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 Ansprache Sathya Sai Babas am 14.08.2006


Ati Rudra Maha Yajna


Duldsamkeit ist die wahre Schönheit
dieses heiligen Landes Bhârat.

Von allen Ritualen ist Festhalten
an der Wahrheit die größte Askese.

Das Empfinden der Liebe zur eigenen
Mutter ist das nektargleiche Gefühl
in diesem Land.

Charakter wird weitaus höher geschätzt
als das Leben.

Die Menschen haben die grundlegenden
Prinzipien dieser großen Kultur vergessen

und imitieren die westliche Kultur.

Ach! So wie ein mächtiger Elefant sich
seiner eigenen Stärke nicht bewusst ist,

ebenso sind die Bhâratîyas sich der Größe
ihres kulturellen Erbes nicht bewusst.

Verkörperungen der Liebe!

Die Bhâratîyas sind ein sehr reiches Volk. Indien ist ein reiches Land. Es ist ein großes Land des Verdienstes (punya), des Opfergeistes (tyâga) und des Handelns (karman). Leider erkennt das indische Volk heutzutage die Größe seines Landes nicht. So wie ein Elefant seine innere Stärke nicht kennt, so sind die Bhâratîyas sich ihrer inneren Kraft nicht bewusst. Ein Elefant ist fähig, einen Mann umzuwerfen und mit einer Bewegung seines Schwanzes drei Meter weit zu werfen. Ein Elefantentreiber ist mit seinem Stachelstock jedoch in der Lage, den Elefant vollkommen zu beherrschen. Da der Elefant seine eigene Stärke nicht erkennt, ergibt er sich den Anweisungen des Elefantentreibers. Genauso sind heutzutage die Bhâratîyas durch die äußere Hülle ihres Körpers in die Irre geführt und deshalb unfähig, ihre innere, angeborene Kraft zu erkennen.

Der Körper besteht aus den
fünf Elementen und muss früher
oder später vergehen,

aber der Bewohner des Körpers
wird weder geboren noch stirbt er.

Der Bewohner ist an nichts gebunden.

Er ist der ewige Zeuge.

Im Körper eines Menschen befindet sich ungeheure göttliche Kraft. Die Kraft der Wahrheit, die sich in diesem physischen Körper befindet, kann das unbeschreibliche und unergründliche Göttliche binden. Niemand kann diese Kraft der Wahrheit einschätzen. Es ist die höchste Wahrheit (satyasya satyam, wörtl. Wahrheit der Wahrheit; A.d.Ü.), die niemand mit dem Verstand schauen kann. Sie kann nur erfahren, nicht beschrieben werden. Wahrheit ist wahrhaft Gott. Deshalb heißt es: Gott ist die Verkörperung der Wahrheit, Weisheit und Unendlichkeit (satyam jnânam anantam brahma).

Die Schöpfung geht aus der
Wahrheit hervor und mündet
wieder in die Wahrheit ein.

Gibt es im Kosmos einen Ort,
wo die Wahrheit nicht existiert?

Schaut diese reine,
makellose Wahrheit.

Wo immer ihr in diesem Universum hinschaut, es ist allein die Wahrheit, die sich manifestiert. Dass es etwas wie Illusion (mithyâ) gäbe, ist selber eine Illusion! Der Mensch verlässt sich jedoch auf den unwirklichen Körper und hält ihn für wirklich. Der Mensch muss zuallererst diese Wahrheit erkennen. Er muss zur Wahrheit beten. Er muss die Wahrheit aufrechterhalten. Es heißt:

Es gibt kein größeres Dharma,
als an der Wahrheit festzuhalten.

Ohne Wahrheit gibt es überhaupt
keinen Dharma. Das Gebäude des
Dharma ruht allein auf
dem Fundament der Wahrheit.

Verkörperungen der Liebe!

Ihr müsst danach streben, diese Wahrheit zu erkennen. Weil wir unfähig sind, unsere Sinne zu beherrschen und unsere Bindung an den Körper aufzugeben, vernachlässigen wir die ewige Wahrheit. Das ist die Auswirkung unserer so genannten weltlichen Bildung. Welcher Natur ist die Wahrheit?

Eigenschaftslos, rein, die höchste Stätte, ewig, makellos, erleuchtet, frei und die Verkörperung der Heiligkeit.

