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 Ansprache Sathya Sai Babas am 15.12.2007

 

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Ansprache Sathya Sai Babas am 15.12.2007 

 

Verkörperungen der Liebe!

Die Menschen glauben, es gäbe auf dieser Welt viele Probleme, Schwierigkeiten und Leiden, und sind deshalb von Angst und Sorge erfüllt. Aber in Wirklichkeit existiert nichts dergleichen; überall ist Glückseligkeit.

Der Mensch ist die Verkörperung göttlicher Glückseligkeit, absolute Weisheit, jenseits der Gegensätze, weit und alldurchdringend wie der Himmel, das im großen Lehrsatz „tat tvam asi“ – „Das bist du“ aufgezeigte Ziel, das Eine ohne ein Zweites, ewig, rein, unwandelbar, der Zeuge aller Funktionen des Intellekts, jenseits aller Befindlichkeiten von Geist und Gemüt und jenseits der drei Grundeigenschaften Reinheit, Leidenschaft und Trägheit.

Die Welt ist Gottes Schöpfung. Angefangen vom Menschen sind alle Lebewesen, einschließlich Tiere, Vögel und sogar Insekten, Gottes Schöpfung. Da sie Gottes Schöpfung sind, haben sie alle ihren Ursprung in Glückseligkeit. All diese Schwierigkeiten und Probleme sind nur die Einbildung des Menschen. Freude ist ein Intervall zwischen zwei Schmerzen. Ohne Schwierigkeiten kann es kein Glück geben. Diese Schwierigkeiten sind dazu gedacht, euch Glück zu schenken, und nicht, um euch durch mehr Leiden unglücklich zu machen. Deshalb sollten wir, was immer uns geschieht, als Gottes Gabe betrachten und glücklich sein. Wir sollten nicht denken, dass es uns gegeben wurde, damit wir leiden. Angenommen, ihr habt Bauchschmerzen. Was wird der Arzt tun? Wenn er eine Operation durchführt, tut er dies nicht, um euch Schmerz zuzufügen. Der vom Arzt verursachte Schmerz soll euer Leiden beseitigen. Man sollte deshalb Schwierigkeiten ertragen und die eigenen Leiden überwinden.

In dieser Welt gibt es Millionen Lebewesen. Sie sind alle aus Gott entstanden. Demzufolge ist derselbe Gott in allen von ihnen gegenwärtig. Die Leute geben Gott viele Namen wie Rama, Allah, Jesus usw., aber Gott ist einer allein. Atman ist eine andere Bezeichnung für Gott. Der Atman ist in allen derselbe. Der wahre Name für Atman ist Liebe. Es gibt nur eine Liebe, aber sie ist überall gegenwärtig und kann alle Leiden lindern. Wer Liebe hat, ist frei von allen Leiden.

Ihr seid alle von so fernen Orten wie Amerika hierher gekommen. Weshalb? Ihr seid aus Liebe zu mir gekommen (lauter Beifall). Wenn ihr Liebe habt, könnt ihr alles erreichen. Gott hat keinen spezifischen Namen. Er ist im Menschen in der Form des Atman gegenwärtig. Was bedeutet Atman? Nichts anderes als Liebe. Es ist Liebe, die euch alle vereint. Wenn ihr dieses Prinzip der Einheit in euch aufnehmt, werden alle eins werden. Wenn ihr diese Einheit erreicht, werdet ihr Reinheit haben. Wenn ihr Reinheit besitzt, wird sich das atmische Prinzip in euch manifestieren. Ihr müsst deshalb Einheit haben, um die Göttlichkeit zu erreichen. Ich und du sind eins. Gott und ihr seid eins. Gott befindet sich nicht irgendwo getrennt von euch. Ihr solltet das Empfinden entwickeln, dass ihr selber Gott seid. Wenn ihr „Ich“ sagt, repräsentiert das Einheit. Ihr könnt euch die Glückseligkeit, die aus Einheit hervorgeht, nicht ausmalen. Alle sind eins. Es ist der unbeständige Geist, der unstet ist und willkürlich herumwandert.

