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 Ansprache Sathya Sai Babas am 23.08.2004


(anlässlich des Besuches einer Gruppe von 8000 Menschen aus Srikakulam, Andrah Pradesh)

Oh Mensch! Nur um deinen Bauch
zu füllen, mühst du dich im Leben ab.
Du eignest dir auf verschiedenen
Gebieten vielfältiges Wissens an.
Prüfe und erkunde selbst, welch
großes Glück du dadurch erlangt hast,
dass du deine gesamte Zeit von
morgens bis abends damit verbringst,
weltliches Wissen und Reichtum zu erwerben
und Gott dabei vergisst!

Verkörperungen der Liebe!

Jeder Mensch, ob es sich um einen Armen oder einen Millionär handelt, muss essen. Nachdem er jedoch das heilige Leben als Mensch erhalten hat, ist es unangemessen, wenn er sein gesamtes Leben nur dazu verwendet, seinen Bauch zu füllen. Warum verbringst du nicht ein paar Minuten mit der Besinnung auf Gott, statt dein ganzes Leben allein der Bemühung um den Lebensunterhalt zu widmen? Natürlich gibt es in diesem Land Bhârat ein paar Menschen, die ihre Zeit und ihre Umgebung durch die Besinnung auf Gott heiligen, aber die große Mehrheit verschwendet ihr Leben mit nutzlosen Beschäftigungen.

Verkörperungen der Liebe!

Nicht nur im Srikakulamdistrikt, sondern an vielen anderen Orten in ganz Indien gibt es Menschen, die sich abmühen und anstrengen, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Trotz all ihrer Mühe gelingt es ihnen nicht, Frieden, Glück und Zufriedenheit zu erlangen. Nur diejenigen, die ihre Zeit mit der Besinnung auf Gott verbringen, können Frieden und Glück erfahren. Diejenigen, die Gott vergessen und ihre gesamte Zeit und Energie weltlichen Tätigkeiten widmen, werden zwangsläufig leiden. Bis heute ist es niemandem gelungen, vollkommenen inneren Frieden und körperliche Bequemlichkeit zu genießen. Der Körper gleicht einer Wasserblase, er ist nichts als eine Hülle voller Knochen. Der Geist (mind) ist wie ein verrückter Affe. Es ist ein Fehler, nach dem Glück dieses physischen Körpers und schwankenden Geistes zu suchen. So lange man lebt, sollte man sich bemühen, den Körper gesund zu erhalten, um anderen keine Mühe zu bereiten. Viele widmen ihr gesamtes Leben körperlichen Annehmlichkeiten und Vergnügungen. Nur wenige sorgen sich nicht um ihren Geist oder Körper, sondern konzentrieren sich auf ewigen Frieden und ewiges Glück. Das menschliche Leben ist dazu gedacht, Göttlichkeit zu erfahren und nicht dazu, sich nach vergänglichen Freuden zu sehnen. Der menschliche Körper ist ein göttliches Geschenk; doch statt diese Gabe recht zu nutzen, indem man Gott verehrt, wird dieses Geschenk falsch benutzt. Hegt nicht die irrige Vorstellung, der Körper sei nur dazu gedacht, zu essen und körperliche Freuden zu genießen. Dem Menschen sind bestimmte Pflichten zugeteilt worden; wenn er diese erfüllt, kann er Glück auf der Ebene des Körpers, der Gedanken- und Gefühlswelt, der Sinne und des göttlichen Geistes erfahren.

Man sollte nach dem Sinn des menschlichen Lebens forschen. Das Ziel des menschlichen Lebens besteht darin, für die Befreiung vom Kreislauf von Geburt und Tod zu arbeiten. Dieser Körper ist ein Gehäuse voll Schmutz und ist Krankheiten unterworfen, er unterliegt dem Wandel der Zeit und kann das Meer von Geburt und Tod nicht überqueren. Man sollte den Körper als Instrument nutzen, um sich von der Ebene des Menschseins zur Ebene der Göttlichkeit zu erheben. Nur wenn wir Göttlichkeit erfahren, ist das menschliche Leben geheiligt. Viele Menschen bemühen sich in diese Richtung, aber nur wenigen gelingt es, die Wahrheit zu erkennen und das Ziel zu erreichen. Bei jeglicher Aktivität sollte man immer danach streben, inneren Frieden zu erlangen. Ohne inneren Frieden wird jegliches Unterfangen den Menschen nur noch rastloser machen.

Verkörperungen der Liebe!

