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 Ansprache Sathya Sai Babas am 23.11.2002

 

Ansprache Sathya Sai Babas an seinem Geburtstag 23.11.2002


Wer lässt mit absoluter Regelmäßigkeit täglich die Sonne

morgens aufgehen und abends untergehen?

Warum funkeln die Sterne nur nachts und verstecken sich am Tage?

Wie kommt es, dass der Wind unablässig weht und die Lebewesen erhält,

ohne auch nur einen Augenblick zu ruhen?

Wer lässt die Flüsse mit ihrem angenehmen Plätschern und Sprudeln ständig fließen?

Wer ist in dieser Schöpfung die Ursache von Täuschung?

Wie kommt es zu den Unterschieden auf der Basis von Geld,

Religion, Gemeinschaft und Nationalität?

Wer ist der Herr und unter wessen Oberherrschaft finden all diese erstaunlichen Wunder statt?

Kommt, lauscht Seinen Worten und folgt Seiner Anweisung!

Verkörperungen der Liebe!
Jeder Mensch und jedes Lebewesen strebt nach Frieden und Glück. Aber der Mensch ist nicht fähig, das Wesen der Schöpfung zu verstehen. Jeder versucht, das Ziel des Lebens zu kennen, aber erfolglos. Einer aus einer Million wird mit starker Entschlusskraft durchhalten und nicht aufgeben, ehe er das Ziel erreicht hat. Gewöhnliche Sterbliche versuchen dies nicht, weil sie glauben, es befände sich außerhalb ihrer Reichweite. Sie verbringen ihr Leben in der Jagd nach körperlichen, vergänglichen Freuden und halten Nahrung, Kleidung und Unterkunft für die drei Hauptziele des menschlichen Lebens. Die Menschen lassen sich täuschen, wenn ihr Leben sich um Nahrung, Schlaf, Kinder, Frau und Verwandte dreht. Denn es gibt ein höchstes Ziel darüber hinaus.

Um in ihrem alltäglichen vergänglichen Leben weiterzukommen, führen die Menschen verschiedenartige spirituelle Übungen durch. Die Taittirîya-Upanischad gibt in diesem Kontext die Analogie eines Vogels. Der Kopf dieses Vogels wird shraddhâ, Beständigkeit und fester Glaube, genannt, der rechte Flügel wird mit rita, der göttlichen Ordnung und höchsten Wahrheit und der rechte mit satya, Wahrheit und Aufrichtigkeit verglichen. Der mittlere Teil des Körpers symbolisiert mahatattva, das höchste Prinzip, und der Schwanz des Vogels Yoga. In diesem Bild des Vogels stellen also shraddhâ, rita, satya, mahatattva und yoga den Körper und seine Glieder dar. Was ist rita, die höchste Wahrheit?

Die höchste Wahrheit und göttliche Ordnung (rita) bleibt in den drei Zeitperioden,

in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unverändert.

Satya hingegen mag sich mit dem Ablauf der Zeit, in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in begrenztem Ausmaß ändern.(Sathya ist auch der im täglichen Leben für die herkömmliche Wahrheit benutzte Begriff, A.d.Ü)

Der nächste Teil, der Beständigkeit und fester Glaube (shraddhâ) genannt wird, ist sehr, sehr wichtig

Durch beständigen Glauben gewinnt man Weisheit (shraddhâvân labhate jnânam).

Shraddhâ ist für jedes Lebewesen sehr wichtig. Shraddhâ ist die Kombination der zwei Worte rita (höchste Wahrheit und göttliche Ordnung) und hita (wohltuend, angemessen).

Krishna erklärte in der Bhagavadgita: „Jemand mit beständigem festen Glauben (shraddhâ) kann mich erreichen“, und er erklärte ebenso: „Ich bin die Personifizierung von shraddhâ“.

Beständigkeit ist für jede Aufgabe wichtig. Ohne Beständigkeit kann man nicht einmal eine kleine Aufgabe vollbringen. Vor allem im Bereich der Spiritualität ist Beständigkeit sehr wesentlich. Das eigene Bestreben zu stärken ist shraddhâ. Starker, beständiger Glaube ist shraddhâ. Ein Wesen, das nicht schwankt, ist shraddhâ. Dieses Prinzip wird in den Upanischaden auf verschiedene Weise erörtert. Durch beständigen Glauben erlangte Weisheit ist befreiend (târaka; wörtlich: das, was einen hinüberträgt, rettet, befreit). Weisheit ohne Beständigkeit ist etwas ganz anderes. Weisheit mit Beständigkeit ist befreiend (târaka), Weisheit ohne Beständigkeit ist veränderlich (maraka, auch: bindend, zum Tod führend). Der Mensch muss heutzutage das Wissen vom unveränderlichen târaka erlangen und dieses ewige Prinzip praktizieren und verbreiten. Das ist die grundlegende Lehre der Taittirîya-Upanischad. Aber nicht viele bemühen sich darum, dies zu verstehen.

