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 Ansprache Sathya Sai Babas am 16.02.2007

Shivarâtri (abends)


Die Schöpfung geht aus der Wahrheit
hervor und mündet wieder in die Wahrheit ein.
Gibt es in diesem Kosmos einen Platz,
wo die Wahrheit nicht existiert?
Vergegenwärtigt euch diese reine,
makellose Wahrheit.

Wahrheit durchdringt alles. Wahrheit ist allgegenwärtig. Diese Wahrheit schauen wir überall. Tatsächlich sind unser Darshan, unsere Berührung und unsere Unterhaltung allein mit Wahrheit verbunden. Wo befindet sich diese reine Wahrheit (shuddha sattvam)? Sie ist überall. Wahrheit hat keine Form. Was immer wir sehen, ist Wahrheit! (Swami materialisiert einen Gegenstand). Dies ist Wahrheit. Woher kam es? Es kam aus der Wahrheit und wird in die Wahrheit eingehen. Es heißt: All dies ist wahrhaft göttlich (Brahman). Wahrheit ist die Verkörperung des Göttlichen. Wahrheit ist unteilbar. Es gibt keine zwei Wahrheiten, sondern eine allein. Dennoch müssen die Menschen sich um die Verwirklichung dieser Wahrheit sehr bemühen. Wahrheit ist nicht bloß ein Wort. Sie nimmt verschiedene Formen an. Ähnlich nimmt Brahman (das Göttliche) unendlich viele Formen an. Dennoch ist Brahman Eines allein. Deshalb heißt es: Brahman allein ist wirklich, die Welt ist eine irrtümliche Vorstellung. Alles andere ist nichts als die Widerspiegelung Brahmans. Es gibt nur eine Wahrheit, aber die Weisen beschreiben sie auf verschiedene Weise. Alles in diesem Universum ist aus der Wahrheit geboren. Dharma ist aus der Wahrheit hervorgegangen. Es heißt: Es gibt kein größeres Dharma, als an der Wahrheit festzuhalten. Wenn Wahrheit und Dharma zusammenkommen, ist Friede das Ergebnis. Aus Frieden kommt Liebe. Diese Liebe umhüllt alle. Es gibt in dieser Welt keinen Platz ohne Liebe. Entsprechend gibt es in dieser Welt keinen Platz ohne Wahrheit. So geht aus Wahrheit und Dharma Frieden hervor, aus Frieden Liebe, und aus Liebe schließlich Glückseligkeit. Wo Liebe ist, ist kein Raum für Hass. Und genau da, an solch einem Ort, nimmt Gewaltlosigkeit ihren Anfang. Wenn ihr deshalb Gewaltlosigkeit fördern wollt, müsst ihr Liebe kultivieren. Wenn erst einmal Liebe da ist, werden alle eins werden. Die Bhagavadgita verkündet: Der ewige Atman in allen Wesen ist Teil meines Wesens. Diese Aussage hat folgende Tragweite: „Alle sind ein Teil von Mir. Ihr seid nicht von Mir verschieden. Ihr seid Widerspiegelungen von mir selbst. Ihr seid ich und ich bin ihr.“ Namen und Formen mögen sich unterscheiden, aber der in jedem anwesende Atman ist ein und derselbe. Jeder Körper erhält einen anderen Namen. Diese Namen sind zum Zweck der Identifizierung gegeben. Sie reflektieren jedoch nicht euer wahres Selbst. Derselbe Atman befindet sich in allem Leben. Liebt deshalb diesen Atman. Das ist, wie wenn ihr euch selbst liebt.