Ihr seid wirklich gesegnet, denn trotz eurer finanziellen Probleme und verschiedener anderer Schwierigkeiten seid ihr von Srikakulam hierher gekommen. Swami weiß sehr wohl um eure Wünsche und Sehnsüchte. Ihr seid hierher gekommen, um göttliche Glückseligkeit zu erfahren, und ihr ward sehr traurig, weil Swami auch nach 2 Tagen noch kein Wort zu euch gesprochen hatte. Ihr alle habt letzte Nacht intensiv gebetet. In Antwort auf eure aufrichtigen Gebete habe ich beschlossen, heute Morgen zu euch zu sprechen. Ich habe nicht die Absicht, euch nur mit einer Ansprache zufrieden zu stellen. Um eure Wünsche und Sehnsüchte zu erfüllen, bin ich zu aller nötigen Hilfe bereit. Viele von euch haben aufgrund von Wassermangel Probleme. Manche unter euch haben keine ausreichende Nahrung. Nahrung und Wasser sind für jeden sehr wichtig. Gebt Sorge und Befürchtungen keinen Raum. Gott hat kein Herz aus Stein. Er wird sich sicherlich um eure Bedürfnisse kümmern. Sein Herz ist voller Mitgefühl. Swamis Sorge für euch ist hundertmal intensiver als eure Sorge um euch selbst. Ihr braucht euch überhaupt nicht zu sorgen. Erkennt, dass Schwierigkeiten und Leid zu eurem Besten sind. Wenn ihr fest davon überzeugt seid, werden sich sogar unüberwindliche Schwierigkeiten gleich leichtem Nebel auflösen. Lasst euch deshalb durch eure Probleme nicht zu sehr verstören. Schwierigkeiten kommen und gehen. Nicht nur die Armen, auch ein Millionär kann Schwierigkeiten nicht entfliehen. Swami segnet euch, damit ihr bald von eurem Leiden befreit werdet.

Ihr könnt die Dorfälteren konsultieren und die Hilfe jener in Anspruch nehmen, die zur Zusammenarbeit mit euch bereit sind. Ich werde dafür sorgen, dass in eurer Berggegend viel Wasser erhältlich ist. Seid nicht aufgrund von Schwierigkeiten deprimiert oder niedergeschlagen. Wenn man das Gewand des menschlichen Körpers angelegt hat, kann man Schwierigkeiten nicht entrinnen. Selbst wenn der physische Körper leidet, solltet ihr euch bemühen, inneren Frieden zu erlangen. Der Geist ist für jeden die Grundlage von Glück. Ohne inneren Frieden werden alle körperlichen Bequemlichkeiten wenig bringen. Nur durch Besinnung auf Gott, durch kein anderes Mittel, könnt ihr inneren Frieden erlangen. Rezitiert deshalb unaufhörlich den Namen Gottes, ohne an die Schwierigkeiten zu denken, die euch begegnen. Die Besinnung auf Gottes Namen ist die Ursache dafür, dass ihr trotz eurer zahllosen Schwierigkeiten Frieden erfahren konntet. Gott ist die Zuflucht der Armen und Hilflosen. In allen Härten des Lebens steht er ihnen unablässig bei. Glaubt nicht, Gott befände sich in irgendeinem fernen Land. Gott ist immer an eurer Seite. Er ist in der Tat in den innersten Winkeln eures Herzens gegenwärtig. Denkt niemals, Gott wäre jemals fern von euch. Weder Freunde noch Verwandte können zu eurer Rettung kommen; Gott ist eure einzige Zuflucht. Er wird euch unter allen Umständen beschützen. Die Bhâratîyas (Inder) sind trotz zahlreicher Schwierigkeiten niemals vom Gottesweg abgewichen. Bhârat nimmt nur dank der zielgerichteten Hingabe der Bhâratîyas an Gott eine besondere Stellung unter allen Nationen ein. Es gibt viele wohlhabende Länder, deren Einwohner ein luxuriöses Leben führen, aber sie sind unfähig, inneren Frieden zu erlangen. Es ist das gute Los der Inder, diesen Frieden genießen zu können. Ihre Hingabe an Gott ist die Ursache dafür. Seit alten Zeiten hat die indische Kultur die Bhâratîyas in jeder Hinsicht geschützt. Indiens Ruhm und Herrlichkeit sind unbeschreiblich. Wer inneren Frieden besitzt, ist auch moralisch stark. Rezitiert (oder singt) deshalb ständig den göttlichen Namen. Gestern seid ihr, von Gottes Herrlichkeit singend, durch das ganze Dorf gezogen, ihr seid durch die Pforten von Prashanti Nilayam getreten und habt inneren Frieden erfahren. Es gibt kein anderes Mittel, um Frieden zu erfahren. Vergesst deshalb niemals Gott. Heiligt eure Zeit, indem ihr seinen Namen rezitiert. Der Besinnung auf Gott sollte das ständige Bemühen des Menschen gelten. Vielleicht werden eifersüchtige Leute versuchen, euch vom Rezitieren des Gottesnamens abzubringen. Sie sagen: „Was bringt es, Gottes Namen zu rezitieren? Es wird uns nicht helfen, den Lebensunterhalt zu verdienen. Wir müssen hart arbeiten, um zu überleben. Höre deshalb auf, Gottes Namen zu rezitieren.“ Schenkt solch engstirnigen Menschen keine Beachtung. Vergesst niemals Gottes Namen. Ihr seid euch dessen vielleicht nicht bewusst, aber in allen Dörfern auf der ganzen Welt erfahren die Menschen Mühsal. Sie leiden an körperlichen Beschwerden und geistigem Aufruhr. Allein die Bhâratîyas können aufgrund ihrer Hingabe an Gott Frieden genießen. Inneren Frieden zu erfahren ist das größte Glück.