Eines allein ist beständig. Es ist Liebe, Liebe, Liebe. Liebe ist Gott. Lebt in Liebe. Das müssen wir heute lernen. Dieselbe Liebe ist in jedem gegenwärtig. Die Mutter liebt ihre Kinder dank dieses Gefühls der Liebe. Alle sind Gottes Kinder. Deshalb liebt Gott einen jeden. Er ist ohne Hass. Gott ist nicht die Ursache eures Schmerzes und Leidens. Gott ist nicht von euch getrennt. Wo immer ihr auch sein mögt, dort ist Gott gegenwärtig. Gott gibt euch nicht auf. Es gibt keinen Ort ohne Gott. Wo immer ihr hinschaut, dort ist Gott anwesend. (Swami zeigt auf verschiedene Dinge und sagt:) Dies ist Gott, dies ist Gott. Ihr seid alle die Verkörperungen Gottes. Obwohl ihr nur zwei Augen habt, könnt ihr mit ihnen viele Menschen sehen. Genauso ist Gott einer, aber er kann alle sehen. Wo ist Gott? Er ist in euch, bei euch, über euch und unter euch. Es ist nicht notwendig, nach ihm zu suchen. Da sich unsere Sicht auf die physische Ebene beschränkt, nehmen wir Unterschiede wahr. Wir sollten uns nicht auf den physischen Körper verlassen. Der Körper gleicht einer Schaumblase auf dem Wasser, der Verstand einem verrückten Affen. In einem Moment ist der Geist hier und im nächsten Moment rennt er woanders hin. Manas, Buddhi, Citta, Ahamkâra (Geist, Intellekt, Psyche, Ego) sind vergänglich gleich vorbeiziehenden Wolken. Eines allein ist dauerhaft, und das bist du. Wo ist Gott? Ihr solltet das Gefühl entwickeln, dass ihr Gott seid. Das ist die korrekte Antwort auf die Frage, wo Gott ist.

Ihr könnt alle möglichen spirituellen Disziplinen durchführen, wie Bhajansingen, Mantrenwiederholung und Askese, aber Liebe sollte der zugrunde liegende Strom all dieser Übungen sein. Wenn ihr Liebe besitzt, besteht keine Notwendigkeit für irgendwelche spirituellen Praktiken. Es bringt nichts, spirituelle Übungen durchzuführen, wenn ihr keine Liebe habt. Füllt euren Geist mit Liebe. „Wiederholt Ramas Namen mit einem von Liebe erfüllten Herzen“ (prema mudita…). Messt deshalb der Liebe die höchste Bedeutung bei. Liebe ist wichtig. Liebe ist Gott, lebt in Liebe. Das ist die spirituelle Übung, die wir durchführen müssen.

Weltliche Beziehungen sind vorübergehend. Sie sind vergänglich gleich den vorbeiziehenden Wolken, die kommen und gehen. Sie sind eure geistige Reaktion, Widerspiegelung und euer Echo.

(Swami zeigt sein Taschentuch). Was ist dies? Ein Stück Stoff. Es ist nicht bloß ein Stück Stoff, sondern eine Kombination von Fäden; es ist noch nicht mal dies, sondern es ist Baumwolle, welche Gottes Schöpfung ist. So wie die Fäden ist alles aus Gott hervorgegangen. Ihr webt die Fäden, wie es euch gefällt. Aber wichtig ist nicht, was euch gefällt, sondern was Gott gefällt. Körper und Geist können sich verändern, aber die Liebe ist unwandelbar. Sie ist dauerhaft. Alles wird geboren und stirbt, aber Liebe hat weder Geburt noch Tod. Diese geburtslose, unsterbliche Liebe ist einzigartig. Sie geht aus der Wahrheit hervor. Es gibt nur eine Wahrheit. Wahrheit ist Gott. Dieser Gott ist in Gestalt der Liebe überall gegenwärtig, wo immer euer Blick hinfällt.

