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 Ansprache Sathya Sai Babas am 22.11.2002

 

Ansprache Sathya Sai Babas am 22.11.2002, anlässlich der Universitätsversammlung (convoation)


Diejenigen, welche sogar die alten Weisen
die Essenz des Vedanta lehren konnten,

welche leblose Steine durch ihre bildhauerischen
Fähigkeiten zum Tanzen bringen konnten,

welche die Köpfe ihrer Feinde durch ihre scharfen
Schwerter gleich Gummibällen rollen ließen,

welche die ganze Welt mit höchster Autorität regieren konnten,

befinden sich im Lande Bhârat (Indien).

Aber was bringt das?

Nicht einer von ihnen ist bereit,

auf die herzzerreißenden Schreie
der gewöhnlichen Menschen zu hören.

Liebe Studenten!
Was bedeutet Bildung (education)? Welche Art Bildung müssen wir erstreben? Was sollte die Norm in der Bildung sein? Welche Art der Bildung trägt zur menschlichen Entwicklung bei? Welchen Nutzen beziehen wir aus dem gegenwärtigen Bildungssystem? Wer über diese fünf Themen nachsinnt und sie gründlich versteht, ist ein wahrer Student. Höheres Wissen, vijnâna, und höchste Weisheit, prajnâna, sind nicht allein Produkte von Bildung. Der Mensch kann diese heiligen Kräfte nur mittels Kultur und Läuterung erlangen, die er durch Erziehung und Bildung gewonnen hat. Was ist Kultur? Kultur ist eine vom Menschen bewusst unternommene Anstrengung, in seinem täglichen Leben eine Transformation zu erreichen: von der Unwahrheit zur Wahrheit; vom Abweichen von der Autorität der Schriften zur Übereinstimmung mit ihnen; vom Vergänglichen zum Ewigen. Es ist eine spirituelle Reise hin zur Göttlichkeit. Wo befindet sich diese Göttlichkeit? Sie ist in jedem Menschen in Gestalt der Wahrheit vorhanden. Ihr habt heutzutage nicht euer Land, sondern Wahrheit (satya) und rechtes Handeln (Dharma) zu schützen; dann werden diese wiederum das Land beschützen, und nur dann wird sich die ganze Welt an Frieden und Wohlergehen erfreuen. Das ganze Universum basiert auf Wahrheit und Dharma.

Die Schöpfung geht aus Wahrheit hervor
und mündet wieder in Wahrheit ein.

Gibt es einen Ort, wo Wahrheit nicht existiert?

Schaut diese reine makellose Wahrheit.

Das Leben eines jeden Menschen gründet auf Wahrheit. Wahrheit und rechtes Verhalten allein beschützen das Universum. Aber leider ist der Mensch nicht in der Lage, diese Tatsache zu erkennen und führt ein jämmerliches Leben.

Verkörperungen der Liebe!
Bildung ist weder eine bloße Übung noch dazu gedacht, sich einen Lebensunterhalt zu verdienen. Sie dient dazu, das Ziel des Lebens zu erreichen. Liebe Studenten! Ihr seid in diesem Land Bhârat geboren und aufgewachsen und ihr lebt hier. Aber ihr seid unfähig, die Philosophie zu erkennen, für die dieses Land steht. Das Land Bhârat ist ein Land des Handelns (karmabhûmi), in dem ihr die euch auferlegte heilige Aufgabe durchführen sollt. Es ist ein tugendhaftes Land, in dem ihr durch gewissenhafte Pflichterfüllung (kartavya) Verdienst (punya) ansammelt. Welche enge Beziehung besteht zwischen diesem heiligen Land und Gott? Hier ist die Hand, hier der Fuß, hier der Kopf und hier der Bauch, alle sind Teile des Körpers. In diesem Körper befindet sich das menschliche Wesen. Der Mensch ist ein Teil der Gesellschaft, die Gesellschaft ein Teil der Schöpfung und die Schöpfung wiederum ist mit dem höchsten Wesen (paramâtman, das höchste Selbst) verbunden. So ist die Schöpfung (prakriti) ein Teil (anga) des höchsten Wesens oder des höchsten Selbst (paramâtman). Nur wenn der Mensch das Wesen dieser Teile und Untergliederungen erkennt und sich entsprechend verhält, ist er fähig, das Göttliche zu verstehen.