Verkörperungen der Liebe!
Die Taittirîya-Upanischad spricht auf sehr heilige Art und Weise über die Weisheit. Sie betont die Notwendigkeit, in allen Lebensbereichen, sei es im ethischen, wissenschaftlichen, weltlichen oder spirituellen Leben, shraddhâ, Beständigkeit und festen Glauben zu entwickeln. Vor allem im spirituellen Bereich ist târaka nahezu ein Mantra und der Târakamantra (der zur Befreiung führende Mantra) ist nichts anderes als shraddhâ, Beständigkeit und fester Glaube. Ohne shraddhâ würde es zu maraka, zum Veränderlichen. In maraka ist Beständigkeit nicht zu finden. Târaka hingegen ist in allen drei Zeitperioden ewig, unsterblich und unwandelbar. Der Mensch kann nur dann Weisheit entwickeln, wenn er diese fünf Glieder des Körpers (beständiger Glaube/shraddhâ, höchste Wahrheit/rita, Aufrichtigkeit/satya, das höchste Prinzip/mahatattva und Gottvereinigung/yoga) versteht, praktiziert und darin seine Erfüllung findet.

Wir müssen als Erstes die Bedeutung von rita, satya und mahatattva erkennen. Die Essenz dieser drei ist wahre Weisheit. Weisheit ist nicht Bücherwissen. Weisheit besteht auch nicht alleine in der Erfahrung der Nichtdualität. Sogar in der Dualität befindet sich die Nichtdualität. Diese höchste Wahrheit lehrt die Taittirîya-Upanischad.

Als Adi Shankara auf seinem Siegesmarsch (jaitra yatra) ganz Indien durchwanderte, traf er im Norden Indiens auf einen großen Gelehrten namens Mandana Mishra. Shankara ließ sich auf eine gelehrte Diskussion mit ihm ein. Ubhayabhâratî, Mandara Mishras Frau, war ebenfalls sehr gelehrt und voller Reichtum und Fülle in dem Sinne, dass sie in den Prinzipien von rita, satya und mahatattva wohl bewandert war. Shankara wählte Ubhayabhâratî als Schiedsrichter in dem Wettstreit und es wurde entschieden, dass Mandana Mishra Sannyâsin würde, wenn er die Debatte verlöre. Während der Debatte hörte Ubhayabhâratî den Argumenten und Gegenargumenten mit höchster Konzentration zu. Sie war unparteiisch in ihrem Urteil und erklärte Shankara zum Sieger und ihren Ehemann zum Verlierer des Wettstreits. Entsprechend der Absprache nahm Mandana Mishra den Stand des Sannyâsin an. Da Ubhaya als seine Ehefrau seine zweite Hälfte (ardhangi) war, tat sie dasselbe. Beide entsagten der Welt und lehrten den Weg der Weisheit.

Ohne Weisheit ist das menschliche Leben wertlos. Man sollte nachdenken und sowohl in großen als auch in kleinen Dingen sein Unterscheidungsvermögen einsetzen. Ubhayabhâratî sagte, um das heilige Wissen zu erlangen, sollten wir dem dreifachen Weg folgen; darin läge wahre Weisheit. Ubhayabhâratî war nie bekümmert darüber, dass ihr Ehemann die Debatte verlor, noch war ihr Ehemann über seine Niederlage betrübt. Aber er konnte seine eigene Kraft nicht klar verstehen und ebenso wenig die Form von rita, der höchsten Wahrheit und göttlichen Ordnung, erfassen.

Vor dem Essen sollte man beten:

Nahrung ist Gott (annam brahma),
die Essenz der Nahrung ist Vishnu
(raso vishnuhu) und der, der die Nahrung
zu sich nimmt, ist Maheshvara
(bhokta devo maheshvara).

Nahrung ist Gott. Wenn diese Nahrung in den Körper gelangt, wird die Essenz der eingenommenen Nahrung im ganzen Körper verteilt und in Blut umgewandelt, das wiederum dem Körper Kraft (shakti) gibt. Und es heißt, der die Nahrung zu sich nimmt, ist Maheshvara, das heißt derjenige, der das Essen zu sich nimmt, ist Gott. Dieses Prinzip ist eine Lehre für die ganze Welt.

Annam brahma, raso vishnuhu, bhokta devo maheshvara sind die drei Attribute. Sie beziehen sich jeweils auf Körper, Geist und Handlung (deha, manas, kriyâ). Diese drei Attribute zu vereinigen ist wahrhaft rita, die höchste Weisheit.

Diejenigen sind erhabene Seelen, bei denen Gedanke, Wort und Tat völlig übereinstimmen.

Die Einheit von Gedanke, Wort und Tat ist rita. Sie repräsentieren die Dreiheit von Brahma, Vishnu und Maheshvara. Um wen auch immer es sich handeln mag, zu welcher Zeit auch immer, diese drei Werte müssen geheiligt und eingehalten werden.