In der Welt hat die Liebe heutzutage verschiedene Namen und Formen angenommen. Die Liebe zwischen Mann und Frau wird anurâga (Bindung) genannt. Ähnlich wird die Liebe zwischen Mutter und ihren Kindern vâtsalya (Zuneigung) genannt. Dies sind alles nur Gefühle! Jedoch ist die Liebe, die alle Individuen erfüllt, eine allein. Mit einer solch universalen Liebe können alle vereint werden. Für Meinungsverschiedenheiten wird überhaupt kein Raum sein. Es wird keine Dualität existieren. Wo keine Dualität existiert, sind alle eins. Ein Mensch, der dual denkt, ist halb blind. Wir sind nicht blind, oder? Wir besitzen zwei Augen, die zusammen nur einen Gegenstand sehen. Demzufolge sind wir alle eins. Wenn das Empfinden der Vaterschaft Gottes und Bruderschaft der Menschen kultiviert wird, werden das Empfinden von Verschiedenheit, Kampf gegeneinander, Unfrieden, Aufruhr usw. in der Welt ausgelöscht werden. Alle sind Kinder des einen Vaters, Gott! Dieses edle Empfinden müssen wir heutzutage pflegen. Nur dann wird die Menschheit eins werden. Wie bezeichnet ihr euch selber? Ihr behauptet: Ich bin ein Mensch. Wer ist ein Mensch? Eine Person voller Verlangen und Zorn? Nein, nein. Dem wahren Wortsinn nach bezeichnet mânava (Sanskritwort für Mensch) jemanden, der sein Leben frei vom Empfinden der Unterschiedlichkeit führt. Tatsächlich sollten wir keine Gefühle der Unterschiedlichkeit hegen. Wir sind alle Verkörperungen des göttlichen Selbst. Wir sind wahrhaft Kinder des einen Vaters! Namen und Formen erscheinen verschieden, aber wir sollten nicht auf der Grundlage dieser Namen und Formen das Gefühl von Unterschieden entwickeln. Wo immer wir hingehen, wir müssen alle vereint sein. Ist es nicht eine Tatsache, dass die Hand eine allein ist, obwohl sich an ihr fünf voneinander verschiedene Finger befinden?

Es gibt viele Schmuckstücke, aber Gold ist eins.
Es gibt viele Kühe, aber eine Milch.
Es gibt viele Lebewesen, aber der Atem ist einer.
Es gibt viele Kasten, aber die Menschheit ist eins.

Wir sind als Menschen geboren worden. Wir sind alle Menschen. Wir mögen, auch wenn wir alle Menschen sind, verschiedene Fähigkeiten haben, aber der Atman in allen Menschen ist einer allein. Schaut! Hier leuchten verschiedene Glühbirnen. Die Glühbirnen scheinen verschieden zu sein, aber der durch sie fließende Strom ist einer allein. Die menschlichen Körper gleichen diesen Glühbirnen. Jede Glühbirne hat eine unterschiedliche Wattzahl. Es macht mich immer glücklich, diesen Gesichtspunkt der Einheit zu verdeutlichen.

Ich habe kürzlich hunderttausende Briefe erhalten, in denen die Schreiber mich dringlich bitten, davon abzusehen, den Lingam aus meinem Körper hervorzubringen. Sie beteten: „Swami! Du bringst den Atmalingam aus deinem Körper hervor. Auch die Ärzte raten davon ab. Von dir wird natürlich erwartet, den Lingam zu erzeugen, damit die Menschen die Wahrheit erkennen und das göttliche Licht erfahren. Der Hiranyagarbhalingam befindet sich in flüssiger Form im Körper. Damit er sich verfestigt, ist eine Menge Energie nötig. Es erfordert große körperliche Kraft, den Lingam hervorzubringen. Jeder Lingam, der aus deinem Körper hervorgeht, wiegt viel. Es ist für deinen physischen Körper nicht gut, so viel Energie zu verbrauchen, um diese Lingams hervorzubringen. Lass jene, die an deine Göttlichkeit glauben, es weiterhin tun; kümmere dich nicht um die, die nicht daran glauben. Bitte strenge deinen physischen Körper unter keinen Umständen an. Dein Körper ist für uns sehr wichtig. Tatsächlich haben wir bei dir Zuflucht genommen. Wenn du auf diese Weise deinen Körper schwächst, ängstigt uns das sehr. Halte dich deshalb bitte zurück und bewahre deine physische Energie. Gott kann durch seinen göttlichen Willen alles erreichen. Er kann die Erde in den Himmel verwandeln und umgekehrt. Es ist sehr einfach für ihn. Aber welchen Nutzen hat das? Was wird danach mit den spirituell Suchenden geschehen? Nutze deshalb deine kostbare göttliche Energie nicht dazu, die Leute glücklich zu machen oder sie zufrieden zu stellen.“ Es ist wahr. Dieser Körper ist bereits 81 Jahre alt. Er wird noch einige Jahre mehr andauern. Ich muss diesen Körper erhalten, um euch allen auf vielfache Weise Freude zu bereiten. Sehr bald werde ich euch grenzenlose Glückseligkeit bereiten. Für jene, die es glücklich machen wird, meinen physischen Körper in guter Verfassung zu sehen, ist der Körper wichtig und notwendig. Deshalb ist es ebenso meine Aufgabe, mich gut um meinen physischen Körper zu kümmern.