Verkörperungen der Liebe!
Wenn ihr ernsthaft nachsinnt, werdet ihr erkennen, dass das Göttliche die Menschheit in Gang hält. Ohne das Göttliche kann der Mensch nicht einmal einen Augenblick leben. Aufgrund seines Egos glaubt der Mensch, er könne für sich selbst leben. Aber das ist nicht wahr. Bloß seine Zeit irgendwie herumzukriegen, macht kein erfülltes Leben aus. Wenn ihr herauszufinden sucht, ob zuerst Pflicht oder zuerst Recht kommt, bestehen etliche Leute darauf, das Recht hätte Priorität. Aber wodurch entstand das Anrecht? Wenn ihr eure Pflicht erfüllt, erhaltet ihr die Frucht davon in Form von Recht. Wie könnte ein Kind ohne die Mutter existieren? Deshalb hat Recht nicht die erste Priorität. In Wirklichkeit besitzt der Mensch überhaupt keine Rechte. Wenn der Mensch seine Pflicht erfüllt, dann kommt das Ergebnis dieses Handelns in Form von Rechten zu ihm. Wenn ihr darüber nachdenkt, ob erst der Regen oder erst der Wasserfluss kommt, wird ersichtlich, dass auf den Regen der Wasserfluss folgt. Ohne Regen gäbe es keinen Fluss. Der Fluss ist dem Recht und der Regen der Pflicht vergleichbar.

Liebe Studenten!
Ihr bringt in eurem Studium großen Einsatz, um hohe akademische Qualifikationen zu erlangen. Aber trotz dieser Anstrengung besitzt ihr keinen inneren Frieden. Es heißt: „Weltliche Ausbildung dient dem Glück in der irdischen Welt, spirituelle Ausbildung dem Glück in der anderen Welt.“ Um spirituelle Bildung zu erlangen, muss man etwas Zeit mit Nachforschung verbringen. Spirituelles Wissen kann nicht durch weltliche Bildung erlangt werden. Es heißt:

Von den verschiedenen Wissenszweigen
nimmt spirituelles Wissen den ersten Rang ein,

und:

Wahre Bildung ist diejenige, welche
der Menschheit Befreiung bringt.

Deshalb müssen die Studenten als Erstes mit der Frage: „Wer bin ich?“ beginnen. Ebenso müssen sie die Tatsache erkennen, dass Rechte auch Verantwortlichkeit mit sich bringt. Eure Eltern besitzen ein Recht. Wenn ihr die Rechte der Eltern schützt, werden sie wiederum ihre Verantwortlichkeit euch gegenüber erfüllen. In der indischen Kultur ist der Mutter und dem Vater der erste Rang eingeräumt worden durch die Aussage:

Verehre deine Mutter und deinen Vater wie Gott

Das wissenschaftliche Wissen wird heutzutage als bedeutend eingestuft. Wodurch erreichte die Wissenschaft diese Größe? Wissenschaft befasst sich mit dem physischen Aspekt des Universums. Sie strebt danach, die Geheimnisse des Universums zu erforschen, ohne darüber hinauszugehen. Aber es gibt ein Wissen darüber hinaus, welches die Grundlage für die Erschaffung, Erhaltung und Auflösung des Universums bildet. Das ist Spiritualität. Ohne diese spirituelle Grundlage ist Wissenschaft wirkungslos. Der verstorbene Ministerpräsident Englands, Churchill, sagte einst: „Der Mensch hat alles erobert, nur nicht sich selbst.“ Der Mensch bemüht sich heute darum, alles in der Welt zu erforschen, ohne in der Lage zu sein, sein eigenes Wesen zu erkennen und zu verwirklichen. Was bringt ein solches Wissen? Deshalb muss der Mensch mit Selbsterforschung beginnen, um herauszufinden, wer er ist, welches sein Wesen ist, welche verborgenen Kräfte er besitzt usw. Wenn in den früheren Zeiten die Universitäten zusammengerufen wurden, brachten die Lehrer den Studenten edle Prinzipien bei, wie:

Verehre deine Mutter wie Gott,

verehre deinen Vater wie Gott,

verehre deinen Lehrer (guru) wie Gott

und verehre den Gast wie Gott.

Als Erstes kommt die Mutter, die euch gebar. Dann zeigt sie euch den Vater, der Vater bringt euch zum Lehrer (guru) und der Lehrer führt euch zu Gott. Leider gibt es heute nur wenige Gurus, die euch zu Gott bringen, aber das ist ein anderes Thema. Die Mutter, die für eure Geburt in dieser Welt verantwortlich ist, wird heute vergessen. Entsprechend wird auch das Mutterland, in dem ihr geboren seid, vernachlässigt.