Wir vergessen diese innewohnende Wahrheit und folgen den Sinnen des Handelns und der Wahrnehmung und dem Verstand, die alle unwirklich sind. Kennt ihr das Wesen des Geistes (mind)? Er rennt wahllos weltlichen Dingen hinterher. Er gleicht einer Fliege. In einem Moment sitzt sie auf einer duftenden Blume und im nächsten Moment auf dem Abfall, der weggekarrt wird. Wie könnt ihr solch einem unsteten Geist trauen? Der Geist gleicht einem verrückten Affen und der Körper einer Schaumblase auf dem Wasser. Leider setzen wir heutzutage unser Vertrauen in einen solchen Körper und Geist. An dem Tag, an dem ihr die Bindung an den Körper aufgebt, die Sinne vergesst und euch auf das Wesen des Atman (âtmatattva) besinnt, werdet ihr selber eine Verkörperung des göttlichen Selbst werden. Ihr seid nicht bloß ein Mensch, ihr seid wahrhaft Gott! Obwohl ihr selber Gott seid, unterliegt ihr leider der Täuschung, ein Mensch zu sein. Für den Aufenthalt in dieser Welt habt ihr das Gewand eines Menschen angelegt. Diese menschliche Form ist ein Gewand, welches ihr tragt, so lange ihr in dieser Welt seid. Sobald ihr in das Ankleidezimmer zurückkehrt, lasst ihr das Kleid dort. Ihr spielt eine Rolle, für die ihr dieses Kostüm tragt. Wenn ihr dieses Kostüm ablegt, seid ihr wieder euer normales Selbst.

Das Menschsein ist heilig und göttlich. Aber der Mensch verschwendet dieses heilige, göttliche Menschsein, indem er es der Erde anheim gibt. Das ist höchste Torheit. Stattdessen sollte man das Menschsein heiligen. Eure Bildung, Intelligenz, physische Kraft und Stärke sind alle kurzlebig. Strebt stattdessen danach, eure ewige atmische Natur zu erkennen. Ihr seid nicht der Körper. Angenommen, jemand kommt und fragt: „Wer bist du?“, dann stellt ihr euch mit den Worten „Ich bin soundso“ vor. Aufgrund eurer körperlichen Gestalt, eures Berufes, eures Wohnorts usw. behauptet ihr: „Ich bin Ramdas.“ Diesen Namen haben euch eure Eltern gegeben. Wenn jemand fragt: „Wer ist Ramdas?“, erwidert ihr: „Ich.“ Der Name Ramdas bezieht sich auf euren Körper. Euer wirklicher Name ist „Ich“. Dieses Ich ist wirklich und ewig.

Wer ist Ramdas? Ramdas bedeutet Diener (das) von Râma, dem Sohn von König Dasharatha. In diesem Zusammenhang ist aber nicht der König von Ayodhyâ gemeint. Ayodhyâ kennzeichnet den Ort, in den kein bewaffneter Feind eindringen kann. Dasharatha symbolisiert den menschlichen Körper mit seinen zehn Sinnen (fünf Handlungs- und fünf Wahrnehmungssinne). König Dasharatha hatte drei Ehefrauen, Kausalyâ, Sumitrâ und Kaikeyî. Diese drei Königinnen repräsentieren die drei Grundeigenschaften (guna): Reinheit (sattva), leidenschaftliche Aktivität (rajas) und Trägheit (tamas). Kausalyâ ist die Verkörperung von Sattvaguna, Kaikeyî repräsentiert Rajoguna und Sumitrâ Tamoguna. Man muss die innere Bedeutung dieser Begriffe in Bezug auf den eigenen Körper-Geist-Komplex verstehen. Die großen Weisen und Seher erkannten diese Wahrheit. Sie ließen sich nicht wie die heutigen Menschen täuschen. Sie erkannten die Wahrheit, lebten für die Wahrheit und verbreiteten die Wahrheit.

Duldsamkeit ist die natürliche Eigenschaft der Bhâratîyas. In der Tat ist jemand ohne diese Eigenschaft kein Mensch. Der Mutter wird in der indischen Kultur der erste Platz eingeräumt. Die Veden erklärten: Verehre die Mutter wie Gott, verehre den Vater wie Gott.