Nehmt zum Beispiel eine Glühbirne, die von einem Glasschirm bedeckt ist. Nach einiger Zeit wird sich eine dünne Schicht Ruß auf dem Glas ansammeln und als Folge davon wird das Licht schwächer. Aufgrund dieser Unreinheit strahlt das Lebenslicht nicht hell. Nur wenn wir das Glas reinigen, ist das Licht wieder hell und klar. Das sollten wir tun. Die Rußschicht auf dem Glas ist dem Ego vergleichbar; es ist der Ruß der Täuschung, der euren Geist umnebelt. Aufgrund des Egos könnt ihr die göttliche Flamme der Weisheit (divya jnâna jyoti) nicht wahrnehmen. Wenn wir den natürlichen Weg des Lebens, den Weg der Wahrheit, aufgeben, dringt Ego ein. Wenn wir unser wahres Selbst nicht kennen, dringt Ego ein. Wenn wir weltliche Gedanken in uns einlassen, entsteht Ego. Wenn ihr eine Autoritätsstellung erhaltet, entsteht Ego. Man muss all das auslöschen. Ohne das Ego zu vernichten, kann man keine Weisheit erlangen. Um das strahlende Licht Atmans zu schauen, sollten wir die Rußschicht auf dem Glas, die Unreinheit des Egos, beseitigen.

Dies lehrte Ubhayabhâratî:

Sie errichtete eine Einsiedelei an den Ufern des Ganges und unterwies die Frauen in spirituellen Themen. Viele Frauen wurden ihre Schüler und lauschten ihren Lehren. Täglich begaben sie sich in den frühen Morgenstunden zum Ganges, um ihr Bad zu nehmen. Unterwegs trafen sie auf einen dort lebenden Sannyâsin, den die Leute „Brahma jnâni“ nannten. Er hatte der Welt entsagt, um wahre Weisheit zu erlangen. Aber Ubhayabhâratî bemerkte einen kleinen Fehler an ihm. Er hing sehr an einem kleinen irdenen Krug, in dem er Wasser aufbewahrte. Eines Tages legte er sich hin und benutzte den Krug als Kopfkissen, damit niemand ihn stehle. Ubhayabhâratî bemerkte es, als sie mit ihren Schülern auf ihrem Weg zum Ganges war und stellte fest: „Obwohl er weise ist, hat er einen kleinen Fehler. Er hat zwar der Welt entsagt, ist aber an diesen irdenen Krug gebunden, den er zum Schutz vor Dieben als Kopfkissen benutzt.“ Der Sannyâsin hörte ihr Gespräch und wurde ärgerlich; als Ubhaya und ihre Schüler vom Ganges zurückkamen, warf er den Krug fort, um zu zeigen, dass er nicht an ihn gebunden war. Als sie das sah, bemerkte Ubhaya: „Ich dachte, er hätte nur einen Fehler – Anhaftung. Jetzt erkenne ich, dass er noch einen anderen Fehler hat, nämlich Ego. Aufgrund von Anhaftung brachte er den Krug in Sicherheit und aufgrund seines verletzten Egos warf er ihn fort. Wie kann jemand mit Ego und Anhaftung ein Weiser (jnâni) sein?“ Dem Sannyâsin wurden dadurch die Augen geöffnet.

Ubhayabhâratî bereiste das ganze Land, lehrte die Menschen Weisheit und verbreitete die Essenz dieser Weisheit. Als Auswirkung des Kalizeitalters werden Frauen nicht geachtet. Aber ihre Spiritualität und ihr Wissen sind transzendentaler Natur. Tatsächlich sind Frauen die Verkörperungen von vijnâna (Intelligenz und Einsicht), sujnâna (Erkenntnis) und prajnâna (höchste Weisheit). Frauen haben auffallende und bemerkenswerte Wesenszüge. Ihr könnt sie nicht gering achten, nur weil sie Frauen sind. Sie verkörpern alle Energie, sie sind die Verkörperungen der Weisheit. Wir haben die Frauen, die Verkörperungen der Weisheit, zu respektieren.

Heutzutage befinden sich die Frauen in einem Wettstreit mit den Männern um Arbeitsstellen; doch bevor sie das tun, müssen sie sich um die Bedürfnisse des Heims kümmern.

Wer wird sich um das Heim kümmern,
wenn die Frauen arbeiten gehen?

Wenn Ehemann und Ehefrau ins Büro gehen,
wer erledigt dann die Hausarbeit?

Wenn die Frauen aus dem Haus gehen,
um die Kinder anderer zu unterrichten,
wer schaut dann nach ihren eigenen Kindern?

Wenn die Frauen wie die Männer mit Akten
in der Hand arbeiten gehen,

wer bereitet dann in der Küche das Essen zu?

Geld zu verdienen mag ein paar finanzielle Probleme lösen,

aber wie kann das die häuslichen Probleme lösen?

Wenn Frauen auch weggehen und Geld verdienen, mögen finanzielle Engpässe gelöst werden, aber zu Hause wird das viele Probleme bereiten.

Frauen verkörpern Mut und Entschlusskraft. Sie ertragen alle Härten mit Tapferkeit und bewahren die Ehre und das Prestige ihrer Familie. Sie leben entsprechend ihres Rufes einer „grihini“ (Hausfrau). Ubhayabhâratî lehrte diesen Idealismus.

Um Weisheit zu erlangen muss der Mensch die folgende dreifache Wahrheit beachten:

Sprich die Wahrheit, sprich angenehm und sprich keine lieblose Wahrheit.