Liebe Studenten!
Ihr erhaltet heute von diesem Institute of Higher Learning Abschlussdiplome und setzt euren Fuß in die weite Welt. Es gibt in Indien ca. 200 Universitäten, unter deren Aufsicht mehrere tausend Colleges betrieben werden. Jedes Jahr verleihen diese Universitäten vielen tausend Studenten Diplome und schicken sie in die weite Welt. Aber was tun diese Studenten draußen in der Welt? Wie erwerben diese hoch gebildeten Leute ihren Lebensunterhalt? Den Studenten wird in diesen Universitäten Bildung vermittelt, damit sie sich ihren Lebensunterhalt verdienen können. Doch nicht alle Absolventen können eine Arbeitsstelle finden. Deshalb wandern diese gebildeten Menschen ins Ausland aus. Dort angekommen, kann nicht jeder von ihnen ein befriedigendes Auskommen finden und sie verrichten deshalb niedrige Arbeiten, um ihr Einkommen aufzubessern. Es stellt sich die Frage, warum sie denselben Dienst nicht in ihrem eigenen Land Bhârat leisten? Die gebildeten Menschen dienen heutzutage nicht ihrem Heimatland, sind jedoch bereit, im Ausland jede Art von Arbeit zu tun. Nein, nein. Das ist nicht recht und nicht das Ziel eurer Ausbildung. Ihr solltet mit eurer ganzen Kraft eurem eigenen Land dienen. Euer ganzes Leben muss dem Dienst an dem Land geweiht sein, in dem ihr geboren und erzogen seid. Als gebildete Menschen müsst ihr dem Lebenskampf mutig und tapfer begegnen und schließlich siegreich daraus hervorgehen.

Die heutigen Studenten sind nicht bereit, mit Geduld und Beharrlichkeit hart zu arbeiten. Arbeit ist wichtig. Eine Ausbildung zu durchlaufen und Abschlüsse zu erhalten, ist nicht wichtig. Vor mehr als fünfzig Jahren hat Indien die Unabhängigkeit erreicht. In diesen ungefähr fünfzig Jahren haben Tausende und Hunderttausende von Studenten höhere Bildungsabschlüsse erlangt. Aber was tun sie? Sie dienen nicht der Gesellschaft und gestalten ihr Leben nicht entsprechend dem Ruhm dieses Landes. Als Erstes muss man die Heiligkeit dieses großen Landes Bhârat erkennen. Wie kann jemand, der sein eigenes Zuhause nicht schützen kann, das anderer beschützen?

Liebe Studenten!
Gebt die Idee auf, um einer höheren Bildung oder einer Arbeitsstelle willen ins Ausland zu gehen. Selbst wenn ihr nicht in der Lage sein solltet, in eurem Land eine Anstellung zu finden, bleibt hier und dient dem Land. Dient der Gesellschaft und bringt eurem Heimatland Bhârat Ehre und Ruhm. Erwerbt den ehrenhaften Ruf: „Dieser Student ist ein Held im Handeln und in spiritueller Disziplin (sâdhana).“ Ihr alle kennt Abdul Kalam, den indischen Präsidenten und Ehrengast der heutigen Veranstaltung. Ich kann euch sagen, dass er nicht ins Ausland gegangen ist, weder auf der Suche nach Arbeit noch wegen Geld. Er ist ein großer Wissenschaftler. Seine ganzen wissenschaftlichen Kenntnisse hat er ausschließlich von indischen Universitäten erhalten. Was ist in anderen Ländern zu finden, was nicht schon hier vorhanden ist? Es heißt:

Was nicht in Indien vorhanden ist, ist auch
woanders (in anderen Ländern) nicht zu finden.

Alle Macht und aller Ruhm befinden sich in Indien allein. Was könnt ihr in einem fremden Land ausrichten, das vertrocknet ist, wenn ihr dafür ein so großes Land wie Indien verlassen müsst, das sich im Ruhm, in der Ehre und dem Prestige der Welt sonnt? Ihr benutzt eure ganze Bildung und alle eure Energien, um ein fremdes Land weiterzuentwickeln. Warum nutzt ihr sie nicht stattdessen für die Entwicklung eures eigenen Landes? Warum dient ihr nicht den Menschen eures eigenen Landes? Ihr werdet nur dann Ruhm erlangen, wenn ihr eure Bildung zum Schutz eures Heimatlandes nutzt. Als Erstes müsst ihr hart arbeiten. Ihr müsst Helden im Handeln werden. Es steht euch nicht zu, eure Zeit in müßigem Geschwätz zu verbringen, ohne euch auf handfeste Arbeit für das Wohl der Nation einzulassen. Beugt euren Körper und arbeitet hart, um Ehre zu erlangen. Ein in die Erde gesätes Samenkorn verliert seine Form, um schließlich zu einem riesigen Baum zu werden, der süße Früchte erzeugt. Um bei diesem Vergleich zu bleiben: Nur wenn ihr euer Ego auflöst und eure Identität verliert, kommt die wahre Frucht eurer Handlungen zum Vorschein. Beseitigt deshalb eure Bindung an den Körper (dehabhimâna) und entwickelt Bindung an das Land (deshâbhimâna). Heutzutage werdet ihr nirgendwo Bindung an das Land finden. Viele Studenten kennen heutzutage nicht einmal die Nationalhymne und können sie nicht singen. Aber erstaunlicherweise kennen sie jede Menge Kinoschlager! Warum lernt ihr nicht, die Nationalhymne zu singen und versucht, die Herrlichkeit und die Vorzüge Indiens, die dort beschriebenen sind, zu verstehen?