Innerer Frieden ist allein durch ständige Besinnung auf Gott zu finden. Er ist nicht auf dem Markt zu erwerben. Nur durch ständige Besinnung auf Gott kann man Sorgen überwinden. Das ist die Erfahrung von Menschen auf der ganzen Welt. Allein die Besinnung auf Gott kann inneren Frieden und Glück bewirken. Sie sind durch kein anderes Mittel zu erreichen.

Geboren zu werden ist eine Sorge,
auf der Erde sein bringt Sorge mit sich;
Die Welt ebenso wie der Tod verursacht Sorge.
Die gesamte Kindheit wie auch das Alter ist sorgenvoll;
Das Leben ist Sorge, Versagen bereitet Sorgen,
alle Handlungen und Schwierigkeiten verursachen Sorge.
Selbst Glück ist eine geheimnisvolle Art der Sorge.

Besinnung auf Gott ist der königliche Weg, der alle Arten von Sorgen beseitigt. Probiert deshalb keine anderen Mittel aus, um inneren Frieden zu erlangen, das würde euch nur Schwierigkeiten und Sorgen bereiten. Marschiert weiter auf dem göttlichen glorreichen Weg. Alle Handlungen auf dem spirituellen Weg sind dazu gedacht, uns Frieden und Glück zu schenken. Sie sind nicht dazu bestimmt, uns zu plagen. Nur durch das Erfüllen der eigenen Pflicht, durch kein anderes Mittel, ist innerer Frieden zu erreichen. Karma erzeugt ein Ergebnis, und dieses Ergebnis bringt Glück und Frieden. Auch wenn ihr Schwierigkeiten erlebt, denkt immer daran, dass sie dazu gedacht sind, euch Glück zu bringen. Jeder Mensch erlebt Schwierigkeiten, nur um später Glück zu erfahren. Während er leidet, erkennt er das nicht, aber wenn im Lauf der Zeit das Leiden endet und glückliche Tage kommen, erkennt er die Wahrheit. Erinnert euch deshalb immer an die Wahrheit, dass Leiden und Schwierigkeiten ein Vorspiel zu künftigen glücklichen Tagen sind. Tatsächlich entsteht wahres Glück nur aus Leid.

Verkörperungen der Liebe!

Liebe ist der einzige Besitz, der ständig wächst - je mehr Liebe ihr verschenkt, desto mehr wächst sie; sie wird niemals weniger. Angenommen, ihr wandert einen Hügel hinauf und singt zur Ehre Gottes; die göttlichen Schwingungen werden sich weithin verbreiten, auch die Menschen, welche die Wiederholung des Gottesnamens aus der Ferne hören, werden sich sehr glücklich fühlen. Göttliche Musik kann sogar Kindern und Tieren Trost spenden. Dem Singen des Gottesnamens zu lauschen, wird selbst das Herz eines hartherzigen Menschen zum Schmelzen bringen. Wir hörten von etlichen Beispielen in der indischen Geschichte, wie große Gottergebene durch ihr Singen des göttlichen Namens bei hartnäckigen Kriminellen eine völlige Wandlung bewirken konnten.

