. Ich besuchte auch ihre Häuser. Damals gab es eine Person namens Nagappa. Sein Schwiegersohn Ramulu hatte die Schule bis zur achten Klasse besucht. Er kannte Swami und seine Göttlichkeit bis zu einem gewissen Ausmaß. Eines Tages lud er mich zum Mittagessen in sein Haus ein. Ich berichtete Subbamma davon. Sie war bestürzt und versuchte, mich davon abzuhalten, zu ihm zu gehen; sie sagte: „Oje, Swami, du willst zu den Häusern der Harijans gehen? Bitte geh nicht.“ Ich bestand darauf, zu gehen, und sagte obendrein, sie solle mich begleiten. Subbamma gehörte der orthodoxen Brahmanengemeinschaft an. Dennoch beschloss sie, mir zu folgen und sagte: „Für Swami bin ich zu allem bereit.“ Ich ging voran und sie folgte mir. Ramulu ging vor mir. Als wir das Haus erreichten, war das gesamte Gebiet mit göttlichem Duft erfüllt. Ich fragte die Bewohner des Hauses: „Von wo habt ihr diesen Duft?“ Ramulu erwiderte: „Swami, wir brachten ihn von nirgendwoher. Er strömt allein von dir aus.“ Ich betrat das Haus. Subbamma folgte mir bereitwillig. Damals war sie 62 Jahre alt. Mir wurde etwas Reis auf einem Aluminiumteller serviert. Das war alles, was sie besaßen. Damals gab es keine rostfreien Stahlteller. Subbamma bekam auf einem anderen Aluminiumteller ihr Essen. Anfangs hatte Subbamma, das Gefühl sie gehöre der hohen Brahmanenkaste an, aber auf Swamis Rat hin änderte sie später ihre Einstellung. Sie entschied: „Schande über mich! Ich sollte nicht solche Gefühle der Überlegenheit hegen!“ Gemeinsam mit Swami aß sie frohgemut in deren Haus. Als wir ins Dorf zurückkehrten, nachdem wir unser Mahl in Ramulus Haus beendet hatten, hatte sich das ganze Dorf versammelt und begann uns zu beschimpfen: „Subbamma ist eine Mala, eine Ausgestoßene, geworden!“ Sie erließen einen Beschluss, niemand im Dorf solle Subbamma berühren. Subbamma erwiderte: „Das ist genau das, was ich mir wünsche. Niemand soll mich anfassen. Es genügt, wenn Swami mich berührt. Ich habe keine Kinder. Ich brauche mit keiner Familie eine Beziehung aufrechtzuerhalten. Weder muss ich eigene Kinder in andere Familien einheiraten, noch muss ich ihre Kinder in mein Haus lassen. Es genügt, wenn Swami bei mir ist.“ In jenen Tagen pflegte sie für jeden Devotee, der Swami in Puttaparthi besuchte, Essen zu kochen. Ihrer Gastfreundschaft entsprechend wurde sie vom Schicksal begünstigt und erhielt reiche Ernte aus ihren Feldern. Zwei bis drei Mal im Jahr brachten ihre Felder ihr eine reiche Ernte ein. Diese Reissäcke konnten nicht in ihr Haus gebracht werden. Deshalb wurden die Säcke von oben in eine speziell errichtete Kornkammer geschüttet. So heiligte Subbamma ihr Leben im Dienst an Swami. Eines Tages fragte ich Subbamma, was sie von mir brauche. Sie antwortete: „Swami! Ich habe keinerlei Wunsch. Ich verlange nach nichts. Wenn du mir, ehe ich meine sterbliche Hülle verlasse, die Gnade gewährst, mit deinen eigenen göttlichen Händen ein paar Tropfen geheiligtes Wasser in meinen Mund zu gießen, ist das genug.“ Ich versicherte ihr, ihr Wunsch würde erfüllt werden.

Einst kehrte ich im Auto von Chennai nach Bukkapatnam zurück. Subbamma war die Nacht zuvor gestorben. Ihre Verwandten trafen Vorkehrungen, ihren Leichnam von ihrem Haus zur Verbrennungsstätte in Bukkapatnam zu bringen. Sobald sie mich sahen, rannten sie auf mich zu und sagten: „Subbamma starb gestern.“ Ich sagte zu ihnen: „Das ist nur eure Einbildung. Subbamma starb nicht. Sie würde ihre sterbliche Hülle nicht verlassen, bevor sie nicht meinen Darshan hat.“ Mit diesen Worten drehte ich um und fuhr zu ihrem Haus. Subbammas Mutter lebte damals noch. Voll Herzensqual erzählte sie mir: „Swami, sie hat die ganze Zeit an dich gedacht und rezitierte bis letzte Nacht ’Sairam, Sairam’. Sie fragte jeden: ’Ist Swami gekommen?’“ Subbammas Körper war mit einem Tuch bedeckt. Ich nahm das Tuch weg und rief sie: „Subbamma! Subbamma!“ Zu jedermanns Staunen öffnete sie die Augen. Wenn Gott ein Versprechen gibt, vergisst er es unter keinen Umständen. Ich sagte zu ihr: „Du wolltest, dass ich in deinen letzten Augenblicken ein paar Tropfen Wasser in deinen Mund gebe, nicht wahr? Hier ist es; nimm es.“ Mit diesen Worten tauchte ich ein Tulsiblatt in einen mit Wasser gefüllten Becher und gab ein paar Tropfen des geheiligten Wassers in ihren Mund. Subbamma trank das Wasser, ergriff meine beiden Hände und legte sie ehrfurchtsvoll auf ihre Augenlider. Sie verabschiedete sich von mir mit den Worten: „Swami! Ich habe darauf gewartet, mich von dir zu verabschieden, ehe ich meine sterbliche Hülle ablege. Du hast, wie versprochen, meinen letzten Wunsch erfüllt. Nun erlaube mir, zu gehen. Ich gehe jetzt.“ Ich gab ihr die Erlaubnis und sie wurde eins mit mir. Ich habe im Gedenken an die verstorbene Subbamma eine Siedlung errichtet und nach ihr benannt. Subbamma war eine große Seele. Immer wieder mal ging sie auf die Terrasse ihres Hauses und unterhielt sich mit Mutter Easwaramma. Oft sagte sie zu ihr: „Easwaramma! Du hast Swami geboren und ich zog ihn auf. Deshalb bist du Devakîdevî und ich bin Yashodâ.“ Easwaramma antwortete für gewöhnlich: „Subbamma! Du hast Hunderten von Swamis Devotees gedient, indem du ihnen in deinem Haus Nahrung und Unterkunft gabst. Verdienst du nicht die Frucht dieses Dienstes? Du wirst sie sicherlich erhalten.“ Bevor Subbamma starb, kam sie eines Tages zu Easwaramma und bat sie eindringlich: „Ich verlasse euch. Kümmere du dich gut um Sathya.“ Beide vergossen Tränen. Am nächsten Tag starb Subbamma.