Liebe Studenten!
Ihr müsst die Ehre dieses großen Landes schützen. Ihr müsst Selbstachtung entwickeln. Wer seine Selbstachtung verloren hat, kann keinen Ruhm erlangen. Selbstachtung entsteht nur aus spiritueller Disziplin. Die Studenten wollen heutzutage Reichtum, Körperkraft und einen Freundeskreis erwerben. Was ist mit dem Charakter? Was bringt es, die drei zu erlangen, ohne Charakter zu besitzen? Wenn die Leute jemanden treffen, sagen sie „hallo“ und versuchen Freundschaft zu schließen. Diese Freundschaft beruht nur auf „hallo, hallo“, aber innen ist alles hohl. Ihr müsst deshalb dem Charakter den ersten Rang einräumen. Wenn ihr andere achtet, werden sie wiederum euch achten. Ihr beklagt euch darüber, dass andere euch nicht achten. Aber habt ihr zuerst euch selbst gefragt, ob ihr andere achtet? Wenn ihr anderen helft und dient, werden sie euch dienen und helfen. Was ihr von anderen erwartet, solltet ihr zuerst anderen tun. Nur dann wird die entsprechende Reaktion, Widerspiegelung und der Widerhall entstehen. Ihr mögt eure Nachbarn achten und euch nach ihrem Wohlergehen erkundigen, ihr mögt reich und groß sein und ein bequemes Leben führen: Wenn ihr keinen Charakter besitzt, sind all diese Dinge wertlos.

Liebe Studenten!
Ihr müsst die menschlichen Werte der Wahrheit (satya), des rechten Handelns (dharma), des Friedens (shânti), der Liebe (prema) und Gewaltlosigkeit (ahimsâ) kultivieren. Wie könnt ihr euch selbst Mensch nennen, ohne menschliche Werte zu kultivieren? Nur aufgrund der menschlichen Werte geltet ihr als Mensch. Wenn ihr nicht die menschliche Eigenschaft besitzt, andere zu achten, wie könnt ihr dann erwarten, dass andere euch achten? Die menschlichen Werte sind göttliche Eigenschaften. Durch diese Eigenschaften ist alles erreichbar.

Verkörperungen der Liebe!
Liebe ist eine Qualität, die jedes Lebewesen durchdringt. Wahrheit ist tatsächlich die Form der Göttlichkeit. Sie ist in euch, mit euch, um euch herum und überall und schützt euch immer. Ihr braucht nicht nach Gott an einem entfernten Platz zu suchen. Wahrheit ist die Form Gottes selbst. Bewegt euch niemals von der Wahrheit weg, selbst wenn euer Leben in Gefahr ist! Haltet jederzeit an der Wahrheit fest.

Verkörperungen der Liebe!
Der eine mag ein großer Mensch sein und ein anderer ein Bettler. Aber die beiden Personen zugrunde liegende Wahrheit ist dieselbe. Wenn ihr diese Wahrheit erkennt und verwirklicht, wird alles eins werden. Diese Art Einheit muss erreicht werden. Wenn ihr das Einheitsprinzip in allen Menschen erkennt, könnt ihr die wahre Göttlichkeit verwirklichen. Vergegenwärtigt euch das Prinzip der Einheit in der Vielfalt, das sich im Universum ausdrückt. Zum Beispiel befinden sich hier in dieser Sai Kulwant Halle verschiedene Arten von Glühbirnen, aber der in diesen Glühbirnen fließende Strom ist derselbe. Die indische Kultur hat ein Ideal verkündet:

All dies ist wahrhaft Brahman,
das alles durchdringende göttliche Prinzip.

Das ist die Wahrheit. Wenn ihr diese Wahrheit erkennt, werden euch alle Annehmlichkeiten und alles Glück zufallen. Ihr braucht nicht darum zu kämpfen. Lernt, gute Worte zu sprechen. Verletzt niemals jemanden mit barschen Worten. Sprecht sanft und liebevoll, um alle Menschen glücklich zu machen.