Gott ist im Menschen in dessen Atem gegenwärtig. Wenn ihr atmet, woher kommt der Atem? Er kommt von innen. Der Atem selbst ist euer Gott. Welche Gestalt hat er? Er ist im Menschen in Gestalt des „So ’ham“ gegenwärtig, das eure göttliche Identität enthüllt. „So“ bedeutet „das“, „ham“ „ich“. Deshalb bedeutet „So ’ham“ „Ich bin Das“. „Das“ bezieht sich auf Gott, der im Menschen in Gestalt der Liebe gegenwärtig ist. Der Mensch sollte deshalb die Liebe wie einen Schatz sicher im Herzen bewahren. Andere Gedanken kommen und gehen gleich vorbeiziehenden Wolken. Liebe allein ist dauerhaft und ewig. Ihr solltet jede Aufgabe mit Liebe durchführen. Sogar wenn ihr eurem Feind begegnet, solltet ihr ihn lieben und mit „hallo, hallo“ begrüßen. Dann wird auch er euch mit den Worten „hallo, hallo“ antworten. Das ist die Reaktion, die Widerspiegelung und der Widerhall eurer Empfindungen. Das Gute oder Schlechte, das ihr erfahrt, ist das Ergebnis eurer eigenen Handlungen. Alles kommt aus eurem Inneren. Ihr solltet deshalb immer von Liebe erfüllt sein. Wenn ihr voll Liebe seid, könnt ihr alles erreichen und jede Aufgabe durchführen. Die Liebe ist für die gesamte Schöpfung und deren Funktionieren in dieser Welt verantwortlich. Es gibt keinen größeren Gott als Liebe. Liebe ist Gott. Was immer ihr ohne Liebe tut, ist eine vergebliche Anstrengung. Schätzt und bewahrt deshalb Liebe in eurem Herzen. Jeder wird von dieser Liebe angezogen werden. Sie verleiht euch alles. Die Liebe erschafft, erhält und löst auf. Wenn ihr die Welt mit euren physischen Augen betrachtet, seht ihr Verschiedenheit in der Schöpfung. Aber tatsächlich ist alles Liebe. Sie ändert sich nicht. Ihr solltet von dieser Liebe erfüllt sein. Wenn ihr diesem Liebesprinzip folgt, wird euch das die Frucht aller spirituellen Praktiken schenken.

Die Menschen geben Gott viele verschiedene Namen wie Rama, Krishna, Jesus, Allah usw. Aber alle Namen beziehen sich auf denselben Gott. Wenn ihr ihn Allah nennt, antwortet er. Genauso wird er antworten, wenn ihr ihn Jesus, Zarathustra oder Rama nennt. All diese Namen hat der Mensch gegeben. Gott ist nicht mit diesen Namen geboren worden. Gottes ursprünglicher Name ist Liebe. Ihr könnt irgendein Wörterbuch heranziehen; es gibt nur eine Liebe, keine zwei. Der Mensch mag viele physische Beziehungen haben. Ihr betrachtet jemanden als euren Ehemann, jemand anderen als euren Sohn und wieder jemand anderen als eure Tochter. Das alles sind körpergebundene, weltliche Beziehungen. Wer hat diese Beziehungen begründet? Ihr allein. Da diese Beziehungen durch euch entstanden, sind sie dem Wandel unterworfen. Aber Liebe bleibt die gleiche. Mit dieser Liebe könnt ihr jeden Namen, zum Beispiel Rama, Krishna, Govinda, Narayana, Jesus oder Allah rezitieren. All diese Namen beziehen sich auf dieselbe Göttlichkeit. Ihr könnt Reis mahlen und verschiedene Speisen wie Dosa, Idli und dergleichen damit zubereiten. Ihr könnt den Reis mit Zucker vermischen und süßen Pudding daraus machen. Aber der Reis in all diesen Speisen ist der gleiche. Ebenso ist nur ein Gott in der gesamten Schöpfung gegenwärtig, und das ist Liebe. Ihr solltet jede Aufgabe mit Liebe durchführen.

Wir bezeichnen andere als Brüder und Schwestern. Auf der physischen Ebene sind sie getrennt von uns. Diese Beziehungen sind eure eigene Schöpfung. Aber seht darin niemals Verschiedenheit. Brüder, Schwestern und alle anderen Beziehungen sind eins. Ob ihr einen alten Mann oder ein Kind betrachtet, das Wesen von beiden ist göttlich. Gott ist jenseits aller Altersstufen und Formen. Liebe allein ist seine wahre Form. Dieselbe Liebe ist in allen Formen, die ihr seht, gegenwärtig. Deshalb sollte ein jeder von euch Liebe entwickeln. Ihr könnt Gott Rama, Krishna oder Sai nennen, aber der Unterschied liegt nur in den Namen. Gott ist einer allein. Liebt alle aus ganzem Herzen. Nur dann könnt ihr Glückseligkeit erfahren. Solange ihr Liebe habt, wird es euch nicht an Glückseligkeit mangeln.