Angenommen ihr grabt eine Grube; die ausgegrabene und an der Seite angehäufte Erde wächst zu einem Hügel heran. Ihr braucht euch nicht zu ängstigen, dass die Grube immer tiefer wird. Die ausgegrabene Erde und die neben der Grube aufgehäufte Erde ist dieselbe. Entsprechend werdet ihr mit den Schwierigkeiten, die ihr erlebt, zugleich Glück in Hülle und Fülle erfahren. Wenn ihr die Grube der Leiden und Schwierigkeiten mit der aufgehäuften Erde (dem Glück) füllt, werdet ihr einen Zustand des Gleichmuts erlangen. Das müsst ihr heute erkennen! Ihr braucht nicht betrübt zu sein: „Oh! Ich bin in diese Grube des Leids und der Schwierigkeiten gefallen, wie kann ich herauskommen? Wie soll ich das ertragen?“ Man kann die Grube des Leids mit der daneben angehäuften Erde des Glücks füllen. Ihr werdet einen Zustand des Gleichmuts erreichen. Diese spirituelle Disziplin müsst ihr praktizieren.

Verkörperungen der Liebe!

Ihr seid mit Herzen voller Liebe hierher gekommen und habt dabei viele Schwierigkeiten und körperliche Anstrengungen auf euch genommen. Eure Liebe und Hingabe zu Swami haben euch hierher gebracht. Kehrt mit der gleichen Intensität der Liebe und Hingabe nach Hause zurück. Genießt weiterhin die Augenblicke der Freude und des Glücks, die ihr in Swamis Gegenwart erfahren habt.

Freude und Schmerz,
Gutes wie Böses existieren gemeinsam;
Niemand kann sie voneinander trennen.
Ob Freude oder Schmerz, Gutes oder Böses –
ihr könnt das eine nicht ohne das andere finden.
Freude entsteht als Frucht von Schwierigkeiten.

Auf diese Weise kommen Glück und Leid zu uns, um uns Gleichmut zu lehren.

Verkörperungen der Liebe!

Liebe ist der einzige Reichtum, der nie weniger werden kann. Liebe ist Gottes Eigentum. Entwickelt deshalb reine selbstlose Liebe. Gottes Liebe wird euch folgen, wo immer ihr seid, und euch zu allen Zeiten schützen. Denkt niemals, Geld allein sei euer Besitz. In Wirklichkeit ist Liebe euer wahrer Reichtum. Der Reichtum der Liebe wächst ständig und wird nie weniger. Jene, die Paramâtman, das höchste Selbst, erkennen, werden diese Wahrheit besser verstehen können. Weil ihr gestern in den Straßen von Puttaparthi den Namen Gottes gesungen habt, fließt mein Herz über vor Liebe und Freude. Wo immer ihr euch in eurem Leben aufhaltet, singt stets den göttlichen Namen. Vor allem wenn ihr durch Leid niedergeschlagen seid, besingt aus voller Kehle Gottes Herrlichkeit! Zaudert nie, Gottes Loblied zu singen aus Furcht, andere könnten sich über euch lustig machen. Gleichgültig, was andere vielleicht über euch denken oder gegen euch sagen mögen, haltet an dieser heiligen Angewohnheit fest und singt den göttlichen Namen. Nur dann werdet ihr von göttlicher Kraft erfüllt sein.

Verkörperungen der Liebe!

Ich bin sehr glücklich darüber, dass ihr alle hier zusammengekommen seid. Ich wünsche euch allen immer Freude, Glück, Zufriedenheit und Frieden. Heute sind 8.000 Menschen aus eurer Region hierher gekommen, um am Glück von Swamis göttlicher Gegenwart teilzuhaben. Geht alle bitte zur Kantine und esst freudig Swamis Prasad (gesegnete Speise). Swamis Prasad wird unerschöpflich sein und all eure Leiden und Schwierigkeiten beseitigen. Alles, was Swami gibt, ist von Liebe erfüllt. Was Bhagavan schenkt, ist immer kostenlos. Gott wird sich nie finanziellen Gesichtspunkten beugen. Wo immer eine Hilfsaktivität mit Geld verbunden ist, ist sie besudelt. Liebe allein macht Swamis gesamten Besitz aus. Diese göttliche Liebe muss zu eurem Lebensatem selbst werden. Wenn ihr diese reine Liebe entwickelt und nährt, wird euer ganzes vergangenes Karma ausgelöscht werden.

Geht alle zur Kantine und nehmt Nahrung als Swamis Prasad zu euch. Danach könnt ihr frohen Mutes in eure Dörfer zurückkehren.

Verkörperungen der Liebe!

Ihr seid von so weit hergekommen; füllt euer Herz mit Liebe.