Verkörperungen der Liebe!
Gute Worte erzeugen gute Handlungen. Ihr könnt nicht immer gefällig sein, aber ihr könnt immer gefällig sprechen. Wenn ihr in dieser gefälligen Weise sprecht, wie sehr wird euer Status dann wachsen! Die Gesellschaft wird euch dann respektieren. Ich habe oft das Beispiel des verstorbenen amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln erwähnt. Er hatte in seiner Kindheit nicht genug Geld zum Studieren und war so arm, dass er unter den Straßenlaternen auf dem Marktplatz zu sitzen pflegte und dort las. Er lieh sich von seinen Klassenkameraden Bücher, las sie nachts und gab sie ihnen am nächsten Morgen zurück. Eines Tages machten sich seine Freunde über ihn lustig und spotteten, wie dieser Bettler wohl seiner Ausbildung nachkommen könnte. Lincoln war sehr traurig und gedemütigt und ging weinend nach Hause. Seine Mutter versuchte, ihn mit besänftigenden Worten zu trösten und fragte: „Mein lieber Sohn, warum weinst du? Was ist der Grund?“ Er erwiderte: „Mutter, ich besitze nicht einmal Geld für eine Tasse Tee. Ich bin mir unserer häuslichen Situation bewusst und weiß, dass du und Vater es sich nicht leisten können, Geld für meine Ausbildung aufzubringen.“ Auf diese Weise kämpfte Lincoln hart in den Tagen seiner Kindheit. Er lernte gut, mit Selbstvertrauen und Selbstachtung und der moralischen Unterstützung seiner Mutter. Er zögerte nicht, das Familieneinkommen durch etwas Malerarbeit und Schuhputzen aufzubessern. Nichtsdestoweniger bewahrte er während seines Bildungswegs seine Selbstachtung und erlangte dadurch einen guten Ruf in der Gesellschaft. Mittlerweile konnte er einen kleinen Job erhalten. Mit dem mageren Einkommen daraus unterstützte er seinen Vater und seine Mutter. Der gute Name, den er in der Gesellschaft erhielt, brachte ihm Respekt und Liebe ein. Im Lauf der Zeit kamen die Wahlen. Seine Gönner und Anhänger rieten ihm, sich für die Wahlen aufstellen zu lassen und sicherten ihm ihre Unterstützung und ihre Stimmen zu. Auf ihren Rat hin kandidierte er für die Wahlen und wurde in die Stellung des amerikanischen Präsidenten gewählt. Wie konnte der mittellose Sohn eines armen Tischlers, dem das Geld fehlte, um auch nur die grundlegende Bildung zu erhalten, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika werden? Nur aufgrund von Selbstachtung und Selbstvertrauen, die er von Kindheit an beharrlich kultivierte. Deshalb, liebe Studenten! Gebt niemals eure Selbstachtung auf, egal, wo und in welchen Umständen ihr euch befindet. Versichert euch immer: „Ich bin ein Mensch und kein Tier.“ Der Mensch spielt heutzutage mit dem Feuer der Sinnesfreuden. Aber wie lange könnt ihr so weitermachen? Sich auf dieses Spiel einzulassen hat absolut keinen Sinn. Euer ganzer Wohlstand und all eure Freuden werden im Nu verschwinden. Selbstachtung allein wird euer ganzes Leben lang euer Begleiter sein. Entwickelt deshalb Selbstachtung; es ist eine göttliche Qualität. Nur dann könnt ihr die höchste Ehre des Landes erreichen.

Heute Abend werden unsere Studenten ein Theaterstück aufführen. Die Darstellung beruht in Wirklichkeit auf der Lebensgeschichte Lincolns. In diesem Stück wollte ein Student Medizin studieren, um Arzt zu werden. Er arbeitete hart, lernte sogar unter den Straßenlaternen und erhielt die Zulassung für ein namhaftes medizinisches College. Als Gebühr hatte er 500.000 Rupien zu zahlen, die er nicht aufbringen konnte. Als er sich deprimiert und niedergeschlagen fühlte, tröstete ihn sein Vater mit den Worten: „Lieber Sohn, mache dir keine Sorgen. Gott ist da, um deinen Wunsch zu erfüllen. Er beschützt immer alle Menschen.“ Diese weisen Worte hinterließen in seinem Herzen einen unauslöschlichen Eindruck. Am nächsten Tag saß er im Garten des Colleges und begann, einen Brief an Gott zu schreiben, in dem er seinen Wunsch erklärte und zugleich seine Unfähigkeit, ihn sich zu erfüllen. „O Gott, die Menschen behaupten, du seiest allgegenwärtig; auch mein Vater sagte mir dies. Ich habe volles Vertrauen in die Worte meines Vaters. Wenn du wirklich allgegenwärtig bist, warum manifestierst du dich dann nicht vor mir und erfüllst meinen Wunsch?“ Während er diesen Brief schrieb, läutete die Glocke und er stand hastig auf, um ins Klassenzimmer zu gehen, wobei der Brief unbemerkt von seinen Büchern rutschte. Ein Reicher, der etwas später in den Garten kam, bemerkte den Brief, hob ihn auf und las ihn. Er war tief bewegt von der Entschlossenheit des Jungen, trotz der fehlenden finanziellen Mittel Medizin zu studieren . Deshalb ging er direkt zum Leiter des Medizincolleges, zeigte ihm den Brief, den der Junge an Gott adressiert hatte und zahlte die gesamten Gebühren für die ganzen fünf Jahre auf einen Schlag. Er bat den Leiter, dem Jungen seine Identität nicht zu enthüllen, bevor er nicht sein Studium beendet hätte. Der Rektor rief den Jungen herbei und sagte zu ihm: „Mein lieber Sohn, sorge dich nicht wegen der Gebühren. Jemand hat sie schon für dich bezahlt. Du besitzt absolutes Gottvertrauen. Du wirst das Studium sicherlich vollenden und mit Gottes Gnade erstklassig abschließen.“ Als er seine medizinische Ausbildung beendet hatte und Arzt wurde, gratulierten ihm seine Freunde mit den Worten: „Du wirst ein großer Arzt werden und viel Geld verdienen.“ Aber der Junge erwiderte: „Ich bin nicht daran interessiert, Geld zu verdienen. Der Zweck meines Medizinstudiums liegt darin, den Menschen zu dienen. Mein Leben ist dem Dienst an der Gesellschaft geweiht. So wie ich dieses Studium absolvierte, ohne Gebühren zu zahlen, so will ich auch den Leuten dienen, ohne von ihnen Gebühren zu verlangen.“ Sind heutzutage solche Jungen zu finden? Nur sehr selten. Ihr könnt euer Kind in keiner Schule einschreiben, ohne Gebühren zu zahlen. Sogar für ein neu geborenes Kind wird schon ein Schulplatz im Voraus reserviert! Durch das Zahlen von zwanzig- oder dreißigtausend Rupien reserviert ihr euch einen Platz. Aber Glaube kann Wunder bewirken. Einem Menschen, der Selbstvertrauen und absolutes Gottvertrauen besitzt, ist alles möglich. Glaube ist der Schlüssel. Wie kann man ohne Glauben in dieser Welt leben?