In Bhârat gilt Hingabe als sehr wichtig. Ihr nennt dieses Land das Land der Hindus. Die fünf Buchstaben im Wort Hindu stehen für verschiedene fünffache Aspekte wie die fünf Elemente, die fünf Lebensatem, die fünf Lebenshüllen. Was ist dann die innere Bedeutung dieses Wortes Hindu? H steht für Demut – humility, I für Individualität, N für Nationalität, D für divinity - Göttlichkeit und U für unity - Einheit. Nur wenn ihr Einheit bewahrt, könnt ihr Göttlichkeit erreichen. Entsprechend könnt ihr nur dann Frieden und Glück erlangen, wenn ihr Göttlichkeit entfaltet. Wir müssen das Nationalgefühl bewahren und hüten. Wir müssen Glauben an die Einheit der Nation entwickeln. Wenn wir das Nationalgefühl verlieren, hören wir auf zu existieren. Was schützt das Nationalgefühl? Die Individualität wird die Menschheit erhalten.

Wir müssen unseren Bestrebungen in dieser Welt eine Grenze setzen. Nur dann werden wir Frieden haben. Gott ist allgegenwärtig. Das gesamte Universum geht aus der Wahrheit hervor. Die gesamte Schöpfung repräsentiert Kollektivität. Wo immer ihr hinschaut, wird nur Einheit sein. Glaubt nicht, Gott befände sich irgendwo weit weg in seiner eigenen Nische. Ihr alle seid Verkörperungen der Göttlichkeit. Entwickelt diese Wahrnehmung. Tatsächlich wird diese Wahrheit von jedem Menschen unmittelbar erfahren. Schließt eure Augen und denkt einfach einen Augenblick lang über euch selbst nach: „Wer bin ich?“ Was habt ihr gesehen, als ihr eure Augen schlosst? Nichts. Aber eine Frage hört ihr ständig in euren Ohren tönen: „Wer bin ich? Wer bin ich?“ Dann werdet ihr erkennen: „Ich bin nicht diese Form.“ All diese Namen und Formen sind vergänglich. Sie dauern niemals an.

Der Körper ist euch gegeben, damit ihr hart arbeitet. Ihr solltet euch wegen Leiden und Schwierigkeiten nicht schlecht fühlen. Wenn es überhaupt keine Schwierigkeiten gäbe, würdet ihr den Wert von Glück nicht kennen. Freude ist ein Abschnitt zwischen zwei Schmerzen. Tatsächlich beziehen wir Freude allein aus Schmerz. Sogar Schwierigkeiten währen nur eine kurze Zeitlang. Wenn ihr mehr Glück erhalten wollt, müsst ihr wenigstens ein wenig Schwierigkeit und Schmerz erfahren.