Dies entspricht jeweils den moralischen (sprich die Wahrheit), dharmischen (sprich angenehm) und spirituellen (sprich keine lieblose Wahrheit) Werten. Alles ist in der Wahrheit enthalten. Wahrheit ist für jeden Gott. Ihr braucht auf der Suche nach Gott keine Tempel aufzusuchen. Wahrheit ist wahrhaft Gott. Wahrheit ist überall. Wahrheit wird allen Fülle und Wohlergehen verleihen. Folgt deshalb dem Weg der Wahrheit. Praktiziert Dharma. Erwerbt auf eurem Lebensweg Weisheit.

Für diese ganze spirituelle Disziplin besteht der erste Schritt darin, die rechte Nahrung in der rechten Weise zu sich zu nehmen. Das Essen sollte geschmackvoll (priyam) sein. Wenn ihr das Essen Gott darbringt und betet, wird es von seinen Mängeln gereinigt. Annam Brahma – betrachtet das Essen als Gott. Raso Vishnuhu – die Essenz der Nahrung, die zu allen Körperteilen geht, ist Vishnu (Gott in seinem erhaltenden Aspekt). Bhokta devo maheshvara: Der das Essen zu sich nimmt, ist Shiva. Brahma, Vishnu und Maheshvara: Brahma ist derjenige, der das Essen zu sich nimmt und er verkörpert zugleich Shiva. Der Mensch besitzt die Kraft dieser beiden, er nimmt den Status Brahmas ein und verkörpert zugleich Shiva. Wofür steht Shiva? Shiva symbolisiert Entsagung und Opfergeist. Was opfert er? Shiva opfert seinen Körper. In welcher Weise? Jeder in dieser Welt ist an den Körper gebunden. Shiva hingegen hat keinerlei Körperbewusstsein, sondern befindet sich immer im Atman-Bewusstsein.

Pârvatî ging einst zu Shiva und gab ihrem Wunsch Ausdruck, dass ein Haus für sie beide errichtet würde. Sie sagte: „Oh Herr, um Almosen bettelnd gehst du von Haus zu Haus und kümmerst dich nicht um eine Wohnstatt für uns. Wie können wir ohne angemessene Unterkunft gemeinsam leben?“ Shiva besänftigte sie mit den Worten: „Pârvatî, was bringt es, ein Haus zu errichten? Die Ratten werden dort einziehen, ehe wir auch nur einen Fuß hineingesetzt haben. Um der Ratten Herr zu sein, brauchen wir eine Katze. Daraufhin werden wir eine Kuh kaufen müssen, um Milch für die Katze zu haben. So vermehren sich unsere Bedürfnisse und wir verlieren unseren Frieden. Hege deshalb nicht solche Wünsche.“

Shiva hat kein Körperbewusstsein und ist personifizierte Entsagung.

Sein Haar ist dicht und sein Haupt durch den Mond geschmückt,

das kühle Wasser des Ganges fließt zwischen den verfilzten Locken,

das Auge der Weisheit strahlt in der Mitte der Stirn

und sein purpurner Nacken funkelt gleich einer schimmernden Brombeere.

Er trägt Schlangen als Armreifen und einen Schlangengürtel,

sein ganzer Körper ist mit Vibhuti bestrichen

und seine Stirn mit dem roten Kumkumpunkt geschmückt.

Seine Lippen glühen rötlich durch den Saft der Betelnuss,

an seinen Ohren schwingen mit Diamanten besetzte goldene Ohrringe

und sein gesamter dunkelhäutiger Körper erstrahlt in göttlichem Licht.

In dieser Erscheinung entsagte er allem und lehrte die Welt, dass vollkommene Entsagung zu Weisheit führt.

Was ist Weisheit? Die Einheit von Gedanke, Wort und Tat ist wahre Weisheit. Unser Körper, unser Geist und unsere Handlungen müssen rein sein. Deshalb heißt es:

Der Mensch sollte den Menschen studieren.

Was bedeutet Menschheit (mankind)? Die Einheit von Gedanke, Wort und Tat macht wahres Menschsein aus. Ihr braucht euch dafür nicht anzustrengen, es ist sehr einfach und leicht zu praktizieren. Aber handeln wir heute dementsprechend? Obwohl der Ganges in der Nähe fließt, nehmen die Menschen kein Bad, um ihren Körper zu reinigen. Die Menschen nutzen nicht die ihnen zur Verfügung stehenden Gegebenheiten. Es ist hochgradige Faulheit und ein Zeichen von Tamoguna (der Grundeigenschaft der Dumpfheit und Trägheit). Ihr müsst euch von dieser tierischen Eigenschaft befreien, die Menschlichkeit in euch entwickeln und zur Ebene des Göttlichen aufsteigen.

