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 Ansprache Sathya Sai Babas am 23.11.2006


Geburtstagansprache


Wenn ein Kind aus dem Mutterleib hervorgeht,
schmückt keine Kette seinen Hals.
Man findet weder Perlenschmuck noch glitzernde
Schmuckstücke aus Gold,
noch Halsketten, die mit kostbaren Steinen wie
Smaragden und Diamanten verziert sind.
Aber eine Kette ist um seinen Hals gelegt:
(Der Schöpfergott) Brahma fügt die Folgen
seiner früheren Taten
zu einer schweren Kette zusammen
und hängt sie dem Kind zum Zeitpunkt
seiner Geburt um den Hals.

Verkörperungen der Liebe! Studenten, Jungen und Mädchen!

Es ist unmöglich, zu beschreiben, wie gesegnet ein Mensch ist. Der Mensch ist das kostbarste aller Lebewesen. Der Mensch ist unfähig, den Wert des Menschseins zu erkennen und wird durch die Schau der kurzlebigen, vergänglichen Dinge der Welt getäuscht. Die flüchtige, vorübergehende Welt ist nicht die Grundlage des menschlichen Lebens. Sein Leben auf der Erde ist eine Synthese moralischer, ethischer und spiritueller Werte. Tatsächlich ist der Mensch das Abbild des Göttlichen. Der ewige Atman in allen Wesen ist Teil meines Wesens. Ihr alle seid ein Teil von mir; ihr seid nicht verschieden von mir. Der Mensch ist nicht in der Lage, den Wert seines Menschseins zu erkennen und wird das Opfer seiner zahlreichen Täuschungen. Euer ganzes Lernen und eure emsigen Bemühungen sollten auf die Erkenntnis dieser Wahrheit ausgerichtet sein. Nach der Erkenntnis dieser fundamentalen Wahrheit braucht ihr nichts anderes mehr. Alle materiellen Besitztümer dieser Welt sind eine Ursache der Bindung des Menschen, und so lange der Mensch gebunden ist, muss er leiden. Deshalb sollte der Mensch versuchen, sich aus dieser Knechtschaft zu befreien. Er sollte sich vom Gefühl der Anhaftung lösen. Nichts ist mein und dein, alles ist eins. Entwickelt in eurem Herzen das Gefühl, dass alle eins sind. Nur dann könnt ihr Wahrheit, Frieden und Glückseligkeit erfahren.

Verkörperungen der Liebe!

Euer Leben ist voller Ambitionen und Wünsche. Ihr müsst nachforschen, ob ihr die richtigen Anstrengungen macht, um im Leben Erfüllung zu finden. Erforscht zuerst euer Herz, um die Beschaffenheit eurer Gedanken und Gefühle zu erkennen – ob sie rein, beständig und selbstlos sind oder durch Wünsche befleckt. Wünsche gleichen Gepäck, welches auf der Lebensreise eine schwere Bürde darstellt. Weniger Gepäck bedeutet mehr Bequemlichkeit und macht das Reisen zum Vergnügen. Reduziert deshalb nach und nach eure Wünsche. Wenn ihr weniger Gepäck habt, werdet ihr friedvoller sein. Im Gegensatz dazu vermehrt der Mensch jedoch heute das Gepäck seiner Wünsche, statt es zu verringern.