Der Heilige Purandaradâsa
sang folgendes Lied:
Oh Rama! Wer ist der Eine,
der die Pfauenfedern malte?
Wer ist der Eine, der dem grünen
Papagei einen roten Schnabel gab
und ihn so schön machte?
Wer ist der Eine, der dem Baum
oben auf dem Hügel Wasser gab?
Wer ist es, der den Frosch im
Felsen mit Nahrung versorgt?
Du bist der Erhalter des gesamten Universums.
Die Göttlichkeit ist der unmittelbare Zeuge des Menschseins.
Mögest du deshalb alle beschützen!
Mögest du alle Lebewesen durchdringen!
Du bist als der göttliche Atman allgegenwärtig.
Atman, und nichts anderes, beschützt Atman,
O Gott! Mögest du allen die Bewusstheit verleihen,
diese Wahrheit zu realisieren.

Wir müssen Glauben an das Atmanprinzip entwickeln. Atman hat überhaupt keinen Namen und keine Form. Wenn ihr Glauben an das Atmanprinzip entwickelt, wird es euch immer beschützen. Tatsächlich ist Atman die lebendige Göttlichkeit.

Seine Hände, Füße, Augen, sein Kopf,
Mund und seine Ohren durchdringen alles.
So erfüllt er das gesamte Universum.

Das alle Lebewesen durchdringende atmische Prinzip ist wahr und ewig. Der Atman ist unteilbar. So wie derselbe Strom durch alle Glühbirnen fließt, ebenso durchdringt derselbe Atman alles. Wenn das elektrische Kabel, das den Strom zu allen Glühbirnen leitet, an einer Stelle durchschnitten wird, hören alle Glühbirnen zu leuchten auf.

Liebe Studenten!

Die wissenschaftlichen Fortschritte richten in der Welt viel Zerstörung an. Diese wissenschaftlichen Experimente erzeugen vielfache Schwierigkeiten. In Amerika werden Kühe, in der Erwartung, sie würden mehr Milch liefern, mit Kadaver gefüttert. Aber diese Kühe leiden an vielen anderen Krankheiten. Tatsächlich werden die Menschen, die ihre Milch trinken, ebenfalls Krankheiten ausgesetzt. Jedes Land experimentiert mit irgendwelchen neuen Veränderungen. Bisher führen nur die Bhâratîyas ein natürliches Leben. Man sollte kein künstliches Leben führen. Wenn ihr ein künstliches Leben führt, wird alles in eurem Leben künstlich werden. Ihr habt zum Beispiel vielleicht in dem Gemüse, das wir in letzter Zeit konsumieren, viele Veränderungen wahrgenommen. Wir Inder essen viel grünes Blattgemüse. Blattgemüse schenkt unserem Körper frische Kraft. Jetzt wird es mit dem verschmutzten Wasser, das durch das Abwässersystem fließt, gezüchtet. Heutzutage sind alle Gemüsesorten und grünes Blattgemüse verschmutzt. Viele Menschen in Indien, vor allem die in den Südstaaten, mögen Brinjalcurry (Brinjal ist eine Art Aubergine). In einem Gedicht wird der Geschmack dieser Speise folgendermaßen gerühmt:

Der Geschmack von Brinjalcurry ist unübertrefflich!
Das lotosgleiche Gesicht der tugendhaften Sita ist unübertrefflich!
Das Mitgefühl von Shankara (Shiva) ist unübertrefflich!
Unvergleichlich ist in der Tat die Tapferkeit des Siegers
(Rama) über den Herrn von Lanka (Râvana).

Aber dieses Gedicht kann nicht auf die heutigen Brinjals angewandt werden. Sie sind völlig verschmutzt. Aufgrund dieser täglich zunehmenden Verschmutzung sind auch unsere Gedanken und Gefühle (mind) verschmutzt.

Liebe Studenten!