Die Menschen haben ihre Augen des Glaubens und Vertrauens verloren und sind in dieser Welt blind geworden.

Es bringt nichts, eure physischen Augen zu öffnen. Öffnet euer inneres Auge der Weisheit. Nur dann könnt ihr das gewünschte Ergebnis erhalten.

Verkörperungen der Liebe!
Ihr habt lange Zeit in Swamis Institut studiert. Habt ihr jemals irgendein Geld für eure Ausbildung hier bezahlt? Sagt es mir ehrlich. Ich sorge mich immer darum, ob ihr während eures Aufenthalts in dieser Institution bei irgendeiner Gelegenheit Geld auszugeben hattet. Ich enthülle euch einen kleinen Vorfall, der vor einiger Zeit geschah. Normalerweise spreche ich nicht über solche Dinge. Für gewöhnlich studieren die Studenten in der Prüfungszeit die ganze Nacht und lassen dabei das Licht an. Eines Tages riet der Leiter des Wohnheimes den Studenten, ihre nächtliche Studienzeit zu reduzieren, weil die Stromgebühren allmählich stiegen. Die Studenten schenkten dem Rat keine Beachtung und studierten weiterhin viele Stunden bis tief in die Nacht hinein. Als Folge davon sammelte sich eine riesige Stromrechnung an. Mittlerweile schnitt genau zwei Monate vor den Prüfungen das Elektrizitätswerk das Wohnheim von der Stromversorgung ab, weil die Rechnung nicht gezahlt war. Man kann ihnen deswegen keinen Vorwurf machen, es ist ihre Pflicht. In den Räumen des Wohnheimes gab es also kein Licht und die Studenten waren vielen Unannehmlichkeiten ausgesetzt. Der Leiter des Wohnheimes kam zu mir und erläuterte ihre Notlage. Ich fragte ihn, warum er mir nicht früher davon erzählt habe. Er erwiderte: „Swami! Du gibst so viel Geld für die Ausbildung der Studenten aus und übernimmst so viel Verantwortung. Wie kann ich dir noch mehr Last aufladen? Aus diesem Grund erzählte ich dir nicht davon.“ Ich fragte ihn nach dem Rechnungsbetrag. „70.000 Rupien“, erwiderte er. Ich wies ihn daraufhin an: „Gehe sofort los und zahle die ganze Rechnung und bitte die Leute vom Elektrizitätswerk, die Stromversorgung sofort wieder aufzunehmen. Sage den Studenten nichts von dem, was zwischen dir und mir geschah.“ Auf diese Weise mache ich mir so viel Mühe, um für die Bequemlichkeit und das Wohlergehen der Studenten zu sorgen.