Tausende von Menschen haben sich hier versammelt. Der Köpfe sind viele, aber das Empfinden ist eins. Der eine Atman wohnt in allen Wesen. Aufgrund eurer Bindung an den Körper seid ihr vielen Schwierigkeiten unterworfen. Heute seid ihr eine Einzelperson. Nach Abschluss eurer Studien und nachdem ihr eine gute Anstellung gefunden habt, werdet ihr versuchen, zu heiraten. Dann werdet ihr zwei sein. Wenn man einen einzelnen Armreifen trägt, erzeugt es kein Geräusch. Nur wenn man zwei Armreifen trägt, machen sie Geräusche. Nach der Hochzeit neigt ihr dazu, euch weltliche Dinge anzuschaffen. Ihr werdet Kinder haben und eure Familie vergrößert sich. Wie könnt ihr bei dieser Art „Fortschritt“ Frieden haben? Diese ganzen weltlichen Bindungen sind das Ergebnis eures falschen Denkens. Sie haben keine Realität. Wenn eure Gedanken und Gefühle sich nicht in die richtige Richtung bewegen, werdet ihr zwangsläufig leiden. Ihr solltet euch im Dienst an der Gesellschaft engagieren, statt euch ins weltliche Leben zu verstricken. Wenn ihr erst einmal den Weg des Dienens einschlagt, werden sich eure Probleme nach und nach verringern. Liebt alle, dient allen. Betrachtet niemanden als einen anderen. Entwickelt das Gefühl, dass er und ihr eins seid. Die gesamte Menschheit ist eins. Was ihr in dieser Welt seht, ist nur die Reaktion, die Widerspiegelung und das Echo der Wirklichkeit, die eine allein ist. Wenn ihr diese Wahrheit erst einmal versteht, werdet ihr voll Frieden sein. Nur dann wird euer Geist beständig und zielgerichtet in der Ausübung eures Studiums und Berufes sein. Engagiert euch deshalb zuallererst im Dienst an der Gesellschaft. Was ist die Gesellschaft? Die Gesellschaft ist eure eigene Widerspiegelung. Distanziert euch deshalb nicht von der Gesellschaft. Seid immer im Dienst an der Gesellschaft tätig. Warum hat Gott euch Hände gegeben? Nicht, damit ihr etwas aufs Papier kritzelt. Die Hände sollten ganz mit dem Dienst an Gott beschäftigt sein. Arbeit ist Gottesdienst. Pflicht ist Gott. Erfüllt eure Pflicht.

Verkörperungen der Liebe!

Ihr seid jetzt jung und all eure Glieder sind gesund und stark. Erst kommt der Körper, als nächstes die Sinne; höher als die Sinne ist der Geist (mind), und der Intellekt befindet sich über dem Geist. Der Atman ist das Höchste. Wenn ihr das Atmanprinzip versteht und euch darauf besinnt, werdet ihr von allem Leiden und jeglicher Bindung frei sein. Die Irrungen des Geistes sind die Ursache all eurer Leiden und Bindungen.

Einst begab sich die Mutter dieses Körpers, Easwaramma, zu einem Brunnen, um Wasser zu holen. Plötzlich wurde ihr schwindlig und sie hörte eine ätherische Stimme sagen: „Ich begebe mich in deinen Körper.“ Sie erschrak und wusste nicht, was in ihren Körper eintrat, ob ein Gespenst, ein Geist oder ein Engel. Wieder hörte sie die Stimme: „Zum Wohle der Welt begebe ich mich in deinen Körper.“

Easwaramma war nicht der Name, der der Mutter dieses (Swamis) Körpers bei ihrer Geburt gegeben wurde. Kondama Raju, der Großvater dieses Körpers, gab ihr diesen Namen. Er war eine edle Seele und hatte, schon als ich Kind war, meine Göttlichkeit erkannt. Da er erkannte, dass sie die Mutter Gottes (Ishvara) war, änderte er ihren Namen um in Easwaramma (îshvara-amma, die Mutter Gottes). Easwaramma war keine gewöhnliche Frau. Sie war eine hohe Seele, die von allen geliebt und bewundert wurde. Wo immer sie hinging, grüßten die Menschen sie mit großer Liebe.

Karnam Subbamma war sehr tugendhaft. Sie nahm im Dorf eine hoch geachtete Stellung ein. Im Lauf der Zeit vollzog sich in ihr ein großer Wandel. Sie bereitete für alle Devotees, die zu meinem Darshan kamen, Essen zu. Was immer sie zubereitete, sie tat es um Swamis willen. Damals hielt ich mich die meiste Zeit nicht zuhause auf. Ich wanderte in den nahe gelegenen Hügeln und Tälern umher. Subbamma bereitete viele Speisen zu, legte sie in einen Behälter und machte sich auf die Suche nach mir, wo immer ich mich auch befand. Ihre Liebe zu Swami war groß. Im Dvapara-Zeitalter hatte Devakî Krishna geboren, aber Yashodâ hatte das große Glück, als Mutter von Krishna bezeichnet zu werden. Entsprechend hatte Subbamma in diesem Zeitalter dieses große Glück.