Ihr kennt alle den Suprabhatamvers, der für Râma gesungen wird: „Kausalyâ Supraja Râma…O Râma, Sohn von Kausalyâ, die Morgendämmerung ist angebrochen. Stehe auf und führe deine morgendlichen Rituale durch!“ Sogar in diesem Suprabhatamvers wird Râma Sohn von Kausalyâ genannt. Ihr Name wird zuerst genannt, denn die Mutter ist für einen Menschen wahrhaft Gott. Bevor Râma mit Vishvâmitra in den Wald zog, um das von Vishvâmitra durchgeführte Yajna zu schützen, fiel er seiner Mutter Kausalyâ zu Füßen. Diese segnete ihn: „Sohn! Möge der höchste Herr, der Prahlâda beschützte, möge der Herr von Vaikuntha, der das Kind Dhruva in seine Obhut nahm, möge der eine Gott, den die unsterblichen Götter preisen, möge der Herr, der die Zuflucht der Verlorenen ist, dir Sieg verleihen!“ Nur dank des mütterlichen Segens konnte Râma die Dämonen bezwingen und das vom Weisen Vishvâmitra durchgeführte Opfer schützen. Die Segensworte seiner Mutter bildeten wiederum den Hintergrund seines Erfolges bei dem Svayamvara (Wahl des Bräutigams) an König Janakas Hof, als er Shivas göttlichen Bogen in Stücke brach. König Janaka, der selber ein Karmayogi und Mahajnâni (großer Weiser) war, umfasste vor dem gesamten Hofstaat Râmas Füße und sagte: „Sohn! Es gibt niemand Größeren als dich. Dies ist meine Tochter Sîtâ. Ich will sie mit dir vermählen. Bitte nimm sie an.“ Râma lehnte seine Bitte jedoch höflich ab und erwiderte, ohne die Erlaubnis seiner Eltern könne er es nicht tun. Im Gegensatz dazu macht die heutige Jugend aus einem Heiratsantrag eine große Show. Sie lassen teure Einladungskarten mit kostspieligen Zeichnungen und Farben drucken und verteilen sie an alle. Das war nicht Râmas Art. Er dachte: „Wir sind vier Brüder und wurden zur selben Zeit geboren. Egal, ob Upanayazeremonie (Einweihung ins Gayatrimantra und Schnurzeremonie) oder Hochzeit, sie sollten für uns alle gemeinsam durchgeführt werden.“ Bis dahin schaute Râma Sîtâ nicht einmal an. Die heutige Jugend ist anders. Sobald ein Junge und ein Mädchen sich verlobt haben, gehen sie zusammen ins Kino. Das ist nicht gut. Sîtâ ließ sich bis zum segensreichen Zeitpunkt, als die Hochzeit herannahte, nicht in der Öffentlichkeit blicken. Râma schaute sie bis dahin ebenfalls nicht an. Erst nachdem seine Eltern nach Mithila kamen und Vishvâmitra ihnen von König Janakas Vorschlag berichtete, seine Tochter Sîtâ mit Râma zu verheiraten, stimmte Râma der Hochzeit mit ihr zu. Selbst dann schaute er Sîtâ vor Abschluss der Hochzeitszeremonie nicht an.

Als Bestandteil der Hochzeitszeremonie mussten die Paare Girlanden austauschen. Râma, Lakshmana, Bharata und Shatrughna standen in einer Reihe bereit, ihren Bräuten die Girlanden umzuhängen. Da Râma der älteste Bruder war, musste seine Braut Sîtâ ihn als Erstes bekränzen, und erst danach konnten die anderen Bräute ihren Bräutigamen die Girlanden umhängen. Sîtâ stand mit der Girlande in der Hand vor Râma, aber Râma schaute sie nicht an, weil die Hochzeitszeremonie noch nicht abgeschlossen war. Bis dahin war sie für ihn eine Fremde. Eine Frau vor der Hochzeit anzuschauen, ist eine große Sünde – das war Râmas Einstellung und sein Ideal. Arme Sîtâ! Sie wartete lange. Aber Râma beugte nicht sein Haupt, damit Sîtâ ihm die Girlande umhängen konnte. Da überlegte sich Lakshmana einen Plan, damit Sîtâ ihm die Girlande umhängen konnte. Er fiel urplötzlich Râma zu Füßen, und Râma beugte sich hinunter, um ihn hochzuheben. In eben diesem Augenblick hängte Sîtâ Râma die Girlande um den Hals. Seht, wie heilig und nobel die Absichten der Menschen jener Zeiten waren! Wie rein und wahrhaftig ihr Herz! Im Tetra- und Dvâparazeitalter maßen die Menschen dem Charakter viel Bedeutung bei. Deshalb erlangten jene Zeitalter große Berühmtheit. Auch ihr solltet, so wie Râma, Ältere respektieren und verehren. Ihr müsst den Anweisungen der Älteren folgen. Nur wenn ihr auf ihre Worte hört und ihnen aufmerksam folgt, werdet ihr im Leben Frieden erfahren können.