Der Name von Subbammas Ehemann lautete Narayana Rao. Er saß für gewöhnlich nahe bei dem Tulsi Brindavanam vor seinem Haus. Als er auf Abwege geriet, verfasste ich einige Lieder und lehrte ein paar Kinder, diese Lieder vor seinem Haus zu singen, um ihn wieder auf den rechten Weg zu bringen. Die Kinder streiften als Gruppe vor seinem Haus umher und sangen diese Lieder. Eines davon lautet:

Suche nicht die Gesellschaft von Frauen mit schlechtem Charakter.

Es wird dich sicherlich zu Fall bringen.

Die Mitglieder deiner Kaste werden dir keinen Zutritt in ihre Häuser gewähren.

Deine Verwandten werden dich ächten, wenn sie dich erblicken.

Deine Freunde werden dich mit Sandalen schlagen,

wenn sie dich in Gesellschaft solcher Frauen sehen.

Als die Kinder, dieses Lied singend, umherstreiften, war es ihm sehr peinlich. Er rief sie herein und fragte: „Wer hat euch dieses Lied beigebracht?“ Die Kinder erwiderten: „Herr, es war Raju!“ Er dachte: „Ja, es ist wahr. Wer sonst kann mein Verhalten kennen?“ Von da an gab er seine schlechten Gedanken und schlechten Angewohnheiten auf. In jenen Tagen wurden Wagenladungen voller Mangos in sein Haus gebracht. Er verteilte diese Früchte liebevoll an alle Kinder.

Damals kamen gerade Armbanduhren in Mode. Wenn irgendjemand im Dorf eine Armbanduhr trug, wurde er für eine große Persönlichkeit gehalten. Nicht nur das. In jenen Tagen trugen die Männer aus Mode einen kleinen insektenähnlichen Schnurrbart unter ihrer Nase. Über diese prahlerischen Modetrends verfasste ich ein Lied und brachte es den Schulkindern bei, damit sie durch die Straßen liefen und dieses Lied sangen:

Die Leute tragen ein glitzerndes weißes Abzeichen an ihrer linken Hand,

mit einem Lederband befestigt.

Was für eine Mode ist das, oje! Was für eine Mode?

Sie sehen abstoßend aus.

Was für eine Mode ist das?

Der lange Schnurrbart wird geschnitten und rasiert,

stattdessen ein paar Haare unter der Nase gelassen.

Was für eine Mode ist das, oje! Was für eine Mode?

So pflegte ich Lieder zu verfassen und ließ die Kinder im Dorf diese Lieder singen, damit die Leute den Drang nach Moden aufgeben und edle Gedanken kultivieren. Von den Kindern bis zu den Älteren bewirkte ich in allen eine Transformation.

Von heute an müsst ihr euch alle an die Aufgabe machen, in den Dörfern eine Transformation zu bewirken. Das bedeutet nicht, dass aus den Dörfern Städte gemacht werden sollen. Tatsächlich mag ich einen solchen Wandel nicht. Als Wichtigstes müssen die Dörfer sauber gehalten werden. Die Städte stinken bereits vor Unrat. Die dort lebenden Menschen tragen Hemd, Hose und Krawatte, aber ihre inneren Empfindungen sind alle schlecht. Ihr müsst, in Einklang mit eurer sauberen Kleidung, gute Gedanken und Gefühle kultivieren. Versucht als Erstes, in euch selbst eine Transformation zu bewirken und arbeitet dann für einen Wandel der äußeren Welt.

Gestern sangen drei Jungen eine ansprechende Burrakatha über Easwaramma. Sie taten es gut. Diese Burrakatha beinhaltete eine wunderbare Beschreibung Subbammas. Ich bin sehr glücklich darüber. Tatsächlich war die Geschichte einzigartig. Niemand hat bisher eine solche Geschichte geschrieben.

(Swami rief Sri Krishna Bhaskar, der das Skript verfasste, und die drei Jungen, die die Burrakatha vorführten, zu sich, und schenkte ihnen neue Kleider. Er ließ sich mit ihnen fotografieren und segnete sie schließlich.)

Übersetzung der vom Aschram herausgegebenen, gedruckten englischen Fassung der Ansprache. S. B., Prashanti Nilayam.
(Das Copyright der deutschen Übersetzung liegt bei der Sathya Sai Vereinigung e.V. , Dietzenbach)


    

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