Verkörperungen der Liebe!
Ihr solltet heute Folgendes wissen: Strebt danach, ein reines Herz (cittashuddhi) zu erlangen. Lasst dies euer vorrangiges Bemühen sein. Mit einem reinen Herzen könnt ihr auch alles andere erreichen. Um ein reines Herz zu erlangen, müsst ihr reines heiliges Essen zu euch nehmen. Das Essen, das wir zu uns nehmen, das Gefühl mit dem wir essen und die Freude, die wir daraus beziehen: Bei allen dreien sollten wir Harmonie bewahren. Der das Essen kocht, sollte ebenfalls reine heilige Empfindungen haben. In alten Zeiten bestanden die orthodoxen Brahmanen darauf, nur das von ihren Ehefrauen zubereitete Essen zu sich zu nehmen. Der Grund liegt darin, dass die Hausfrauen das Essen mit dem Wunsch für das Wohlergehen der ganzen Familie zubereiten. Stellt ihr hingegen Köche an, Gott weiß mit welchen Gefühlen sie das Essen zubereiten! Die unreinen Gedanken des Koches dringen in das Essen ein, das wiederum euren Geist vergiftet. Aus diesem Grund stellten die Brahmanen keine Köche an.

Annam Brahma – Nahrung ist Gott. Raso vishnuhu – die Essenz der Nahrung ist Vishnu; sie muss rein und heilig sein. Körperliche Reinlichkeit reicht nicht aus; der Geist sollte rein sein. Ihr solltet auch wissen, ob die für das Essen verwendeten Zutaten auf rechtschaffene Weise erworben wurden. Zum Beispiel bringt der Ehemann Gemüse vom Markt. Er hat vielleicht seine Autoritätsstellung missbraucht und das Gemüse gebracht, ohne es zu zahlen, oder die Verkäufer selber haben vielleicht das Gemüse durch unrechte Mittel wie Diebstahl erworben. Solche Handlungen vergiften das Essen. Wenn ihr dann dieses Gemüse esst, wird euer Geist vergiftet. Ihr seid euch nicht bewusst, dass euer Essen für eure Handlungen verantwortlich ist und begeht so viele Fehler. Unreines Essen lässt euch unreine unheilige Handlungen begehen.

Verkörperungen der Liebe!
Esst erst, nachdem ihr gebetet und das Essen Gott dargebracht habt. Nur dann wird das Essen geheiligt sein. Nur wenn das Essen rein ist, werden auch euer Wissen und eure Weisheit rein sein (shuddha jnâna).

Einst lebte ein Sannyâsin in Rishikesh in einer Einsiedelei nahe bei Shivanandas Ashram. Er war eine fromme Seele. Eines Tage spendete ein älterer Geschäftsmann Geld, damit die Ashrambewohner am elften Tage nach dem Tod seiner jungen Frau Essen zubereiten konnten. Das Essen war völlig vergiftet. Wie kam das? Die Frage ist, auf welche Art die Frau starb. Der Geschäftsmann war alt, aber weil er reich war, konnte er den Vater der Braut durch Geld dazu bringen, ihm seine junge Tochter zu geben. Das Mädchen weinte und war sehr betrübt, dass ihr Vater ihr Leben so verdorben hatte. Eines Tages war sie so niedergeschlagen, dass sie in den Ganges sprang und so ihr Leben beendete. Am elften Tag nach ihrem Tod führte der Geschäftsmann die Sterberiten durch und belieferte alle Ashrams mit Nahrungsmitteln. Da es in dem Ashram Sitte war, kein gekochtes Essen anzunehmen, brachte der Geschäftsmann die nötigen Zutaten, damit Essen zubereitet werden könnte und alle aßen davon. Der reine Sannyâsin aß gemeinsam mit den anderen Ashrambewohnern. In der Nacht schlief er nicht gut. Im Traum sah er ein junges Mädchen. Er fühlte sich elend und dachte bei sich: „Ich hatte niemals solche Gedanken noch dürste ich nach Sinnesfreuden. Wie kommt es dann, dass ich so schlechte Träume habe?“ Sobald er sich zur Meditation hinsetzte, sah er das junge Mädchen vor sich. Er ging zu seinem Guru Satcitânanda und fragte ihn: „Swami, warum sehe ich solch unheilige Dinge?“ Der Guru sagte ihm, er solle sich keine Sorgen machen, er würde der Sache nachgehen. Er rief den Geschäftsmann herbei, fragte ihn nach dem Grund für die Begräbnisriten und fand heraus, dass das junge Mädchen Selbstmord begangen hatte. Er erklärte dem Sannyâsin, dass das Mädchen Selbstmord begangen hatte, das Essen dadurch vergiftet war und sie ihm im Traum erschien, weil er an jenem Essen, das als Teil ihrer Sterberiten zubereitet wurde, teilgenommen hatte. Wenn das dahinter stehende Empfinden unrein ist, spiegelt es sich in unreinen Bildern wider. Von dem Tag an hörte der Sannyâsin auf, herkömmliche Nahrung zu sich zu nehmen und ernährte sich ausschließlich von Früchten und Milch.