Dem Versprechen gemäß, das König Dasharatha seiner Frau Kaikeyî gegeben hatte, musste Râma 14 Jahre im Exil im Wald verbringen. Obwohl Kaikeyî eine große Königin war, hörte sie auf die Worte ihres Dienstmädchens Mantharâ und schickte Râma auf deren Anregung hin in den Wald. Dies lehrt uns, dass wir den Worten des Meisters, und nicht des Dieners, Gewicht geben sollten. Weil Kaikeyî dem Rat ihres Dienstmädchens nachgab, erfuhr sie großes Leid und Schmerz. Sîtâ folgte Râma auf der Reise in den Wald. Sie teilte Râma ihre Ansicht deutlich mit: „Herr, für eine Ehefrau ist der Ehemann Gott. Wo immer der Ehemann ist, dort sollte auch sie sein.“ Auch Lakshmana begleitete Râma in den Wald mit den Worten: „Geliebter älterer Bruder, ich kann keinen Augenblick ohne dich leben.“

Lakshmana und Shatrughna waren die Kinder von Sumitrâ. Ihrem Namen entsprechend (Su-mitra bedeutet guter Freund) war Sumitrâ eine Frau mit edlen Eigenschaften. Sie weihte ihre beiden Söhnen dem Dienst an Râma. Ihrem Wunsch gemäß diente Lakshmana Râma und Shatrughna diente Bharata. Lakshmanas Eigenschaften waren überaus edel. Während ihres Exils im Wald erlebten Sîtâ, Râma und Lakshmana etliche Schwierigkeiten. Dies ist alles wohl bekannt.

Als Râma und Lakshmana einmal im Wald wanderten, sagte Lakshmana plötzlich niedergeschlagen zu Râma: „Geliebter älterer Bruder, wozu dieses Exil im Wald? Es ist für uns sehr schwierig, Sîtâ vor den Dämonen in diesem Wald zu beschützen. Warum müssen wir hier so viele Schicksalsprüfungen erleben? Warum muss Mutter Sîtâ, die bisher niemals Sonne und Regen ausgesetzt war, in diesem Wald so viele Schwierigkeiten erfahren? Komm, lass uns nach Ayodhyâ zurückkehren und dort ein bequemes Leben führen.“ Râma erkannte, dass Lakshmanas Worte auf die Auswirkung des Ortes zurückzuführen waren. Lächelnd fasste er Lakshmana bei der Hand, ging weiter und führte ihn so von dem Ort weg. Dann fragte er Lakshmana. „Lakshmana, sage mir jetzt Bescheid. Sollen wir nach Ayodhyâ zurückgehen?“ Da erkannte Lakshmana seinen Fehler und er bereute. Er flehte Râma an: „Lieber Bruder, wir brauchen jetzt nicht nach Ayodhyâ zurückkehren. Der Anweisung deines Vaters gemäß haben wir 14 Jahre lang hier im Wald zu leben. Ich habe nie deine Wünsche missachtet oder deiner Anweisung nicht gehorcht. Ich weiß nicht, warum ich zuvor so sprach. Ich kann einfach nicht verstehen, warum mein Geist so einen Sinneswandel durchmachte.“ Râma erklärte: „Lakshmana, ich weiß, dass dies nicht deiner Natur entspricht. Es ist die Auswirkung des Ortes, den wir gerade durchschritten. Etliche Dämonen schweifen an diesem Platz umher. Weil du einen Ort betratest, der von Dämonen bevölkert wird, drangen dämonische Eigenschaften in dich ein.“

Mit diesen Worten half Râma ihm, sein inneres Gleichgewicht wieder zu finden. Wir müssen deshalb Zeit und Ort sowie die Auswirkung eines Ortes berücksichtigen und uns entsprechend verhalten.

Kein Text hat jemals so viel über guten Charakter gelehrt wie das Ramayana. Leider sind heute viele Leute nicht in der Lage, die Größe des Ramayana zu erkennen. Das Ramayana ist wahrhaftig das Herz der Bhâratîyas. Diese Wahrheit nicht zu erkennen und sich nicht dementsprechend zu verhalten, ist der Grund für alle Schwierigkeiten, denen die Inder heute ausgesetzt sind. Wo immer ihr wohnt, ihr könnt Schwierigkeiten und Leid nicht entgehen. Dennoch muss man ihnen tapfer begegnen, indem man auf Gott vertraut.