Ich habe heute Herrn Paramahamsa einen Scheck im Wert von sechs Millionen Rupien überreicht, die im Namen der sechzig Kinder angelegt werden sollen, die unter dem Plan „Shrî Sathya Sai Dinajanoddharana Pathakam“ adoptiert wurden. Vor einiger Zeit las ich einen Bericht über eine Mutter, die Selbstmord beging, nachdem sie ihren drei Kindern Gift gegeben hatte. Sie verübte diese grausame Tat, weil niemand da war, der sich nach dem Tod ihres Ehemannes um sie kümmerte. Ich war sehr traurig, als ich diese Nachricht las. Unser Land Bhârat hat den Beinamen „annapûrnâ“ (die Nahrung Spendende, voller Nahrung, ein Name der göttlichen Mutter) erworben. Wie kann man in so einem heiligen Land stummer Zeuge davon sein, wie Leute durch Hunger und Armut sterben? Deshalb beschloss ich, ein Projekt durchzuführen, in dessen Rahmen arme Kinder, die ihren Vater und in manchen Fällen beide Elternteile verloren haben, adoptiert und mit der nötigen Nahrung, Kleidung und Unterkunft versorgt werden. Auch für ihre Ausbildung wird gesorgt. Diese Kinder werden aus den Bereichen Bukkapatnam, Kotacheru und Puttaparthi ausgewählt. Sie stammen aus sehr armen Familien, denen es schwer fällt, sich selbst zu ernähren. Wir sagten den Kindern: „Wir werden euch Nahrung, Unterkunft und auch Ausbildung geben und euch unabhängig machen. Ihr braucht euch nicht zu sorgen.“

In der kurzen Zeitspanne von nur einem Monat ließ ich Häuser für sie errichten. Auf den Namen eines jeden Kindes sind 100.000 Rupien angelegt. Bis sie ihre Ausbildung abgeschlossen haben, wird dieses Geld sich auf 300.000 bis 400.000 Rupien vervielfacht haben und sie können ein sorgenfreies Leben führen. Als dies angekündigt wurde, konnten die Leute es zunächst nicht glauben. Wie könnten sie daran glauben? Sie lassen sich von Unwahrheit beeinflussen und wenn ihnen die Wahrheit gesagt wird, sind sie nicht bereit, sie zu glauben.

Für die Kinder wird sehr gut gesorgt. Paramahamsa kümmert sich voller Liebe um sie alle. Täglich werden die Kinder in einem Bus zu Swamis Darshan hierher gebracht. Sie sind überglücklich. Sie lernen sogar die vedischen Mantren. Wenn immer ich sie frage: „Seid ihr glücklich?“, antworten sie: „Ja, Swami. Wenn du gleich dem Wunsch erfüllenden Baum für uns sorgst, wie könnten wir nicht glücklich sein?“ Ihr Glück entsteht daraus, dass man sich mit Liebe um sie kümmert. Geld kann einem dieses Glück nicht vermitteln. Auf diese Weise führen wir viele heilige Aktivitäten durch. Ich bin nicht daran interessiert, sie zu veröffentlichen. Auch wenn manche Leute das nicht glauben, es kümmert mich nicht. Ich werde meinen Entschluss nicht aufgeben. Wir sollten den Armen und Bedürftigen helfen und uns um die Verbesserung ihrer Lebensbedingungen bemühen. Schließlich sind sie auch Menschen und wir sollten sie wie unser Eigen behandeln.

Studenten!
Ihr habt eure Ausbildung abgeschlossen und es ist Zeit für euch, zu euren jeweiligen Heimatorten zurückzukehren, geeignete Arbeitsstellen anzunehmen und euren Eltern zu dienen. Gelegentlich könnt ihr hierher kommen, um eure Batterien aufzuladen, sonst könnte es sein, dass ihr das hier Gelernte vergesst. Euer Aufenthalt hier ist nur dann von Bedeutung, wenn ihr das hier Gelernte praktiziert.

(Swami forderte Herrn Raghupati Rao auf, aufzustehen).

Er verlor seinen Vater, als er sehr jung war. Er kam mit seiner Mutter hierher. Ich gab ihr eine Arbeit im Anantapur Wohnheim. Nach einiger Zeit starb sie ebenfalls. Daraufhin brachte ich diesen Jungen hierher und bildete ihn aus. Er hat seinen MBA (Master of Business Administration) abgeschlossen und arbeitet gegenwärtig als Dozent in unserer Brindâvan Universität. Er ging seiner Ausbildung beharrlich und aufrichtig (shraddhâ) nach. Ich habe mich um viele solche Studenten gekümmert. Es ist meine Pflicht, denn alle sind mein. Ich gehöre zu ihnen und alle gehören zu mir. Weil für sie mit so viel Liebe gesorgt wird, wachsen sie zu idealen Bürgern heran. Er ist das beste Beispiel dafür. Er ist ein sehr guter Junge, würde älteren Menschen nie widersprechen und andere niemals um etwas bitten. Zu Beginn sagte ich ihm: „Wenn du irgendetwas brauchst, bitte nicht andere darum. Komme direkt zu mir und ich werde dir geben.“

Der Grund, warum ich euch das alles erzähle, ist folgender: Auch ihr solltet so heilige Arbeit durchführen. Dienst an der Gesellschaft ist sehr wichtig. Der beste Weg, Gott zu dienen, besteht darin, alle zu lieben und allen zu dienen. Lasst andere denken, was immer sie wollen, ihr solltet an diesem heiligen Weg festhalten. Dient euren Eltern und verletzt niemals ihre Empfindungen. Das ist die Essenz der Bildung.