Ihr seid gut erzogen. Ihr sollet nicht alle Arten Schundliteratur lesen und dadurch euren Geist beschmutzen. Folgt unserer ruhmreichen indischen Kultur. Die indische Kultur ist sehr heilig. Unsere Vorfahren erfuhren die Heiligkeit unserer großen Kultur und lebten glücklich. Ich bin sicher, dass in sehr naher Zukunft sogar die Menschen vom Ausland die Größe unserer indischen Kultur voll erkennen und sie übernehmen werden. Wir jedoch müssen nicht bis dahin warten. Lasst uns jetzt den edlen Pfad einschlagen. Gott beschützt alle auf jegliche Weise. Er weiß alles. Wenn Gott selbst in uns und mit uns ist, brauchen wir nichts zu fürchten.

Vor der Unabhängigkeit unseres Landes führte ich in den Dörfern Versammlungen durch. Ich pflegte durch die Dörfer zu reisen in der Absicht, den armen Leuten zu helfen. Wenn ich in kurzer Hose und Hemd meine Runde durch die Dörfer machte, pflegten die Leute mich abzuhalten und behandelten mich als unreifen Jungen. Sie brachten einen Dhoti, den ich über meinen Hosen tragen musste, damit ich, in Übereinstimmung mit meinen Aktivitäten, wie ein Erwachsener aussah. Ich pflegte zu den Häusern der Kastenlosen (Harijans) zu gehen und brachte ihnen Volkslieder bei. Hier ist ein solches Lied, dazu gedacht, in den Reichen und ihrer Einstellung zu den Armen einen Wandel zu bewirken.

Tag und Nacht schaffen wir mühselig auf den Feldern,
pflügen, säen und bringen die Ernte ein.
Ihr sitzt bequem in euren komfortablen Häusern,
esst, trinkt und vergnügt euch.
Ihr bringt es nicht einmal fertig,
euch nach unserem Wohlergehen zu erkundigen.
Für uns die ganze harte Arbeit,
für euch alle Bequemlichkeit!
Ist das recht?

Die Harijans pflegten die von mir verfassten Lieder in der Öffentlichkeit zu singen. Wann immer jemand ihre Unnachgiebigkeit in Frage stellte, sangen sie als Erwiderung ein anderes von mir verfasstes Lied:

Die Erde ist Gottes Geschenk und nicht das Eigentum der Reichen.
Wenn ihr uns mit eurer Macht angreift, ist Gott für uns da.
Es gibt große Seelen, erfüllt von dem Gefühl der Brüderlichkeit.
Erwacht, erwacht! Erhebt euch aus dem Schlaf der Täuschung!

Während ich so den Armen und Unterdrückten mit meinen Liedern Kraft einflößte, fühlten die Reichen sich in Verlegenheit gebracht und griffen mich an. Sogar der ältere Bruder dieses Körpers pflegte mich zu tadeln und sagte: „Warum beteiligst du dich in der Öffentlichkeit an solchen Aktivitäten? Geh nicht raus. Sitze still im Haus und studiere deine Hausarbeiten. Von jetzt an solltest du das Haus nicht verlassen.“ Mit diesen Worten pflegte er mich zuhause einzusperren. All meine regulären Gefährten kamen zu unserem Haus und riefen: „Raju! Raju! Raju!“ Die Armen! Sie hingen so an mir. Ich tröstete sie mit den Worten: „Meine Lieben, haltet dies eine Zeitlang mit mir aus. Ich werde sicherlich herauskommen und eure Wünsche erfüllen. Ich gehöre zu euch.“ So habe ich von da an bis heute den Armen geholfen. Die Armen zu schützen, ihnen Trost zu spenden, indem ich ihnen Nahrung, Unterkunft und Wasser gebe und sie dadurch glücklich mache, ist meine Aufgabe. Sogar jetzt schicke ich meine Studenten in alle Winkel der Dörfer, um Essen an die Dorfbewohner zu verteilen. Wann immer ein hungriger Mensch vor unserem Haus stand, pflegte ich ihm Essen zu geben und opferte dabei sogar meine Essensration. Jenen, die keine Kleider zum Tragen hatten, gab ich meine Kleider. So habe ich von Kindheit an jedem bedürftigen Menschen geholfen. Damals wie heute lautet mein Motto: Hilf immer, verletze nie. Von Kindheit an hatte ich viel Erfahrung darin, anderen zu helfen. Viele Leute legen Lippenbekenntnisse für die Armen ab, ohne ihnen wirklich zu helfen.