Nahrung ist für die Erhaltung des Körpers notwendig. Ein Auto braucht Benzin, um fahren zu können. Der Körper ist dem Auto vergleichbar; er braucht „Benzin“, sprich Nahrung, um zu funktionieren. Man muss das eine oder andere essen, um den Körper zu erhalten. Ihr seht in euren Träumen und in eurer Meditation so viele beklagenswerte Szenen. Es ist das Ergebnis der Nahrung, die ihr zu euch nehmt. Das Essen und der, welcher das Essen bringt und seine Empfindungen sind verantwortlich für eure inneren Bilder. Deshalb kochten die Menschen in den alten Zeiten selbst. Ihr solltet euch vor dem Essen erkundigen, ob die gebrachten Nahrungsmittel rechtmäßig erworben oder aber als Bestechung angenommen oder durch Diebstahl erworben wurden. Wir sollten nur makellose Nahrung zu uns nehmen. Da es sehr schwierig ist, sie jeweils auf etwaige Mängel zu untersuchen, solltet ihr vor dem Essen beten:

Brahmarpanam brahma havir

Brahmagnau brahmana hutam

Brahmaiva tena gantavyam

Brahma karma samadhina

(Der Akt des Darbietens ist Gott, die Gabe selbst ist Gott, dargebracht von Gott in dem heiligen Feuer, das Gott ist. Nur der erreicht Gott, der in all seinen Handlungen vollkommen von Gott durchdrungen ist.)

Wenn ihr mit reinen heiligen Empfindungen betet, wird das Essen gereinigt. Wer auch immer einen Fehler bezüglich des Essens begangen haben mag, es wird euch dann nicht beeinträchtigen oder euch anhaften. Deshalb vermittelte Ubhayabhâratî allen Menschen der Welt diese Lehre. Sie besaß vollkommene Weisheit. Um diese Weisheit zu erlangen, muss man vollkommen rein sein.

Einst berief König Vikramâditya eine große Konferenz ein. Er stellte die Frage: „Ist buddhî (höhere Unterscheidungskraft) größer oder medhâ, die Intelligenz?“ Die gelehrten Teilnehmer erklärten, medhâ wäre größer. Aber Vikramâditya stimmte dieser Sichtweise nicht zu. Er erklärte, dass buddhî im Vergleich zu allem anderen größer sei. Im Geist (manas) gäbe es Veränderungen, individuelle Veränderungen, die auf dem Verhalten basierten. Buddhî, das höhere Unterscheidungsvermögen hingegen, sei rein. Er sagte:

Buddhî transzendiert die Sinne und Gedanken und Gefühle.

(buddhigrâhya matindriyam).

Âtmajnâna, die Erkenntnis des Selbst, ist in buddhî enthalten.

Verkörperungen der Liebe!
Singt von heute an, bevor ihr Essen zu euch nehmt, den heiligen Mantra. Dann wird keine Unreinheit in euer Herz dringen.

(Swami singt): Annam brahma, raso vishnuhu, bhokta devo maheshvara:

Nahrung ist Brahma, die Essenz der Nahrung ist Vishnu und der, der die Nahrung zu sich nimmt, ist Shiva. Diese Trinität entspricht den drei Welten. Reinheit von Gedanke, Wort und Tat ist wahre Weisheit. Ihr braucht keine andere spirituelle Disziplin durchzuführen. Die Leute praktizieren verschiedene spirituelle Disziplinen. Aber diese spirituellen Wege verleihen nur vorübergehende Befriedigung. Ihr braucht die ewige Glückseligkeit. Um diese zu erlangen, sagt ihr also:

Annam brahma, raso vishnuhu,
bhokta devo maheshvara.

Dadurch werden die Nahrung,
die Essenz der Nahrung und der,
der die Nahrung zu sich nimmt geheiligt.

Verkörperungen der Liebe!
Der Mantra, um diese zu reinigen, ist rita (göttliche Ordnung, höchste Wahrheit) und satya (Wahrheit, Tugendhaftigkeit). Rita ist das Höchste. Rita bleibt in den drei Zeitperioden, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unverändert. Das ist wahre Weisheit. Satya mag im Verlauf der Zeit gewisse Veränderungen zeigen. Das, was veränderbar ist, ist maraka (bindend, zum Tod führend). Der unveränderliche ewige Weg ist târaka. Das ist der Târaka-Mantra:

Versteht mit der Gnade des höchsten
Gurus (sadguru) das Prinzip von târaka

und findet den Unterschied zwischen
dem Ewigen und Vergänglichen.

Erkennt das Geheimnis von târaka (soham: ich bin Er),

das die individuelle Seele ohne Unterlass

in den drei Zuständen des Wachens,
Träumens und im Tiefschlaf wiederholt.

Egal welcher Religion ihr folgt oder welcher Gemeinschaft ihr angehört, ihr müsst den Târaka-Mantra verstehen und praktizieren.

Die Menschen nennen sich heutzutage Devotees und führen spirituelle Übungen durch, aber sie sprechen bei jedem Schritt die Unwahrheit. Was immer sie sagen, ist eine Lüge und jeder Schritt, jede Handlung ist unrecht (adharma). Sie sprechen nur die Unwahrheit. Zu keiner Zeit besteht reine Liebe. Ihre Liebe ist durch Selbstsucht und Eigeninteresse gefärbt. Sie geben sich selbst als Devotees aus, reisen um die Welt und begehen schlechte Taten. Es sind die schlimmsten Sünder. Wir sollten nicht einmal das Gesicht solcher Sünder ansehen. Äußerlich erscheinen sie attraktiv (sic!), aber innerlich sind sie von schlechten Eigenschaften verschmutzt. Wir sollten innerlich nicht so verschmutzt sein. Die Menschen ruinieren um des Geldes willen ihr Leben.