Einst führte Karnam Subbamma das Satyanarayana-Ritual durch. Sie lud auch Easwaramma zur Teilnahme ein. Da ich geboren wurde, nachdem Easwaramma die geheiligte Speise (Prasad) vom Satyanarayana-Ritual zu sich nahm, wurde ich Satyanarayana genannt. Von meiner Geburt an betrachteten die Leute mich nicht als gewöhnlichen Menschen, sondern immer als ein transzendentales Wesen, das mit großen göttlichen Kräften versehen war. Während meiner Kindheit pflegten sich alle Kinder im Dorf um mich zu versammeln. Ich fragte jedes Kind, was es sich wünsche. Ein jedes wollte etwas anderes haben, zum Beispiel einen Bleistift, Kuli, eine Süßigkeit oder ein Pfefferminzbonbon. Worum sie auch baten, ich holte es aus meiner leeren Tasche hervor. Ich trug nicht einmal einen einzigen Paisa bei mir. Wenn sie die Dinge erhielten, um die sie baten, wunderten sie sich, wie ich ihnen all diese Dinge geben konnte. Es war unmöglich, dass meine Mutter sie gab, denn sie besaß ebenfalls kein Geld. Eines Tages ließ ich meine Tasche draußen und ging hinein. Die Jungen ergriffen diese Gelegenheit beim Schopf und durchsuchten meine Tasche gründlich. Sie waren keine gewöhnlichen Jungen. Sie wollten sich vergewissern, ob in meiner Tasche irgendetwas versteckt war. Nach gründlicher Suche konnten sie nicht einmal eine Sicherheitsnadel finden. Da erkannten sie, dass all diese Dinge aus einer unbekannten Quelle kamen. Sie waren sehr verwundert. So war ich von Kindesbeinen an immer von Jungen umgeben.

Nach und nach breitete sich mein Ruf überallhin aus. Das rief in manchen Menschen Neid hervor. Trotz der Eifersucht der Leute verbreitete sich mein Name und Ruf in alle Winkel der Welt. Leute aus vielen Ländern der Welt und unterschiedlicher Glaubensrichtungen fingen an, in großer Zahl nach Prasanthi Nilayam zu kommen und ihre Festtage hier zu feiern. Jetzt kommt der Dezember und Weihnachten naht heran. Christen aus allen Teilen der Welt werden sich hier versammeln und dieses Fest feiern. Entsprechend kamen auch Muslime nach Prasanthi Nilayam und baten um die Erlaubnis, ihre Festtage zu feiern. Menschen aller Glaubensrichtungen sind nach Prasanthi Nilayam gekommen, um hier ihre Feste zu feiern. Wie ich euch immer gesagt habe: „Alle sind eins.“

Es gibt viele Religionen, aber das Ziel ist eins.
Es gibt viele Kleidungsstücke, aber nur ein Garn.
Es gibt viele Schmuckstücke, aber Gold ist eins.
Entsprechend gibt es viele Lebewesen,
aber der ihnen innewohnende Atman ist derselbe.