Jene, deren Gedanken, Worte und Taten in vollkommener Harmonie sind, sind edel. Jene, bei denen sie nicht übereinstimmen, sind schlecht. Von meinen frühen Jahren an bis heute habe ich die Menschen geschützt, gefördert, beraten und auf den rechten Weg gebracht. Ich habe niemals jemandem geschadet. Ich habe niemals irgendjemandem gegenüber Zorn oder Hass gezeigt. Manche Leute jedoch fabrizieren aus egoistischem Neid heraus irgendwelche Geschichten über mich und veröffentlichen sie in den Zeitungen. Sie verbreiten in den gedruckten und elektronischen Medien falsche Behauptungen über mich. Dies alles beunruhigt mich nicht. Ich fürchte niemanden. Mein Name selbst ist Satyam, Satyam, Satyam – Wahrheit, Wahrheit, Wahrheit. Ich bin an die Wahrheit gebunden. Der Name dieses Körpers ist Wahrheit. Ich werde niemals vom Weg der Wahrheit abweichen. Menschen, die sich, getrieben von Neid, Gier oder Hass, in Schmähpropaganda ergehen, werden die angemessenen Konsequenzen ernten. Die Zeit ist gekommen für die richtige Aktion, um solche Leute von solch falscher Propaganda abzubringen. Selbstverständlich kann auch ihnen kein Vorwurf gemacht werden. Um des Geldes willen nehmen sie zu solch falscher Propaganda Zuflucht. Sie müssen versuchen, ihren Irrtum zu erkennen. In mir befindet sich nie auch nur eine Spur Unreinheit. Folgt deshalb alle Sai. Ihr könnt in dieser Welt alles erreichen, indem ihr dem Weg der Wahrheit folgt. Geht den Weg der Wahrheit, indem ihr euch ständig auf Gott besinnt. (Swami fragt jetzt die Kinder, ob er ihnen durch die lange Rede irgendeine Mühe bereitet. Die Kinder erwidern einstimmig: Nein, Swami!)

Es war nie meine Absicht, irgendjemandem Leid zuzufügen. Solche Gedanken kommen überhaupt nicht an mich heran. Was immer ich tue, ist zu eurem Guten, nicht zu meinem. Tatsächlich ist sogar die Nahrung, die ich zu mir nehme, nur für euch! Das Wasser, das ich trinke, ist für euch. So gelten alle Aktivitäten, die ich durchführe, nur eurem Guten! Jene, die diese Wahrheit erkennen, werden davon profitieren. Ihr Leben wird geheiligt sein.

Es schmerzte mich tief, zu wissen, dass die Menschen in manchen höher gelegenen Bereichen der Ost- und Westgodavaribezirke verschmutztes Wasser trinken. Sofort arrangierte ich die Versorgung mit reinem Trinkwasser, was zwei Milliarden Rupien kostete. Nahebei in den tiefer gelegenen Bereichen fließt der Godavari, aber sie hatten keinen Tropfen Trinkwasser. Deshalb sorgte ich dafür, dass das Godavariwasser durch Rohre in die höheren Gebiete geleitet wird. Sie alle sind jetzt sehr glücklich. Ich habe vor, diese Menschen in Kürze zu besuchen. Das sind große Neuigkeiten für sie. Sie sind sehr glücklich und geben ihrer Freude folgendermaßen Ausdruck: „Swami, wir haben uns niemals träumen lassen, dass du uns mit so viel Gnade überschüttest. Deine Liebe und dein Mitgefühl sind unvergleichlich. Es macht uns außerordentlich glücklich und dankbar zu erfahren, dass du uns besuchst.“ Sie säubern alle Straßen auf der Route und treffen alle Vorbereitungen für meinen Besuch. Ramakrishna und Kondal Rao, die das Projekt ausführten, begleiten mich. Auf diese Weise müssen wir anderen helfen und allen im möglichen Ausmaß Gutes tun. Wenn ihr euer Leben so führt, werdet auch ihr glücklich sein. Alles wird sich für euch ebenso als gut erweisen.