Bildung verleiht Demut,

was wiederum Verdienst verleiht.

Verdienst führt zu allen Arten des Wohlstandes,

wodurch der Mensch hier und im Jenseits Glück erlangen kann.

Demut ist das Kennzeichen von Erziehung. Gebt das Ego auf und dient der Gesellschaft mit Selbstvertrauen. Studenten, die nicht einmal einen Cent besaßen, verdienen jetzt monatlich Tausende von Rupien. Es sind gute Jungen. Deshalb werden sie keine Probleme haben. Ich werde mich um ihre Zukunft kümmern. Ich sagte diesem Jungen, er könne nach draußen gehen und eine Arbeitsstelle annehmen, wenn er es wünsche. Aber er wollte nirgendwo hingehen. Deshalb gab ich ihm hier eine Stelle mit gutem Gehalt. Um wen auch immer es sich handelt, ich will nicht, dass irgendjemand hier ohne Gehalt arbeitet. Die Leute draußen mögen es nicht wissen: Ich nehme nicht einmal einen Cent von ihnen an. Ich führe gute Arbeit durch und deshalb kommt, was immer ich benötige, von selbst zu mir. Hunderttausende Devotees kommen hierher. Habe ich irgendjemanden um irgendetwas gebeten? Niemals. Viele Devotees kommen seit mehr als vierzig Jahren hierher, aber ich habe sie nie um einen Gefallen gebeten. Ich werde niemals bitten. Ich werde meinen Beschluss nicht aufgeben und werde fest entschlossen das gute Werk fortsetzen. Meine Mission wird unausweichlich erfolgreich sein. Sie wird niemals fehlschlagen.

Man sollte sich gut um Kinder kümmern. Junge Männer und Frauen sollten zu idealen Bürgern geformt werden. Das ist für mich das größte Glück. Die Kinder sind mein Eigentum. Ich bin glücklich, wenn sie im Leben vorankommen und sich einen guten Namen machen. Ich erwarte nichts anderes.

Studenten!
Ihr erhaltet heute eure Diplome. Die Universität gibt euch einen Bildungsabschluss (education), ich hingegen gebe euch einen Abschluss in Educare. Der Abschluss, den ich euch verleihe, bezieht sich auf âtmânanda, die Glückseligkeit des göttlichen Selbst. Das ist Educare. Erfüllt eure Pflicht gewissenhaft und ich werde mich um eure Bedürfnisse kümmern. Gebt Faulheit keinen Raum. Wer faul ist, setzt Rost und Staub an; Verwirklichung ist das Beste und schenkt Frieden (Swamis Worte im Englischen: laziness is rust and dust; realisation ist best and rest). Seid bereit, den Weg der Selbstverwirklichung zu gehen.

Ich freue mich sehr darüber, dass unser Präsident Abdul Kalam hierher gekommen ist und als Ehrengast an der Versammlung der Universität teilgenommen hat. Seine Liebe zur Nation ist groß. Er ist Moslem von Geburt, aber er macht keinerlei Unterschiede. Er liebt alle und behandelt alle gleich. Er hat sein ganzes Wissen in Indien selbst erworben. Er ist ein vortrefflicher Wissenschaftler. Es gibt im Land viele Wissenschaftler, aber was bringt das? Entsprechend dem Gedicht: „Twinkle twinkle little star, how I wonder what You are?“ (Swamis Zitat im Englischen; frei übersetzt: „Funkle, funkle kleiner Stern, wie gerne würde ich wissen, wie du aussiehst!) werden sie von fremden Ländern angezogen. Aber Abdul Kalam gehört nicht zu diesen Menschen. Er besitzt nicht einmal eine Spur Ego. Sein reines Herz ist sein schönster Schmuck. Er ist ein Muster an Tugenden. Deshalb konnte er Präsident dieses Landes werden. Ich wünsche, dass er während seiner Amtszeit Bhârats ursprüngliche Herrlichkeit wieder zurück bringt.

Die Veranstaltung schloss mit dem Singen der indischen Nationalhymne (alle standen dabei.)

Übersetzung der vom Ashram herausgegebenen gedruckten englischen Fassung der Rede.

(Das Copyright der deutschen Übersetzung liegt bei der Sathya Sai Vereinigung e.V. , Dietzenbach)


    

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