Vor einiger Zeit gab es einen Sänger namens Saluru Rajeswara Rao. Er pflegte Swami regelmäßig zu besuchen. Er war so in die Musik versunken, dass er, ungeachtet dessen, was andere über ihn denken könnten, singend durch die Straßen ging. Heute ist sein Sohn hierher gekommen, um in Swamis göttlicher Gegenwart einige andachtsvolle Lieder zu singen. Diese hingebungsvollen Lieder werden die Herzen der Menschen mit überwältigender Freude erfüllen. Der verstorbene Rajeswara Rao sang immer ein bestimmtes Krishnalied wunderschön:

Während die kühle Brise weht
spielt Shyama Sundara
an den Ufern der Yamuna
zauberhaft auf seiner Flöte.

Seine Stimme wie auch seine Gefühle waren lieblich. Rajeswara Rao und ein anderer Devotee namens Adi Narayan kamen regelmäßig hierher. Sie waren es, die „Sai Charita“ komponierten und diese Lieder melodisch sangen. Das Leben solch reiner Devotees ist heilig, ganz gleich wo sie sich aufhalten. Jene Menschen, die ihre von Gott gegebenen Talente verkaufen und sie nur für ihren Lebensunterhalt nutzen, können niemals wirklich glücklich sein. Rajeswara Rao und Adi Narayana machten aus ihren musikalischen Talenten niemals ein Geschäft. Sie sangen immer aus Herzenslust, mit Liebe und Hingabe. Die Herrlichkeit solcher Devotees, ob sie leben oder tot sind, wird auf immer bestehen bleiben.

Es gab einen anderen bekannten Devotee namens Ghantasala Venkateswara Rao. Auch er erlebte viele Schwierigkeiten, war aber immer Gott ergeben. Wenn er sich in einer schwierigen Situation befand, pflegte er zu singen: „O Gott, wirst du mir nicht aus diesen Schwierigkeiten heraushelfen?“ Auch als er krank im Hospital lag, sang er auf dem Krankenbett: „O Herr! Wie lange muss ich diese Qual erdulden? Wirst du mich nicht von diesem Schmerz erlösen?“ Einmal ging ich zum Krankenhaus, um ihn zu besuchen. Ich tröstete ihn mit den Worten: „Mein lieber Ghantasala! Grüble nie über diese Schwierigkeiten und Leiden nach! Diese Dinge geschehen, um deinen Glauben an Gott zu prüfen. Durch ständige Wiederholung des Gottesnamens wirst du diese Prüfung erfolgreich bestehen.“ Ein Devotee wie er, der unter allen Umständen stets den Gottesnamen wiederholt, wird unsterblich werden. Die Wiederholung des Gottesnamens ist der einzige immerwährende Besitz. Führt auch ihr deshalb diese spirituelle Disziplin als lebenslange Aktivität durch. Ob ihr eine gute Stimme habt oder nicht, singt wenigstens in eurem Herzen von Gottes Herrlichkeit, indem ihr ständig den Gottesnamen wiederholt. Dadurch werdet ihr Verdienst erlangen, der euch euer ganzes Leben lang schützen wird. Wenn ihr diese spirituelle Disziplin durchführt, wird Gott immer bei euch, in euch und um euch herum sein. Wann immer ihr Nahrung zu euch nehmt, wiederholt, ehe ihr esst, Gottes Namen; dadurch wird die Nahrung geheiligt und zu Gottes Prasad, und auch euer Herz wird gereinigt. Deshalb beteten unsere Vorfahren vor dem Essen folgendermaßen:

brahmârpanam brahma havir
brahmâgnau brahmanâ hutam
brahmaiva tena gantavyam
brahma karma samâdhinâha

Der Akt des Darbietens ist Gott,
die Gabe selbst ist Gott,
dargebracht von Gott in dem
heiligen Feuer, welches Gott ist.
Nur der erreicht Gott,
der in allen seinen Handlungen
vollkommen von Gott durchdrungen ist.

Wenn ihr so vor dem Essen betet, wird Gott sofort folgendermaßen antworten:

aham vaishvânaro bhûtva
prâninâm deham âshritaha
prânâpâna samâyuktaha
pacâmyannam caturvidham

Ich bin in der Form von
vaishvanaro in dir gegenwärtig
und verdaue die von dir
verspeiste Nahrung.

So ruft das Gebet eine unmittelbare Antwort von Gott hervor. Das ist Reaktion, Widerspiegelung und Widerhall. Wiederholt deshalb ständig Gottes Namen; es wird euch Glückseligkeit schenken.

Swami singt zum Abschluss der Rede den Bhajan: Hari bhajana bina….

Übersetzung der vom Ashram herausgegebenen gedruckten Fassung der Ansprache.
(Das Copyright der deutschen Übersetzung liegt bei der Sathya Sai Vereinigung e.V. , Dietzenbach)


    

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