Liebe Studenten!

Wann immer ihr einem Feind begegnet, grüßt ihn liebevoll und sprecht ihn als Bruder an. Sie werden euch mit Liebe dasselbe wünschen. Alle sind nur Brüder! Nur wenn ihr euch auf eine solche Weise verhaltet, bringt ihr unserem Sathya Sai Institute of Higher Learning einen guten Ruf ein. Wir nehmen von unseren Studenten keinen Cent, nicht einmal Prüfungsgebühren. Studenten aus verschiedenen Teilen des Landes und sogar vom Ausland kommen hierher, gehen ihrer Ausbildung nach und gehen mit hohen akademischen Abschlüssen weg. Wir sorgen zu hohen Kosten sogar für Forschungsabschlüsse wie Doktor der Philosophie. Wenn alle Studenten einen so beispielhaften Charakter wie im Sathya Sai Institut entwickeln, wird unser Land sich einen großen Ruf erwerben. Wir haben gute Nachrichten von unseren ehemaligen Studenten, die in Amerika ihrem Beruf nachgehen. Kürzlich besuchte eine Flugzeugladung unserer ehemaligen Studenten von Amerika Prashanti Nilayam. Das Flugzeug wurde aus Amerika speziell für ihren Besuch gechartert in Anerkennung der Dienste, die sie in dem Land leisten. Sie sagten: „Swami! In unserem Land gibt es etliche Studenten aus deinem Institut. Sie sind große Menschen und schenken uns viel Freude.“ Es gibt 200 ehemalige Studenten aus unserem Institut. Sie alle kamen mit ihren Familien, insgesamt 250, hierher. Sie erfuhren während ihres Aufenthaltes in Prashanti Nilayam große Glückseligkeit. Bei ihrer Abreise drückten sie ihre Dankbarkeit mit den Worten aus: „Swami! Wir hätten uns nicht einmal in unseren Träumen ausmalen können, dass du uns so viel Gnade schenken wirst.“

Ich beabsichtige, in Kürze eine Welttour durchzuführen. Viele Devotees kommen aus Afrika und Russland hierher. Die Hingabe der Russen ist unbeschreiblich. In dieser Halle sitzen viele russische Devotees. Sie genießen meinen Diskurs sehr. (Swami fordert alle russischen Devotees auf, ihre Hand zu heben, und zeigt auf sie:) Schaut, diese Devotees mit den erhobenen Armen sind alle Russen! Sie sind alle sehr hingegeben. (Swami zeigt wieder auf die Russen). Ihr seid nicht Russen, ihr gehört nur zu unserem Land! Ich liebe euch alle.

Liebe Studenten!

In der Welt gibt es verschiedene Länder wie Russland, Amerika, Deutschland, Japan, Italien, Frankreich usw. Obwohl die Länder unterschiedlich sind, gehören die Menschen, die in all diesen Ländern leben, zu uns allein! Sie trugen viel zur Errichtung der Sporthalle in Prashanti Nilayam bei. Tag und Nacht arbeiteten sie hart. Sie empfinden intensive Liebe zu Swami. Wo immer ich hingehe, folgen sie mir. Sie rennen meinem Wagen hinterher. Sie kamen vor kurzem sogar nach Chennai, als ich dort war. Uneingedenk der großen Schwierigkeiten und Ausgaben kommen sie hierher. Von ihrer Hingabe an Swami habt ihr eine Menge zu lernen.

Übersetzung der vom Aschram herausgegebenen gedruckten englischen Fassung der Ansprache. S. B., Prashanti Nilayam.
(Das Copyright der deutschen Übersetzung liegt bei der Sathya Sai Vereinigung e.V. , Dietzenbach)


    

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