Die Menschen halten heutzutage an individuellen Unterschieden fest. Das Individuum hat drei Aspekte: 1. der, der ihr glaubt zu sein, 2. der, für den andere euch halten, 3. der, der ihr wirklich seid. Auf der physischen Ebene mögt ihr mit eurem Namen, eurer Form und eurem Herkunftsort identifiziert werden, aber in Wirklichkeit seid ihr eines allein. Das solltet ihr erkennen. Erkennt die Einheit der gesamten Schöpfung. Wenn ihr diese Einheit erkennt, werden auch eure weltlichen Beziehungen einen gewissen Wert haben. Ihr könnt an die Eins beliebig viele Nullen hängen, der Wert wird sich steigern. Wenn ihr die Eins wegnehmt, ist kein Wert mehr vorhanden. Auf dieselbe Weise könnt ihr die Einheit Gottes erkennen und jeden Namen rezitieren. Es gibt nur eine Wahrheit, aber die Weisen geben ihr verschiedene Namen. Die Veden legen für dieselbe Wahrheit Zeugnis ab. Mit Liebe in eurem Herzen könnt ihr in irgendein Land gehen, einen Namen rezitieren und eine spirituelle Praxis durchführen.

Hasst niemanden. Helft immer, verletzt niemals. Das wird von den Devotees erwartet. Wenn ihr euch selbst als Devotee bezeichnet, solltet ihr keine Unterschiede hegen wie: „Du bist nicht mein, aber er ist mein.“ Das ist nicht gut. Das ist, als ob ihr Gott hasst. Ihr solltet denken: „Gott ist in mir, bei mir, um mich herum, über mir und unter mir.“ Wo immer ihr hinschaut, ist derselbe Gott gegenwärtig. Entwickelt dieses Gefühl der Einheit. Dann werdet ihr die höchste Glückseligkeit erreichen.

Ihr seid aus verschiedenen Ländern gekommen und habt unterschiedliche Namen und Formen. Aber nachdem ihr hierher gekommen seid, seid ihr alle eins (lauter Beifall). Mögt ihr von heute an immer in Glückseligkeit verbleiben! Die Menschen sagen: „Heute ist mein Geburtstag.“ Was bedeutet Geburtstag? Es ist der Tag, an dem der Körper geboren wurde. Heute wird er geboren, morgen stirbt er vielleicht. Aber ihr seid ewig. Ihr werdet weder geboren noch sterbt ihr. Seid immer glücklich. Das wünsche ich mir. Lasst nicht zu, dass Unterschiede von mein und dein euch nahe kommen.

Ihr alle habt einstimmig die Herrlichkeit Gottes besungen. Diese Einheit ist Göttlichkeit. Wo es an Einheit mangelt, ist Verschiedenheit. Entwickelt deshalb Einheit. Wo Einheit ist, ist Reinheit. Gott wird von Reinheit angezogen. Das weiße Gewand, welches ihr angezogen habt, symbolisiert Reinheit. Unterschiede werden wahrgenommen, wenn ihr verschiedenfarbige Kleidung anzieht. Gebt Unterschieden keinen Raum. Nicht nur was Kleidung betrifft, ihr solltet in euren Gedanken und Gefühlen Reinheit und Einheit bewahren. Alle sind eins. Wenn ihr in eure jeweiligen Länder zurückkehrt, führt euer Leben in Einheit, Liebe und Glückseligkeit.

Euer Bhajansingen hat mich beglückt. (Swami singt jetzt den Bhajan „Hari bhajana bina…“ und fährt mit seiner Ansprache fort:)

Betrachtet Bhajan als euer Bhojan, eure Nahrung, die euren spirituellen Hunger stillt. Ihr solltet in jedem Augenblick, tagein und tagaus, die Nahrung der Bhajans zu euch nehmen. Vom Morgen bis in die Nacht, während der ganzen Zeit eures Wachseins, solltet ihr Bhajans singen. Das ist Swamis Unterweisung für euch. Führt all eure Aufgaben durch, während ihr euch innerlich auf den Namen Gottes besinnt. Gott ist in euch, außerhalb von euch, über euch, unter euch und hinter euch.

Very happy! Ich bin sehr glücklich!

Übersetzung der vom Aschram herausgegebenen, gedruckten englischen Fassung der Ansprache. S. B., Prashanti Nilayam.


   
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