Es gibt jedoch gewisse Leute, die Spaltungen erzeugen. Da Swamis Name und Ruhm sich ausbreiten, entwickeln viele Leute Eifersucht und ergehen sich in falscher Propaganda. Kürzlich wurde in London ein Treffen abgehalten, auf dem der pensionierte Luftmarschall Suri all solch falsche Propaganda zurückwies. Er erklärte bei diesem Treffen den Kritikern, sie sollten zu Sathya Sai Baba gehen, selber beobachten, die Wahrheit persönlich erfahren und erst dann Kommentare abgeben. Er forderte sie darüber hinaus auf, nicht allem möglichen Klatsch zuzuhören und darüber zu reden. Was gewinnt man, wenn man auf andere hört? Jene, die Gerüchte verbreiten, haben selber nichts gesehen oder erfahren. Aber sie verfassten unwahre Propaganda, die sich in viele Länder ausbreitete und auch Indien erreichte. Ohne sich der Tatsachen zu vergewissern, haben auch einige indische Zeitungen die ausländischen imitiert und diese lügnerischen Artikel veröffentlicht. Tatsächlich glauben diese Kritiker nicht an das, was sie selber sagen. Warum sollten sie dann dem, was andere sagen, Glauben schenken? Ihre einzige Absicht besteht darin, Swami durch üble Methoden zu verleumden. Aber niemand kann Swami verleumden. Nicht nur jetzt, sondern in aller Zukunft kann niemand Swamis Namen verunglimpfen. Alle müssen sich irgendwann Swamis Liebe ergeben. Sais Name ist ewig und unwandelbar. Jeder kann sprechen, wie es ihm gefällt. Die knochenlose Zunge kann auf vielerlei Weise verdreht werden. Nur ein Baum voller Früchte wird mit Steinen beworfen. Gleich einem Früchte tragenden Baum werden alle edlen Menschen vielen Prüfungen und Schwierigkeiten ausgesetzt. Aber wenn man an der Wahrheit festhält, kann einen nichts erschüttern. Und wenn noch so viele Leute gegen die Wahrheit kämpfen, sie können niemals siegen. Haltet deshalb unerschütterlich an der Wahrheit fest, komme, was mag. Wer für die Wahrheit einsteht, wird siegen. Gebt deshalb niemals die Wahrheit auf. Wer ist Gott? Wahrheit ist Gott. Wahrheit ist unerschütterlich. Es gibt kein größeres Dharma, als an der Wahrheit festzuhalten. Dharma führt den Menschen zum Frieden. Ohne Frieden kann der Mensch nicht leben. Wie der Heilige Tyâgarâja erklärte: „Ohne Frieden kann man nicht glücklich sein.“ Wenn ihr Frieden erlangt, werdet ihr Liebe und Glückseligkeit erfahren. Wahrheit ist der Ursprung von Glückseligkeit. Gewaltlosigkeit geht ebenfalls aus der Wahrheit hervor. Ein Mensch der Liebe wird nicht einmal einen gewalttätigen Gedanken hegen. Wahrheit, Dharma, Frieden, Liebe und Gewaltlosigkeit sind gleichsam die fünf Lebensenergien des Menschen. Diese sind die vorrangigen Eigenschaften eines Menschen. Das Gebot der Stunde besteht darin, diese menschlichen Werte zu entfalten. Nur wenn diese Werte entwickelt werden, kann im Land Frieden herrschen. Wo immer man heute hinschaut, findet man in den Menschen uferlose Wünsche. Welchen Bereich menschlichen Strebens ihr auch betrachtet, die Wünsche des Menschen sind grenzenlos. Nicht einmal das Lesen von Büchern unterliegt einer Beschränkung. Die Leute lesen ununterbrochen Bücher. Das Lesen aller Arten von Büchern ist reine Zeitverschwendung. Was bringt das Lesen, wenn es euch keine Selbstzufriedenheit schenkt? Euer Bücherwissen kann euch nur helfen, den Lebensunterhalt zu verdienen. Die indische Kultur betont das Einprägen von Moral, Ethik und Spiritualität. Aber unsere modernen Autoren ignorieren diese drei Prinzipien. Deshalb findet trotz der weit verbreiteten akademischen Bildung kein wirklicher Fortschritt statt.

Oh Mensch, sei nicht stolz auf deine Bildung.
Wenn du dich nicht vor Gott verneigst und
nicht voller Hingabe an ihn denkst,
ist all deine Bildung nutzlos.

Der Mensch sollte deshalb Liebe zu Gott entwickeln. Wenn ihr Liebe zu Gott habt, werdet ihr alles haben. Ohne Liebe zu Gott wird alles zu nichts werden. Liebe zu Gott gleicht dem Hauptschalter. Wenn der Hauptschalter ausgeschaltet ist, kann kein anderer Schalter funktionieren, es wird kein Licht geben. Wenn der Hauptschalter einmal eingeschaltet ist, werdet ihr durch das Drücken eines jeden Schalters Licht erhalten.

Menschlichkeit ist die wichtigste Eigenschaft eines Menschen. Mutter Easwaramma war voller Menschlichkeit. All ihre Gedanken waren immer auf Swami gerichtet. In Brindavan fand gerade der Sommerkurs statt. Easwaramma nahm ihr Frühstück und ihren Kaffee zu sich und kaute danach Betel. Plötzlich rief sie drei Mal: „Swami, Swami, Swami!“ Ich antwortete: „Ich komme, ich komme, ich komme!“ Ich ging sofort hinunter und sie tat ihren letzten Atemzug. Sie hatte einen leichten Tod, ohne irgendein Leiden. Der Körper besitzt Wert, so lange Leben in ihm ist. Wenn das Leben den Körper verlässt, gleicht er einem Holzklotz. Entsprechend meinen Anweisungen wurde Easwarammas Körper nach Puttaparthi gebracht und die letzten Riten wurden durchgeführt. Viele Leute sagten, ich solle ebenfalls dorthin kommen. Aber ich ging nicht. Ich habe keine Bindung an den Körper. Anhaftung an den Körper ist eine große Bindung. Wenn ihr euren Körper Gott übergebt, werden auch eure wankelmütigen Sinne ihre Kraft verlieren und ihr werdet frei von Bindung sein. Es mag im Leben manche Höhen und Tiefen geben, aber wenn ihr euch Gott einmal übergeben habt, wird nichts euch belasten.

Verkörperungen der Liebe!