Wo immer ihr euch auch befindet,

ob in einem Wald, am Himmel,
in einer Stadt oder einem Dorf,

Gott ist eure einzige Zuflucht.

Nur jene, die fähig sind, das Wesen des Göttlichen zu erkennen, können diese Wahrheit verstehen. Alle Jugendlichen müssen heutzutage gute Eigenschaften entwickeln. Ihr seid alle Gottes Kinder! Krishna verkündete in der Bhagavadgita: Der ewige Atman in allen Wesen ist Teil meines Wesens.

Wir müssen deshalb Gottes Eigenschaften nacheifern und unser Leben entsprechend führen. Nur wenn ihr euch als Teil des Göttlichen betrachtet, werdet ihr gute Bürger. Wenn ihr hingegen stolz darauf seid, dass ihr der Sohn, Bruder oder Schwager von soundso seid, werdet ihr nur das bleiben. Erkennt die Wahrheit, dass ihr wahrhaft ein Teil von Gott seid. Nur dann werdet ihr das Wesen des Atman verstehen können.

Verkörperungen der Liebe!

Ihr seid alle gute Kinder. Ihr alle seid Goldkinder! Aber die Umgebung, in der ihr lebt, verdirbt euch in gewissem Ausmaß. Auch das Essen, das ihr zu euch nehmt, spielt eine Rolle. Wenn die Freunde, mit denen ihr euch umgebt, gut sind, werden sie gute Worte zu euch sprechen. Ansonsten werden sie schlechte Dinge sagen und in eurem Geist schlechte Gedanken erzeugen. Sage mir, mit wem du umgehst, und ich sage dir, was du bist. Umgebt euch deshalb mit guten Freunden.

Gute Gesellschaft führt zu Losgelöstheit,

Loslösung befreit einen von Täuschung,

Freiheit von Täuschung führt zu
einem beständigen Geist,

und ein beständiger Geist verleiht Befreiung.

Ihr solltet euer Leben nicht zur Plage werden lassen, indem ihr den irritierenden Worten anderer zuhört. Schließt euch guter Gesellschaft an und erlangt einen guten Ruf. Seid gut, tut Gutes, seht Gutes. Nur dann werdet ihr in der Lage sein, das Göttliche zu erkennen.

Verkörperungen der Liebe!

Ihr müsst euch in eurem Leben Râma zum Vorbild nehmen. Wenn euch jemand fragt: „Wo ist Gott?“, sollte eure spontane Antwort lauten: „Gott befindet sich in mir als der göttliche Atman.“ Ihr seid wahrhaft dieser göttliche Atman. Es gibt nichts anderes als den Atman. Dieser Atman wird auch als Gewissen bezeichnet. Ihr solltet eurem inneren Gewissen folgen. Haltet schlechte Gedanken von euch fern. Sorgt euch nicht, wenn solch schlechte Gedanken zu euch kommen. Sie kommen und gehen einfach. Messt ihnen keine Bedeutung bei. Wenn ihr in dieser äußeren Welt tätig seid, ist es natürlich, dass euch schlechte Gedanken Probleme bereiten. Ein Mensch hat sechs Feinde in Gestalt von Verlangen, Zorn, Gier, Täuschung, Stolz und Eifersucht. Diese sechs Feinde werden euch auf Abwege führen. Die fünf Werte Wahrheit, Dharma, Frieden, Liebe und Gewaltlosigkeit hingegen sind eure guten Freunde. Schließt Freundschaft mit ihnen. Wenn ihr euch mit guten Menschen anfreundet, werdet ihr gute Jungen genannt werden, ansonsten seid ihr schlechte Jungen. Ihr solltet euch keinen schlechten Namen machen. Ihr solltet euch und euren Eltern einen guten Ruf bringen. Eure Eltern setzen große Hoffnungen auf euch. Macht sie deshalb glücklich. Die Veden mahnen euch: Verehrt Mutter, Vater, Lehrer und Gast wie Gott.

Folgt den Anweisungen eurer Eltern. Nur dann werdet ihr heilig werden und euer Leben wird heiligt sein.

Übersetzung der vom Aschram herausgegebenen, gedruckten englischen Fassung der Ansprache. S. B., Prashanti Nilayam.
(Das Copyright der deutschen Übersetzung liegt bei der Sathya Sai Vereinigung e.V. , Dietzenbach)


    

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