Manche Devotees sagen: „Swami, wir bekommen keinen Urlaub, um an der Feier deines Geburtstages teilzunehmen. Wir haben deshalb beschlossen, uns krankschreiben zu lassen und hierher zu kommen.“ Ich sagte ihnen: „Ihr solltet das nicht tun. Es macht nichts, wenn ihr nicht herkommen könnt, aber äußert niemals eine Lüge.“ Haltet das Gelübde der Wahrheit (satya vrata) ein. Praktiziert das Gelübde der Wahrheit. Nur wenn ihr an Wahrheit festhaltet, könnt ihr Sarveshvara, den Herrn des Universums, schauen und eure Göttlichkeit manifestieren. Durch Gebet könnt ihr euch selber reinigen. Durch Beten wird Weisheit in euch aufkeimen. Dieses Gebet lautet: Nahrung ist Gott, die Essenz der Nahrung ist Vishnu und der, der die Nahrung zu sich nimmt, ist Maheshvara (Shiva). Welch andere spirituelle Disziplin braucht es?

Für spirituelle Aspiranten sind die neun Wege der Hingabe vorgeschrieben worden, und zwar:

(Geschichten über Gott) zu hören (sravana), (zur Ehre Gottes) singen (kîrtana), sich auf Gott besinnen (vishnusmarana), seinen Lotosfüßen dienen (padasevana), Verehrung (vandana), Anbetung (arcana), Dienstbereitschaft (dâsya), Freundschaft (sneha) und Hingabe an das Selbst (âtmanivedana).

Wir sollten Freundschaft mit Gott entwickeln! Wenn Gott euer Freund ist, wird die ganze Welt in eurer Hand sein. Aber heutzutage verlieren wir leider unsere Freundschaft mit Gott. Vor der Hingabe an das Selbst kommt die Freundschaft mit Gott. Es ist keine gewöhnliche Freundschaft. Diese Freundschaft sollten wir kultivieren und dadurch Erfüllung finden. Verschwendet eure Zeit nicht in müßigem Geschwätz.

Verkörperungen der Liebe!
Sprecht immer die Wahrheit. Das solltet ihr heute lernen. Wahrheit ist die Grundlage des Lebens. Wahrheit ist Gott (paramâtman). Praktiziert dies im größtmöglichen Ausmaß, ohne die Wahrheit zurückzuweisen.

Nahrung ist sehr wichtig. Folgt in Bezug auf Nahrung dem dreifachen Weg:

Annam Brahma: Nahrung ist Gott, die Essenz der Nahrung ist Vishnu, der, der das Essen zu sich nimmt, ist Shiva. Dies wird euch zur Befreiung führen.

Verkörperungen der Liebe!
Ihr habt eure Ausbildung hier erhalten, eure Zeit in diesem Heiligtum zugebracht und Swamis Lehren zugehört. Ihr solltet ideale Menschen werden. Menschen von weit entfernten Ländern warten auf eine Gelegenheit, hierher zu kommen. Ihr seid mit der heiligen Gelegenheit gesegnet worden, ständig in der göttlichen Gegenwart zu leben. Nutzt diese Gelegenheit ganz. Benutzt niemals barsche Worte. Sprecht niemals eine Unwahrheit. Manchmal mag das Aussprechen der Wahrheit euch in Gefahr bringen. Sprecht in so einer Situation weder die Wahrheit noch die Unwahrheit, sondern bewahrt Schweigen. Schweigen ist das Beste. Wenn ihr Angst habt, die Wahrheit zu sprechen, weil ihr dadurch jemandem schadet, bewahrt Schweigen. Durch Lügen würdet ihr sündigen. Habt keine Angst, die Wahrheit zu sprechen; bewahrt in solchen Umständen Schweigen. Letztlich solltet ihr die Dualität von Wahrheit und Unwahrheit transzendieren. Folgt so weit wie möglich dem Weg der Wahrheit. Weil ihr jung seid, solltet ihr Folgendes wissen:

Beginne früh, fahre langsam und komme sicher an.

Beginnt in diesem jungen Alter, dann wird das ganze spätere Leben angenehm sein. Es ist notwendig ein heiliges Leben zu führen, um das Ziel des Lebens zu erreichen.

Ich bin nicht daran interessiert und habe nicht den Wunsch, meinen Geburtstag zu feiern. Die Devotees wollten viele Programme bei dieser Gelegenheit arrangieren, aber ich habe es nicht gestattet. Weil viele von euch hier zusammengekommen sind, findet diese Versammlung statt. Aber ich bin nicht einmal daran interessiert. Für mich ist jeder Tag ein Festtag. Ich bin ewig glückselig. Ich bin die Verkörperung ewiger Glückseligkeit. Welche Art von Glückseligkeit? Meine Glückseligkeit kommt nicht von anderen. Meine Glückseligkeit ist die Personifizierung meiner selbst.