Studiert, was immer von euch erwartet wird. Erwerbt euch in der Gesellschaft einen guten Ruf. Eure Eltern setzen hohe Erwartungen in euch. Ihr solltet ihre Hoffnungen erfüllen. Verehrt Mutter, Vater, Lehrer und Gast wie Gott. Wenn ihr eure Mutter, euren Vater, Lehrer und Gott glücklich macht, dann wird Gott euch mehr Glück geben. Ohne Liebe zu Gott ist euer ganzes Lernen nutzlos. Ihr alle seid jung. Ihr solltet gut studieren und euch in der Gesellschaft einen guten Ruf erwerben. Das erwarte ich von euch. Ich will nicht, dass ihr nur hohe akademische Qualifikationen erlangt. Es gibt in der Welt viele hoch gebildete Menschen. Aber was haben sie Gutes für die Welt getan? Ihr solltet hart arbeiten und andere glücklich machen. Nur wenn ihr die Gesellschaft glücklich macht, werdet ihr im Leben Erfüllung finden. Kalam (Abdul Kalam, der indische Staatspräsident, der an der Eröffnung des Stadiums und der Zusammenkunft der Universitäten am 22.11. und an Swamis Geburtstag teilnahm, A. d. Ü.) ist hoch gebildet und hat sich dem Dienst an der Gesellschaft geweiht. Dient der Gesellschaft so, wie es euch möglich ist. Das allein wird Swami glücklich machen.

Gestern erklärte Ram Setty, er wolle nicht nach Amerika zurückgehen. Er will den Rest seines Lebens hier im Dienst an Swami zubringen. Sein Sohn ist ebenso ehrenwert wie der Vater. Auch er ist Arzt. Er sagte seinem Vater, er wolle seinem Wunsch nicht im Wege stehen. Dieses Stadion ist durch die Großzügigkeit Ram Settys, seiner Frau, seines Sohnes und seiner Tochter erbaut worden. Er verkaufte seinen ganzen Besitz und spendete alles Geld für die Errichtung dieses Stadions. Er ist ein Mensch großen Opfergeistes. Er hat für die Errichtung dieses Stadions 400 Millionen Rupien gespendet. Wie viele haben einen Opfergeist von so hohem Rang? In diesem Zeitalter, in dem die Leute sogar einen Bettler abweisen, ohne ihm etwas zu geben, hat seine Familie ein so großes Opfer gebracht. Er hat einen Sohn und eine Tochter. Dennoch hat er eine so riesige Summe gespendet. Sein Sohn wie auch seine Tochter sind nicht an weltlichen Freuden interessiert. Ihr einziges Ziel besteht darin, Swami zu gehorchen. Friede und Glück liegen in der Spiritualität und nirgendwo sonst. Ihr könnt studieren, heiraten, Kinder haben und ein glückliches Leben führen. Nichts ist daran falsch. Aber vergesst niemals Gott. Ihr könnt jedem Pfad folgen, wenn ihr Gott nicht vergesst. Das ist mein Segen an euch. Verbreitet den göttlichen Namen Sai in jeden Winkel der Welt. Das wird zur Manifestation des Göttlichen in allen führen. Je näher ihr Swami kommt, desto ausgeprägter sollte die Göttlichkeit in euch werden. Dann wird euer Leben geheiligt sein. Weltliche Freuden sind keine wirklichen Freuden. Heute mögt ihr euch vergnügen und morgen erlebt ihr Schwierigkeiten. Ihr seid vielleicht glücklich, wenn euch ein Sohn geboren wird, aber ihr werdet voll Schmerz sein, wenn eurem Sohn etwas zustößt und er stirbt. An einem Tag lächelt ihr, an einem anderen weint ihr. Glück und Leid liegen nahe beieinander. Alles im menschlichen Leben ist vorübergehend und vergänglich.

Seid nicht stolz auf euren Reichtum,
eure Nachkommenschaft und Jugend.
Die Flut der Zeit kann sie in einem
Augenblick zerstören.

Studenten!

Möget ihr lange leben und ein glückliches Leben führen! Dient der Gesellschaft! Betrachtet Dienst an der Gesellschaft als Dienst an Gott. Allein Dienst an der Gesellschaft kann euch Frieden schenken.

Hari bhajana bina…

Übersetzung der vom Aschram herausgegebenen, gedruckten englischen Fassung der Ansprache. S. B., Prashanti Nilayam.
(Das Copyright der deutschen Übersetzung liegt bei der Sathya Sai Vereinigung e.V. , Dietzenbach)


    

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