Gott ist ewige Glückseligkeit, höchste Freude,
absolute Weisheit, das Eine ohne ein Zweites,
jenseits der Dualität, ausgedehnt und alldurchdringend wie der Himmel,

das durch den großen Lehrsatz tat tvam asi (DAS bist du) definierte Ziel,

ewig, rein, unwandelbar, Zeuge aller Funktionen des Intellekts,

jenseits aller mentalen Befindlichkeiten und jenseits der drei Grundeigenschaften

der Reinheit (sattva), leidenschaftlichen Aktivität (rajas) und Trägheit (tamas).

Ich bin jenseits aller Attribute. Ob ihr es glaubt oder nicht, ich bin personifizierte Glückseligkeit. Wenn ihr anders denkt, liegt der Fehler bei euch. Was immer ich tue, dient eurer Reinheit und Heiligkeit, eurer Freude und Glückseligkeit. Kein Ding kann mir Glückseligkeit geben. Ich warte nicht auf andere, damit sie mir Glückseligkeit geben. Ich bin Glückseligkeit selbst. Seid immer glückselig, seid ohne jeden Makel. In welcher Gesellschaft ihr euch auch aufhaltet, führt ein makelloses Leben. Das erwarte ich von euch. Ich habe niemals Sorgen noch leide ich jemals. Warum sollte ich mir Sorgen machen, wenn ich doch alles besitze? Ich habe keine Wünsche. Was immer ich sage und tue, ist gut für euch, gut für euch, gut für euch. Es ist nicht für mich. Ich bin um euretwillen hier. Was ist dann mein Wunsch? Bezieht vollen Nutzen aus mir. Ich bin immer bereit für euch. Aber eure Gedanken sollten rein und heilig sein. Führt ein göttliches Leben. Manchmal spreche ich nicht mit euch und ihr denkt: „Wir haben vielleicht einen Fehler begangen und deshalb spricht Swami nicht mit uns.“ Aber ich bin nur ein Zeuge. Es liegt wahrhaftig nicht in meinem Wesen, in anderen Fehler zu suchen. Meine Sichtweise ist sehr heilig. Ich sehe in euch immer das Gute, nichts Schlechtes. Das Schlechte, das ihr wahrnehmt, ist eure eigene Einbildung. Weil in euch Schlechtes liegt, seht ihr in anderen Schlechtes. Aber weil in mir kein Fehler ist, betrachte ich sogar das Schlechte als gut. Hegt deshalb bezüglich Swami keinerlei Zweifel.

Jemand, der zweifelt, wird untergehen.

Gebt Zweifeln keinen Raum. Seid stark in Atman, dem göttlichen Selbst, verankert.

Verkörperungen der Liebe!
Heißt eure Gäste willkommen und erweist ihnen angemessene Achtung. Teilt eure Liebe mit allen. Speist die Hungrigen. Nur dann könnt ihr inneren Frieden erlangen. Was immer ihr esst, gebt anderen einen Teil davon. Darin liegt wahre Weisheit. Was braucht es mehr? Weisheit ist nicht irgendetwas Abgesondertes. Die Einheit von Gedanke, Wort und Tat ist wesentlich. Folgt rita, indem ihr Gedanke, Wort und Tat in Übereinstimmung bringt. Geht den Weg der Befreiung, târaka, nicht den immer unbeständigen von maraka. Wenn ihr von Augenblick zu Augenblick schwankt, seid ihr der unglückseligste Mensch. Schwanken ist das Wesen eines Geistes, der einem Affen gleicht (monkeymind), das andere bedeutet Menschsein (mankind). Das Menschsein symbolisiert târaka; der affenartige Geist steht für maraka (das was sich verändert). Ihr seid kein Affe. Als wahrer Mensch solltet ihr dem Weg von târaka folgen.

Verkörperungen der Liebe!
An diesem Geburtstag solltet ihr etwas sehr Wichtiges lernen: Verschwendet eure nicht Zeit in müßigem Geschwätz. Verschwendet niemals eure Worte, sie sind sehr heilig. Einmal verlorene Zeit kann man nicht wiedererlangen. Jeder Mensch auf dieser Erde kann Gott schauen, der nichts anderes als Wahrheit ist. Betrachtet Wahrheit als Gott. Folgt dem Weg der Wahrheit. An der Seite von Wahrheit ist Dharma.

Es gibt keinen größeren Dharma als das Festhalten an der Wahrheit.

Folgt deshalb dem Weg der Wahrheit und handelt gemäß der von Gott gesetzten Ordnung (dharma).

Bhagavan schließt seine Ansprache mit dem Bhajan: Satya dharmamu shanti premalato;

Die vom Ashram herausgegebene gedruckte gekürzte Fassung der Ansprache wurde im Vergleich mit der Audiokassette von Swamis gesprochener Telugufassung ergänzt.

(Das Copyright der deutschen Übersetzung liegt bei der Sathya Sai Vereinigung e.V. , Dietzenbach)


    

Copyright Sathya Sai Vereinigung e. V.